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Mi, 16:00 Uhr
03.12.2008

Wie weiter am Taschenberg?

Ein Leserbrief in der nnz zur Zukunft des alten Brauereigeländes am Taschenberg hatte ein großes Echo unter den Lesern ausgelöst. Gestern ist eine erste Vorentscheidung getroffen worden.

Der "neue" Taschenberg (Foto: Heck) Der "neue" Taschenberg (Foto: Heck)
So könnte es aussehen, das Studentenzentrum mit integriertem Studentenkeller

Hinter verschlossenen Türen, in nicht öffentlicher Sitzung, tagte der Bauausschuss des Nordhäuser Stadtrates. Der kann zwar nicht beschließen, dafür aber Empfehlungen aussprechen. Wie die nnz erfuhr, habe sich das neunköpfige Gremium mehrheitlich für einen Aufstellungsbeschluß zur Änderung des B-Planes ausgesprochen. Ins Normaldeutsch übersetzt heißt das, der dortige Investor kann auf dem Gelände der Brauerei auch Wohnungen bauen. Könnte. Rechtlich fundiert ist diese Empfehlung allerdings erst mit einem Beschluß des Nordhäuser Stadtrates noch in diesem Monat.

Gegen diese Form der Umwidmung hatte es im Vorfeld nicht nur in der nnz unterschiedliche Meinungen gegeben. So gab es Bedenken von großen Vermietern in Nordhausen, die darauf verwiesen, daß sie in unmittelbarer Nähe zum künftigen und eventuellen neuen Wohnungsstandort vor Jahren Wohnungen abgerissen hätten. Und plötzlich könnte dort neu gebaut werden. Für WBG und SWG unverständlich.

Doch wie die nnz erfuhr, war der Druck auf die Kommunalpolitik in den vergangenen Tagen erheblich erhöht worden, so hatten Vertreter des Nordhäuser Unternehmerverbandes versucht, an der Ausschusssitzung teilzunehmen. Grundtenor: Man müsse Wettbewerb zulassen und könne nicht als Verhinderer von Investitionen auftreten. Und schon wurden direkt oder indirekt auch Personen ins Spiel gebracht und ihnen Befangenheit unterstellt. Beispiel Volker Fütterer. Der Ausschussvorsitzende ist Mitglied des Aufsichtsrates der SWG und Vertreter der WBG. Allerdings: Bei Volker Fütterer erscheint dieser Verdacht absurd, was auch von Politikern, die nicht der gleichen Partei angehören, so bestätigt wird.

Die „Gegner“ einer Umwidmung des dortigen Areals zählen in ihrer Argumentation in erster Linie die Konfrontation des privaten Vorhabens mit den Beschlüssen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) auf. Das sieht eine weitere Entwicklung von Wohnungsstandorten hauptsächlich in der Nordhäuser Altstadt vor.

Nun haben es die Stadträte am 17. Dezember in der Hand, wie es am Taschenberg weitergeht. Gibt es dort eine private Investition und damit die Aufwertung des gesamten Geländes oder wird der Schornstein dort noch weiter einsam in den Himmel ragen?
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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