Klarheit in den Ermittlungen
Was lange währt, wird…
Kleofas und Knauf - diese beiden Namen waren in den 2010er Jahren eng mit dem Aufstieg von Wacker Nordhausen verbunden. In der Thüringen-Liga übernahm Nico Kleofas das Ruder des Nordhäuser Traditionsvereins. Alles schien perfekt, bis sein das System zusammenfiel…
Das Archiv dieser Zeitung ist voll von Wacker-Nachrichten. Wie das im Leben so ist - es gibt schlechte und es gibt gute Neuigkeiten. Die jetzige Nachricht wird vermutlich unterschiedlich aufgefasst, denn Carlo Knauf wurde von den Vorwürfen wie der Urkundenfälschung und des Betrugs im Zuge der Ermittlungen freigesprochen”, sprich entlastet. Die Ermittlungen sollen eingestellt worden sein, bestätigte die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft der Main-Post.
Wie die Zeitung weiter berichtet, soll die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft hingegen gegen Kleofas Anklage bei der Wirtschaftsstrafkammer wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung erhoben haben.
Wackers Aufstiegsgeschichte war - so ist es der interessierten Sportöffentlichkeit suggeriert worden - mit der Verbindung von Nico Kleofas zu Carlo Knauf verbunden. Obwohl es keine direkte finanzielle Verbindung zu dem Fußballsportverein seitens des Unternehmens gab, ließ es sich Carlo Knauf nicht nehmen, bei einigen der traditionellen Neujahrsempfängen von Knauf in der Kalkhütte” jeweils einen Abstecher in seinen Grußworten zu Wacker zu machen. Da war von der dritten Liga die Rede, einmal sogar von der zweiten Liga.
Da war die "Welt" noch in Ordnung: Nico Kleofas (links) und Carlo Knauf beim Neujahrsempfang 2016 in der "Kalkhütte" (Foto: nnz-Archiv)
Die Zeit unter der Führung von Kleofas war geprägt von der Erkenntnis des geneigten Publikums, dass Geld auf dem Weg zum sportlichen Ruhm überhaupt keine Rolle spielte. Nicht Knauf, sondern einige private Investoren sollen dem Verein jeweils sechsstellige Summen geliehen haben, verbunden mit dem Versprechen auf hohe Erträge. Als Garant für die Sicherheit der Deals wurde eine Bürgschaft mit der Unterschrift von Carlo Knauf präsentiert.
Dies jedoch hat Knauf stets bestritten, letztlich sollen Ermittlungen in Mühlhausen ergeben haben, dass der angebliche Bürge von der Bürgschaft keine Ahnung gehabt habe. Und so wurde Carlo Knauf vom angeblichen Täter zum Opfer, was jetzt juristisch festgehalten ist.
Was muss nun für die Region festgehalten werden? Der FSV Wacker 90 Nordhausen liegt fast am Boden, es besteht weiterhin die Gefahr, in die Landesklasse abzusteigen. Geführt wird der Verein von einem Präsidenten, der - so wird berichtet - jeglichen Draht zu den Fußballern, zur Region, zu Sponsoren und, ja auch das muss nicht unerwähnt bleiben, zur kommunalen Politik verloren hat. Und der Verein läuft Gefahr, noch in diesem Jahr aus dem Vereinsregister gestrichen zu werden.
Vielleicht sollten nach der - hoffentlich - erfolgreichen Neuwahl eines Präsidiums dasselbe mal den Kontakt zum Unternehmen Knauf suchen und die Gespräche mit der lokalen Politik suchen, damit der Verein das wieder wird, was er einmal war: ein Ort des Sports, der Kommunikation und der Nachwuchsarbeit. Das wird aus dem momentanen tiefen Tal ein beschwerlicher Weg, der Begleiter bedarf. Das Unternehmen Knauf könnte dabei vielleicht ein wenig behilflich” sein, in der Thüringenliga ein konstanter Faktor zu sein. Mit beim Bau dabei ist Knauf als Unternehmen schon lange, in Form von Baustoffen, deren Ausgangsstoffe aus dieser Region kommen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Kommentare
Hohensteiner2020
10.05.2026, 08:41 Uhr
Oberflächlich
Ich frage mich immer wieder, was es bringen soll einen Verein zu fördern, der allein durch seine Existens (indirekt über seine "Fans") Schäden in Millionenhöhe (hunderte beschmierte Stromkästen, Preis pro Kasten 5000-10000 Euro) verursacht.
Hinzu kommen tausende beklebte Pfosten, Verkehrsschilder, etc.
