Fr, 14:08 Uhr
19.09.2008
Rund um Ilfeld
Zum siebenten Mal möchte der Landkreis Nordhausen im Rahmen des Aktionstages der Geowissenschaften das Interesse für GEO-Wissen wecken. Dieses geschieht durch Exkursionen und Wanderungen mit dem Ziel, wichtige Dokumente der Erdgeschichte vorzustellen. Zum Beispiel in der Ilfelder Region...
Es werden die vielfältigen Wechselwirkungen im System Erde verständlich und nachvollziehbar erklärt und gleichzeitig die Eingriffe des Menschen auf die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe sowie die Nutzung und der Schutz der natürlichen Ressourcen betrachtet. Anlässlich des Tags des GEOTOPS 2008 am jetzigen Sonntag möchten wir Sie zu einer Wanderung einladen, so Museumsleiter Manfred Kappler zur nnz.
Treffpunkt ist der Ilfelder Wanderparkplatz am Ortsausgang in Richtung Hasselfelde (auf der rechten Seite aus Richtung Nordhausen in unmittelbarer Nähe der Ilfelder Papierfabrik). Um 10:00 Uhr werden Sie gemeinsam mit einem Wanderführer durch das Behretal – zwischen Ilfeld und Netzkater, auch Ilfelder Tal genannt – zum Geotop Blockmeer Sandlünz wandern. Das Tal ist von dem rotbraunem Gestein Porphyrit, den Vulkane in der Rotliegendzeit gefördert haben und der die Harzberge hinter Ilfeld aufbaut, eingefasst.
Auf der Ostseite des Tals befindet sich der Berg Sandlünz (500 m über NN). Eine besondere Naturschönheit ist das Kleine Bodetal, welches getrost als Geotop bezeichnet werden kann, da sich hier der geologische Aufbau von der Umgebung abhebt. Die beiden Ufer in diesem Geotop zeigen einen voneinander abweichenden Aufbau. Über dem Ostufer erhebt sich ein mit Buchen bestandener Hang aus Blockschutt, der bei etwa 45° Neigung maximal 20 m bis zur oben verlaufenden Straße misst.
Ganz anders das Westufer, wo sich durch Verwitterung ein Steilhang herausgebildet hat. Hier wurde der anstehende Melaphyr durch zwei der Blockströme etwa 15 m hoch und etwa 50 m tief zertrümmert. Der Wanderweg ins Kleine Bodetal sollte nur in Begleitung eines ortskundigen Wanderführers durchgeführt werden. Die Geo-Wanderung endet am geohistorischen Objekt Rabensteiner Stollen. Das Team des Rabensteiner Stollens erwartet Sie bereits zu einer Befahrung des Stollens. Sie unternehmen eine Zeitreise in die fast 30-jährige Geschichte des Harzes Steinkohlebergbaus. Die Führung dauert etwa eine Stunde. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, einen Imbiss vor Ort einzunehmen. Den Heimweg können Sie individuell gestalten, entweder eine Rückfahrt mit der Harzquerbahn oder zu Fuß.
Ein weiteres Angebot an diesem Tag hält die Wanderführergruppe Ilfeld/ Wiegersdorf e.V. für Sie bereit: die Besichtigung von zwei weiteren Geotopen, das Kupferschieferschaubergwerk Lange Wand und der Aufschluss Lange Wand im Außenbereich. Der Aufschluss Lange Wand wurde im März 1958 als Flächennaturdenkmal unter Schutz gestellt und ist als Geotop über die Grenzen des Harzes bekannt. Der Steilhang wurde von dem Fluss Behre freigelegt und ist etwa 50 m lang und 10 m hoch. Die Felswand ist in der Mittel horizontal geteilt und trennt roten Porphyrit von darüber lagerndem Zechstein. Der scharfe Schnitt trennt Bildungen des Rotliegenden und des Zechsteins sowie ein Ergussgestein von Sedimenten. Der Aufschluss ist auch ein Anschauungsobjekt für Verwitterungserscheinungen.
In den Basissedimenten haben sich im Zechsteinmeer fein verteilt Kupfererze abgelagert, die bei Ilfeld abgebaut wurden. An der Langen Wand wurde ein Stollen angelegt, der das Kupferschieferflöz hinter der Steinwand für den Abbau aufgeschlossen hat. Es lohnt sich, das historische Bergwerk, in dem bis 1860 Kupferschiefer gewonnen wurde, zu besuchen.
Nutzen Sie die Möglichkeit einer Befahrung um 11:00 Uhr und letztmalig um 16:00 Uhr an diesem Tag. Im Innenbereich können Sie eine kleine Mineralienbörse besuchen und auch Mineralien käuflich erwerben. Bei Kaffee und Kuchen können Sie den Tag ausklingen lassen.
