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Mo, 09:22 Uhr
08.12.2008

Richter Kropp: Ein Häufchen in Ehren!

Wer durch den „Gottesacker“ in der Stadtmitte von Sondershausen spazieren geht, ärgert sich nicht selten über Ausscheidungen zahlreicher Vierbeiner. Des Menschen liebster Freund wird dort gerne ausgeführt und setzt nicht selten seine markanten Duftmarken.


Dies ist in Sondershausen wie in anderen Städten nicht zulässig. Nach § 12 Abs. 4 der Ordnungsbehördlichen Verordnung über die Abwehr von Gefahren der Stadt Sondershausen vom 18.06.1993 kann das Abkoten von Tieren auf Straßen und in öffentlichen Anlagen mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

Am 5. März 2008 hatte es sich dann wieder einmal zugetragen, dass ein Herrchen sein Tier im „Gottesacker“ abkoten ließ. Herr und Hund wurden aber um 7.30 Uhr bei diesem Geschäft gesehen. Der Zeuge beschrieb die Ordnungswidrigkeit gegenüber dem Ordnungsamt recht drastisch: Er sei zu Fuß auf dem Weg zur Arbeit gewesen. Als er sich auf der Brücke befand, habe er einen jungen Mann bemerkt, dessen Hund gerade sein Geschäft gemacht habe. Es sei ein großes Geschäft gewesen, der Haufen habe noch gedampft. Er habe auch den Betroffenen angesprochen, der weggelaufen sei.

Der Bußgeldbescheid gegen den 17jährigen betrug 50 Euro, seine Mutter hatte Einspruch eingelegt. Als Begründung gab sie an, dass ihr Tier nicht auf den „Gottesacker“ gekotet habe, ihr Sohn sei auch nicht zum Entfernen des großen Haufens aufgefordert worden.

Nunmehr war aufgrund des Einspruchs der Sondershäuser Bußgeldrichter Gerald Fierenz mit der anrüchigen Sache befasst. Dieser schrieb der Hundehalterin einen netten Brief, in dem er den delikaten Sachverhalt zusammenfasste und angesichts des nach Aktenlage eindeutigen Sachverhaltes anregte, den Einspruch zurückzunehmen.

Dem kamen Mutter und Sohn nach, wohl auch um höhere Kosten zu vermeiden. Das Verfahren um den Haufen von Sondershausen ist damit rechtskräftig zu Ende gegangen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Hundehalter der Kreisstadt dieses Verfahren zum Herzen nehmen und für Sauberkeit auf unseren Straßen sorgen.
Autor: nnz

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