Salza, Krimderode, Bielen hat auch gute Nachwuchsarbeit und von denen findet man nicht eine Sachbeschädigung im ganzen Landkreis.
Wackers Ende wäre somit Segen und kein Verlust für die Region und das Stadtbild!!!
Benny 65
10.05.2026, 09:36 Uhr
Ist schon Merkwürdig
Man kann es mit der jetzigen Situation von Wacker vergleichen, damals war nur Herr Kleofas schuld und heute traut sich auch niemand gegen Herrn Klaus etwas zu unternehmen, beide schalten und walten wie sie wollen, ist denn das Fußball intresse des Herrn Knauf auf einmal erloschen? Vielleicht findet sich ja ein Präsident der das Wacker Schiff übernimmt und es wieder in ruhige Fahrwasser bringt, ohne Höhenflüge und 3 Liga
Alex Gösel
10.05.2026, 10:27 Uhr
Hoffentlich wird
Kleofas ordentlich bestraft, mit einer mehrjährigen Haftstrafe! Er hat ja wenn dann nicht nur Wacker und Knauf betrogen, sondern auch die Nordhäuser!
Einzig der Satz: "Und der Verein läuft Gefahr, noch in diesem Jahr aus dem Vereinsregister gestrichen zu werden." - Ist ein kleiner Lichtblick. Es ist wirklich besser, diesen längst überflüssigen Verein aufzulösen!
Kitty Kat
10.05.2026, 11:06 Uhr
Wahrnehmung in der Stadt
FSV = FarbenSchmierVerein.
Das + Skandale + kaum ein Spiel geht ohne Polizei...wo ist das noch normaler Sport, der Menschen einfach nur Spaß bereitet. Wie soll man sich als Nordhäuser damit identifizieren? Lang ist es her, sehr lang.
Ich würde den Verein nicht vermissen im Register.
Frank Tabatt
10.05.2026, 11:18 Uhr
Schönes Stadion
Ich habe von Fußball gar keine Ahnung . Na wenigstens hat Nordhausen nun ein ordentliches Stadion - wofür kann man das noch nehmen ?
Schönen Muttertag
Lautaro
10.05.2026, 13:20 Uhr
Die ganze Angelegenheit hat es sogar ins bundesweit erscheinende " Handelsblatt" geschafft.
Vorab, viele Verwandte und Kollegen frönen dem König Fussball und sind sogar teilweise zu Spielen von Wacker gepilgert.
Aber die Spieler waren immer schon Söldner, welche mit NDH noch nie etwas am Hut hatten. Wie viele Nordhäuser waren unter den Spielern ?
Ich weiss , das ist nun mal so ! Aber ich feure nun mal lieber eine drittklassige Amateurtruppe aus unserer Heimat an, als eine Söldnertruppe von irgendwoher !
Sven-Bolko
10.05.2026, 14:10 Uhr
Hass und Nachtreten, ist kein guter Berater
Immer wieder lese ich negative Berichte über Nico Kleofas. Aber es ist nicht die ganze Wahrheit, dass er den Fußball in Nordhausen aus einem großen Tief geführt hat, dass viele Unternehmen seinem positiven Voranschreiten gefolgt sind und sich im VIP Zelt gern gezeigt haben. Wer heute über Nico lästert, sollte doch selbst mal so ein großes Rad drehen. na klar ist er dabei nebst seiner Firma unter gegangen,aber Nordhausen hat jetzt ein ansehnliches Stadion,oder? Zur gleichen Zeit verschwand das Freibad, das Stadion am Darrweg u.u.u. Es ist nicht rosig gelaufen, aber das ist in Nordhausen auch nicht ganz so leicht,oder ? Wenn irgendwann keiner mehr was wagt,könnt ihr alle ins Theater gehen,das Millionengrab.
emmerssen
10.05.2026, 16:55 Uhr
Ich denke
Alle die sich im VIP Zelt unter dem Wacker Banner und den Kleofas Visionen gesonnt haben sind jetzt endlich in der Plicht etwas zu tun, damit das Wacker Schiff nicht untergeht. Wo ist denn der Herr Peter, der Landrat und und und? Es hängt ja nicht nur die 1. Mannschaft und das neue Stadion am Verein. Da sind auch die vielen Kinder und Jugendlichen die jedes Wochenende auflaufen. Ist es denn nicht möglich, dass sich eine ansehene Person in Nordhausen findet, die das Wacker Schiff in ein ruhiges Fahrwasser bringt?