Beide Veranstaltungen können Sie bei Bedarf miteinander verknüpfen, indem Sie mit der Harzquerbahn bis zur Bedarfshaltestelle Schreiberwiese fahren und von dort aus zum Bergwerk Lange Wand laufen.
Autor: nnzEs werden die vielfältigen Wechselwirkungen im System Erde verständlich und nachvollziehbar erklärt und gleichzeitig die Eingriffe des Menschen auf die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe sowie die Nutzung und der Schutz der natürlichen Ressourcen betrachtet. Anlässlich des Tags des GEOTOPS 2008 am jetzigen Sonntag möchten wir Sie zu einer Wanderung einladen, so Museumsleiter Manfred Kappler zur nnz.
Treffpunkt ist der Ilfelder Wanderparkplatz am Ortsausgang in Richtung Hasselfelde (auf der rechten Seite aus Richtung Nordhausen in unmittelbarer Nähe der Ilfelder Papierfabrik). Um 10:00 Uhr werden Sie gemeinsam mit einem Wanderführer durch das Behretal – zwischen Ilfeld und Netzkater, auch Ilfelder Tal genannt – zum Geotop Blockmeer Sandlünz wandern. Das Tal ist von dem rotbraunem Gestein Porphyrit, den Vulkane in der Rotliegendzeit gefördert haben und der die Harzberge hinter Ilfeld aufbaut, eingefasst.
Auf der Ostseite des Tals befindet sich der Berg Sandlünz (500 m über NN). Eine besondere Naturschönheit ist das Kleine Bodetal, welches getrost als Geotop bezeichnet werden kann, da sich hier der geologische Aufbau von der Umgebung abhebt. Die beiden Ufer in diesem Geotop zeigen einen voneinander abweichenden Aufbau. Über dem Ostufer erhebt sich ein mit Buchen bestandener Hang aus Blockschutt, der bei etwa 45° Neigung maximal 20 m bis zur oben verlaufenden Straße misst.
Ganz anders das Westufer, wo sich durch Verwitterung ein Steilhang herausgebildet hat. Hier wurde der anstehende Melaphyr durch zwei der Blockströme etwa 15 m hoch und etwa 50 m tief zertrümmert. Der Wanderweg ins Kleine Bodetal sollte nur in Begleitung eines ortskundigen Wanderführers durchgeführt werden. Die Geo-Wanderung endet am geohistorischen Objekt Rabensteiner Stollen. Das Team des Rabensteiner Stollens erwartet Sie bereits zu einer Befahrung des Stollens. Sie unternehmen eine Zeitreise in die fast 30-jährige Geschichte des Harzes Steinkohlebergbaus. Die Führung dauert etwa eine Stunde. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, einen Imbiss vor Ort einzunehmen. Den Heimweg können Sie individuell gestalten, entweder eine Rückfahrt mit der Harzquerbahn oder zu Fuß.
Ein weiteres Angebot an diesem Tag hält die Wanderführergruppe Ilfeld/ Wiegersdorf e.V. für Sie bereit: die Besichtigung von zwei weiteren Geotopen, das Kupferschieferschaubergwerk Lange Wand und der Aufschluss Lange Wand im Außenbereich. Der Aufschluss Lange Wand wurde im März 1958 als Flächennaturdenkmal unter Schutz gestellt und ist als Geotop über die Grenzen des Harzes bekannt. Der Steilhang wurde von dem Fluss Behre freigelegt und ist etwa 50 m lang und 10 m hoch. Die Felswand ist in der Mittel horizontal geteilt und trennt roten Porphyrit von darüber lagerndem Zechstein. Der scharfe Schnitt trennt Bildungen des Rotliegenden und des Zechsteins sowie ein Ergussgestein von Sedimenten. Der Aufschluss ist auch ein Anschauungsobjekt für Verwitterungserscheinungen.
In den Basissedimenten haben sich im Zechsteinmeer fein verteilt Kupfererze abgelagert, die bei Ilfeld abgebaut wurden. An der Langen Wand wurde ein Stollen angelegt, der das Kupferschieferflöz hinter der Steinwand für den Abbau aufgeschlossen hat. Es lohnt sich, das historische Bergwerk, in dem bis 1860 Kupferschiefer gewonnen wurde, zu besuchen.
Nutzen Sie die Möglichkeit einer Befahrung um 11:00 Uhr und letztmalig um 16:00 Uhr an diesem Tag. Im Innenbereich können Sie eine kleine Mineralienbörse besuchen und auch Mineralien käuflich erwerben. Bei Kaffee und Kuchen können Sie den Tag ausklingen lassen.
Beide Veranstaltungen können Sie bei Bedarf miteinander verknüpfen, indem Sie mit der Harzquerbahn bis zur Bedarfshaltestelle Schreiberwiese fahren und von dort aus zum Bergwerk Lange Wand laufen.


