Mo, 15:07 Uhr
01.12.2008
nnz-Forum: Solardorf
nnz-Leser Harald Buntfuß war am Wochenende in Thüringen unterwegs. Genauer gesagt, in einem Solardorf. Was er dort erlebt und gesehen hat, das hat er der nnz-Redaktion mitgeteilt...
Zum Wochenende war ich zu einer Veranstaltung der Ökologischen Plattformin der Partei DIE LINKE in das Solardorf Viernau, nahe Zella-Mehlis eingeladen. An dieser Veranstaltung hätte Frau Hartmann von den Nordhäuser Grünen ihre helle Freude. Oder? Der dortige Bürgermeister Manfred Hellmann präsentierte uns voller Stolz, seine Erfahrungen mit der erneuerbaren Energie.
Das Dorf verfügt derzeit – Tendenz steigend – über 17 Photovoltaik-Anlagen, die auf den Dächern und an den Fassaden der Häuser installiert sind. Ein vier Hektar großer Solarpark ist für das kommende Jahr in der Planung. Vom Bürgermeister war auch zu erfahren, dass jedes neu erbaute Haus, wenn möglich mit einer Erdwärmeanlage und/oder mit Solarzellen ausgestattet wird.
Des Weiteren ist man dabei, die Straßenbeleuchtung auf Solarbetrieb umzustellen, zur Zeit wird die Straßenbeleuchtung von 1.00 Uhr bis 4.30 Uhr abgeschaltet. Das ersparte Geld nutzt die Gemeinde für die Finanzierung der 70 Kindergartenplätze, denn in Viernau bezahlt man pro Kind nur 45 Euro für einen Platz plus 1,30 Euro Essengeld am Tag. Das zeigt: Hier wird etwas getan für die Bürger und nicht nur große Reden gehalten.
Wie hoch der Nutzen der Ökologischen Stromerzeugung ist, zeigt sich daran, dass zwei Windkrafträder ausreichend sind, um den gesamten Ort mit 2.200 Einwohnern und einem Gewerbegebiet mit Strom zu versorgen.
Erfahren haben wir auch etwas über die Entwicklung und Förderung der Ökologischen Stromerzeugung. So gibt es in Zukunft Sollarzellen, die wie Dachziegeln aussehen, dass wäre dann eine Chance denkmalgeschützte Gebäude wie Kirchen mit einem Solardach zu decken. Zum Schluss machten wir ein Rundgang durch das Dorf und schauten uns einige Anlagen an. Besonders interessant war die Erzeugung von Strom durch eine Turbine aus den Jahr 1935 in einer ehemaligen Mühle. Eins bleibt noch zu erwähnen: Für jedes neugeborene Kind wird ein Baum gepflanzt, der den Namen des Kindes trägt.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnzZum Wochenende war ich zu einer Veranstaltung der Ökologischen Plattformin der Partei DIE LINKE in das Solardorf Viernau, nahe Zella-Mehlis eingeladen. An dieser Veranstaltung hätte Frau Hartmann von den Nordhäuser Grünen ihre helle Freude. Oder? Der dortige Bürgermeister Manfred Hellmann präsentierte uns voller Stolz, seine Erfahrungen mit der erneuerbaren Energie.
Das Dorf verfügt derzeit – Tendenz steigend – über 17 Photovoltaik-Anlagen, die auf den Dächern und an den Fassaden der Häuser installiert sind. Ein vier Hektar großer Solarpark ist für das kommende Jahr in der Planung. Vom Bürgermeister war auch zu erfahren, dass jedes neu erbaute Haus, wenn möglich mit einer Erdwärmeanlage und/oder mit Solarzellen ausgestattet wird.
Des Weiteren ist man dabei, die Straßenbeleuchtung auf Solarbetrieb umzustellen, zur Zeit wird die Straßenbeleuchtung von 1.00 Uhr bis 4.30 Uhr abgeschaltet. Das ersparte Geld nutzt die Gemeinde für die Finanzierung der 70 Kindergartenplätze, denn in Viernau bezahlt man pro Kind nur 45 Euro für einen Platz plus 1,30 Euro Essengeld am Tag. Das zeigt: Hier wird etwas getan für die Bürger und nicht nur große Reden gehalten.
Wie hoch der Nutzen der Ökologischen Stromerzeugung ist, zeigt sich daran, dass zwei Windkrafträder ausreichend sind, um den gesamten Ort mit 2.200 Einwohnern und einem Gewerbegebiet mit Strom zu versorgen.
Erfahren haben wir auch etwas über die Entwicklung und Förderung der Ökologischen Stromerzeugung. So gibt es in Zukunft Sollarzellen, die wie Dachziegeln aussehen, dass wäre dann eine Chance denkmalgeschützte Gebäude wie Kirchen mit einem Solardach zu decken. Zum Schluss machten wir ein Rundgang durch das Dorf und schauten uns einige Anlagen an. Besonders interessant war die Erzeugung von Strom durch eine Turbine aus den Jahr 1935 in einer ehemaligen Mühle. Eins bleibt noch zu erwähnen: Für jedes neugeborene Kind wird ein Baum gepflanzt, der den Namen des Kindes trägt.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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