Und zu den Gehässigkeiten einiger Kommentare hier. Missgunst und Neid waren noch nie gute Ratgeber. Wenn es nach den vielen Aufklebern und Schmiererein geht, müsste wohl jeder Verein von der Bundesliga bis zur Regionaliga aufgelöst werden. Das hat ganz einfach etwas mit den viel zu geringen Strafen in unserem Land zu tun.
Bubo bubo
10.05.2026, 17:10 Uhr
So viel Hass, Fakenews und dergleichen...
...und dass sich die Kommentatoren für so viel Schund nicht schämen?!
@Hohensteiner: Schäden in Millionenhöhe? Haben Sie schlecht geschlafen? Lackentferner und Wischwasser sind mittlerweile schon so teuer oder wie?
@Alex: So viel Hass in Ihrem Kommentar spricht Bände! Freuen Sie sich etwa, wenn einer der ältesten Sportvereine der Region liquidiert werden sollte?
Erbärmlicher geht's echt nicht mehr!
@ Kitty Kat: Bei wie vielen Heimspielen von Wacker in dieser Saison war Polizei zugegen? Sie wissen es höchstwahrscheinlich nicht, weil Sie abfällige Kommentare vom gemütlichen Sofa aus schreiben. Spoileralarm....es waren kaum Spiele mit Polizei!
Ich bin stolz auf die heute gezeigte Leistung der Mannschaft beim 5:2 gegen Gera-W. Ich wünsche mir einen besonnenen neuen Vorstand, der Wacker wieder in ruhigere Gefilde führt, auf dass über 120 Jahre Vereinsgeschichte nicht in die Tonne getreten werden.
Ich bin stolzer Nordhäuser und möchte dass es allen Vereinen dieser Stadt gut geht!
Wer lokalen Vereinen den Tod wünscht, sollte sich schleichen!
Hayden 69
10.05.2026, 17:21 Uhr
Wacker Misere
Es wird langsam Zeit und noch mehr Schaden von dem Club abzuwenden, wenn das überhaupt noch möglich ist, sich so schnell wie möglich von dem an Arroganz und Selbstüberschätzung strotzenden Präsidenten trent, gab es wenigstens bei Kleofas noch sportliche Erfolge, so ging es bei Klaus ständig steil bergab, vermute für ihn war wichtig sich selbst in Szene zu setzen einen auf "dicke Hose" machen mit "großem Auto" was entweder Sponsoren oder der Bank gehört. Nur allein große Sprüche klopfen die wie Seifenblasen zerplatzen kann man keinen Club führen, ein drittklassiger Fußballspieler, der in der Oberliga mal ein paar Tore geschossen hat, hat eben nicht das Zeug für ein Präsidenten, da braucht man eben das Gehirn im Kopf und nicht in den Beinen.
August Müller
11.05.2026, 13:03 Uhr
@sven bolko
...und weil Herr K. so ein Anpacker war, ist es natürlich vollkommen in Ordnung den ganzen Gläubigern unter Vortäuschung falscher Tatsachen das Geld abzuknöpfen - welches sie wahrscheinlich niemals wieder sehen werden. Ihr Rechtsverständnis ist mir schleierhaft...
Diesen Mann in Schutz zu nehmen und dann zu behaupten, er hätte richtig was tolles für NDH vollbracht zeigt zumindest ihre völlig verschrobene Vorstellung von rechtschaffender Arbeit. Was hat denn sein entschlossenes Handeln gebracht, außer den Verein völlig zu demontieren. Das tolle neue Stadion für die 150 Leute die sich das Trauerspiel noch anschauen ist doch auch eine vollkommene Fehlinvestition gewesen. Schade um die Fördermittel, im Breitensport wäre das Geld auf jeden Fall besser angelegt gewesen...
Relly8015
11.05.2026, 17:21 Uhr
Wacker 90 Nordhausen darf nicht untergehen!
Wacker 90 Nordhausen darf nicht untergehen
Seit dem 1. November 1905 steht der Name Wacker für Fußball in Nordhausen – über 120 Jahre Tradition, Leidenschaft und Identität. Von den Anfängen als FC Wacker über die DDR-Zeit bis zu den großen DFB-Pokalabenden gegen 1. FC Köln oder 1860 München: Dieser Verein ist ein echtes Stück nordthüringischer Geschichte und Heimat.
Die letzten Jahre waren hart. Der Sturz in die Thüringenliga, die Folgen der Kleofas-Ära, finanzielle Probleme und interne Konflikte haben dem Traditionsverein zugesetzt. Dennoch: Wacker darf nicht untergehen.
