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Fr, 12:29 Uhr
05.12.2008

So geht es noch lange

Gestern trafen sich um 17.00 Uhr die Nordhäuser Montagsdemonstranten gegen Hartz-IV einmal nicht vor dem Rathaus, sondern vor der Agentur für Arbeit am Platz der Gewerkschaften. Geplant war, die Demo dauerhaft dorthin zu verlegen, um so unmittelbar bei den Betroffenen zu sein...

Donnerstags-Demonstranten (Foto: Birkefeld) Donnerstags-Demonstranten (Foto: Birkefeld)

Die Demonstranten hofften, dass sich trotz des „Sauwetters“ ein paar neue Gesichter dort zeigen würden – dies vor allem nach den vielen Kommentaren auf den Beitrag von Simone Tetzel „So geht es nicht weiter“ vom 29.11. in der nnz. Doch leider war wieder nur die „Stammbelegschaft“ von etwa zehn Teilnehmern anwesend. Nur eine Minderheit von ihnen ist unmittelbar von Hartz-IV betroffen. Von den Betroffenen erschien weder eine Frau Tetzel noch sonst jemand. Niemand von den Besuchern der ARGE stellte eine Frage, von Solidaritätsbekundung ganz zu schweigen! Ist das Arbeitslosengeld zu hoch, fragen sich jetzt die Demonstranten.

Die nächste „Donnerstagsdemo“ findet am 11.12.2008 wieder an gleicher Stelle (vor der ARGE) und hoffentlich bei besserem Wetter statt. Heißer Tee und Glühwein sind wahrscheinlich wieder (kostenlos) zu haben. Für die, die es gemütlicher und nicht ganz so öffentlich haben wollen: Am Samstag, den 13.12.2008 findet von 12 bis 17 Uhr im Lern- und Dokumentationszentrum der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora das 27. bundesweite Treffen des Aktionsbündnises Sozialproteste (ABSP) statt. Dort kann man den wohl kompetentesten Fachleuten in Sachen Hartz-IV Fragen stellen.
Jörg Birkefeld, Nordhausen
Autor: nnz

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Kommentare
Left of Life
09.12.2008, 20:58 Uhr
So sieht es aus
Ja, es wirft ein ziemlich schlechtes Bild auf die Opfer des Hartz IV Verbrechens in Nordhausen und man könnte den Eindruck bekommen, als ginge es allen noch viel zu gut.
Das ist aber sicherlich nicht der Fall. Kann es sein, dass sehr viele Menschen tatsächlich resigniert haben? Oder trauen sich viele vielleicht nicht, sich direkt vor der Arge zu präsentieren?
Eine Möglichkeit, die Demo wirklich interessant zu machen, wäre es, dort Informationsblättchen mit diversen Infos bereitzulegen, die von den Sachbearbeitern geflissentlich verheimlicht werden. Dazu gehören z. B. Hinweise zur Eingliederungsvereinbarung und zum Verhalten der Betroffenen bei Vorlage einer EGV. Oder die Bekanntgabe der neuesten Urteile des BSG oder LSG. Auch diese werden gern verschwiegen.
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