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Fr, 10:10 Uhr
05.12.2008

18 Jahre sind genug

Im kommenden Jahr werden sich im Landkreis Nordhausen zwei hauptamtliche Bürgermeister von der politischen Bühne verabschieden. Mit einem von ihnen sprach die nnz.


Die Bürgermeister-Zeiten von Klaus Hummitzsch (LINKE) in der Einheitsgemeinde Werther und Martin Höche (CDU) in der Einheitsgemeinde Hohenstein gehen Anfang 2009 zu Ende. Beide werden nicht mehr kandidieren. Bei Hummitzsch ist es das Alter, das einer Wiederwahl entgegensteht, bei Höche ist ein „Wohlfühl-Gefühl“.

Höche, Schardt (Foto: nnz) Höche, Schardt (Foto: nnz)

Seit 18 Jahren regiert der Landgraf, wie man auch mal salopp zu Martin Höche sagen darf, im westlichen Teil des Landkreises Nordhausen, erst in Mackenrode, dann in der Gemeinde Hohenstein. „Ich bin in der komfortablen Situation, den Zeitpunkt des Ausscheidens selbst zu bestimmen“, meinte der 56jährige, der sich mit diesem Entschluß selbst treu bleiben will: „Ich will nicht mehr!“ Vor Monaten klang das alles zwar noch anders, jetzt – konkret vor drei Wochen – dann die Entscheidung.

Die Hausaufgaben in Hohenstein sind gemacht, Höche hinterläßt eine finanziell „kerngesunde Gemeinde“. Sein Nachfolger wird die Geschäfte dort zwischen Obersachswerfen und Mackenrode ehrenamtlich führen, die Satzung wurde entsprechend geändert. Und Höche wäre nicht Höche, wenn er nicht für eine, für seine Nachfolgeschaft gesorgt hätte. Andreas Gerbothe, ein parteiloser Landwirt aus Obersachswerfen, soll die Geschäfte fortführen, so er denn am 15. Februar von den Bürgern gewählt wird. Gerbothe ist jünger, war jedoch seit Beginn an kommunalpolitisch engagiert.

Für Martin Höche war der Abschied eine „Bauchentscheidung“, irgendwann muß man auch mal loslassen können. Doch es gibt neue Herausforderungen. Unmittelbar sind das die Südharz-Werke, denen er aufsichtlich vorsteht und es ist der Wasserverband Nordhausen, in dem er in gleicher Funktion „unterwegs“ ist.

Doch loslassen, das soll nicht absolut verstanden werden. Für den Kreistag will Höche auf jeden Fall noch einmal kandidieren, vielleicht auch für den Gemeinderat von Hohenstein. Das wiederum werden seine Partei und letztlich die Wähler im kommenden Jahr zu entscheiden haben.

Die Riege derjenigen, die nun seit der Wende in urgewählten hauptamtlichen Funktionen im Landkreis Nordhausen arbeiten, die lichtet sich ab dem kommenden Jahr weiter. Dann sind nur noch Jürgen Hohberg (pl) als Bürgermeister von Sollstedt und Joachim Claus (CDU) als Landrat „übrig“.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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