Gerade in einer Region mit begrenzten Ressourcen ergänzen sich große Traditionsvereine und kleinere Clubs hervorragend. Vereine wie z.B. die FSG 99 Salza leisten wichtige, bodenständige Arbeit in ihren Stadtteilen – für den lokalen Nachwuchs, den Breitensport und den direkten Zusammenhalt vor Ort. Sie sind unverzichtbar. Aber Wacker hat als Traditionsclub mit großer Historie eine überregionale Strahlkraft, die ganz Nordhausen und Nordthüringen verbinden kann. Beide Seiten brauchen einander, statt sich als Konkurrenten zu sehen.
Die Mitgliederversammlung am 27. Mai 2026 bietet die große Chance für einen echten Neuanfang: mit einem neuen, verbindenden Vorstand, mehr Transparenz, Ruhe und realistischen Zielen. Stadt, Landkreis, Unternehmen wie auch Knauf und die gesamte Nordhäuser Fußballfamilie – inklusive der kleineren Vereine – sollten diesen Weg unterstützen.
Wacker 90 Nordhausen darf nicht untergehen. Zu viel Geschichte, zu viel Herzblut und zu viel Bedeutung für die gesamte Region stehen auf dem Spiel. Nordhausen braucht seinen Traditionsverein – als starken Anker neben den vielen engagierten kleineren Clubs.
Es ist Zeit, Wacker wieder zu dem zu machen, was er sein sollte: ein Ort des Sports, des Stolzes und der Begegnung für alle.
Kobold2
11.05.2026, 21:24 Uhr
Die überregionale
Strahlkraft ist doch schon länger so beliebt wie Fußpilz mit der Reflexionskraft einer verrosteten Bremsscheibe. Hier zehren mir doch Einige aus einer Vergangenheit, die künstlich aufgebauscht wurde und damit gleichzeitig auch viel Porzellan und Vertrauen zerschlagen wurde.
Die mahnenden Stimmen wurden damals nicht erhört und man agierte an der Realität vorbei, in der manch einer immer noch nicht angekommen scheint.
Relly8015
12.05.2026, 09:48 Uhr
Typisch Neid und Zerstörungswut
Fußpilz und verrostete Bremsscheibe – wie originell. Ihr solltet endlich mal selber Verantwortung übernehmen, statt nur rumzuheulen. Oder hattet ihr in diesem Verein schon welche?
Von euren ‚mahnenden Stimmen‘ ist nur zerschlagenes Porzellan und kaputtes Vertrauen übrig geblieben. Die echte Strahlkraft stört euch einfach, weil ihr selbst nichts Vergleichbares hinbekommt.
Alex Gösel
12.05.2026, 11:46 Uhr
Weder Neid, noch Zerstörungswut
Es ist doch nunmal so, dass, wenn sich ein Unternehmen am Markt nicht behaupten kann, dass es untergeht, also Pleite macht und in die Insolvenz geht, oder? Mit Vereinen ist es da bekanntlich nicht viel anders, oder?
Was die Tradition betrifft: Klar wäre es schade um diesen relativ alten Verein, aber es scheint ja auch, apropos Zerstörungswut, eine Tradition von euch "Fans" in den letzten Jahren geworden zu sein, dass man nach beinahe jedem Spiel Spuren der Zerstörung und ähnlichem von euch chaotischen Fans an fast jeder Ecke und in fast jeder Straße zu sehen sind, oder? Oder wird es da, mal wieder, auf eure "Ultras" geschoben?
Wie gesagt, wenn das nicht so wäre, hätte ich nichts gegen Wacker! So bleibt es bei meiner Meinung: Verein liquidieren!
Übrigens: Ein Großteil der ehemaligen Sponsoren verließ Wacker unter anderem auch aus diesem Grund, neben fehlender Leistung. Die Leistung ist mir jedoch völlig egal! Meinetwegen kann Wacker ja weiter existieren, dann jedoch als Hobbyclub, ohne Veroflichtungen zu spielen und so weiter.
Und warum Sven-Bolko seinen Freund Nico in Schutz nimmt, kann nur er uns sagen! Eine Antwort wäre interessant, aber... - Sie verstehen?
Kobold2
12.05.2026, 16:18 Uhr
Welcher Neid
Soll denn bei der jahrelangen Talfahrt, mit Ansage, aufkommen. Es ist eher das Unverständnis, das mancher hier die Realität nicht sehen möchte, wie der Verein, insbesondere die Fans, überegional gesehen werden, das Sponsoren wenig Interesse zeigen und der gesellschaftliche Rückhalt auch auf recht niedrigem Niveau ist. Die Realität ist nicht das was mal war, sondern das, was jetzt daraus geworden ist. Das ist vom "besten aus der Region" nicht mehr viel übrig.
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