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Di, 10:11 Uhr
09.12.2008

Nachgefragt

Das Land Thüringen fördert aus verschiedenen „Töpfen“ die unterschiedlichsten sozialen Projekte. Ab und an wird auch nachgefragt, wofür das viele Geld ausgegeben wird. Wie jüngst in Nordhausen.


Gerd Fuchs vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit besuchte gestern das Soziale Integrations-Zentrum (SIZ) des HORIZONT-Vereins. Aus diesem Anlass fand ein gemeinsames Treffen in der neuen HinterHofWerkStadt des SIZ in der Grimmelallee 46 statt. Auch ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller, die 2. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Loni Grünwald, Frau Seifert vom Sozialministerium sowie HORIZONT-Chef René Kübler und Fachbereichsleiter Jörg Wolf waren anwesend.

Zu Besuch im SIZ (Foto: SIZ) Zu Besuch im SIZ (Foto: SIZ)
René Kübler, Stefanie Seeboth, Hans-Georg Müller, Frau Seifert und Gerd Fuchs (von links nach rechts)

Die Teamleiterin des SIZ, Stefanie Seeboth und zwei ihrer Mitarbeiter hatten die Gelegenheit, die Arbeit des Sozialen Integrations-Zentrums vorzustellen, über ihre Erfahrungen zu sprechen und Fragen zu beantworten. Seit 1. März 2006 werden im SIZ Arbeitslosengeld II Empfänger aus Stadt und Landkreis professionell begleitet und unterstützt.

„Die Problemlagen der Betroffenen werden zunehmend komplexer“, betonte Stefanie Seeboth. „Insbesondere beim Phänomen der Familien- und Kinderarmut ist eine besorgniserregende Entwicklung spürbar. Dies betrifft jedoch nicht nur die finanzielle, sondern auch die seelische Verarmung.“ Gerd Fuchs bestätigte diese Feststellung.

„Neben der einzelnen zu betreuenden Person wird auch deren gesamtes Umfeld wie Familie und Freundeskreis in den Hilfeprozess mit einbezogen“, erklärte Stefanie Seeboth weiter. Diese Methode ist für die Arbeit des SIZ unerlässlich, denn nur so ist der Aufbau eines stabilen sozialen Netzwerkes möglich. Gerd Fuchs begrüßte dieses Verfahren.

Zusätzlich zur Beratung und Begleitung entwickeln die SIZ Mitarbeiter kontinuierlich neue Projekte, die speziell auf den Bedarf der Teilnehmer ausgerichtet sind. Hierzu zählen längst nicht mehr nur Bildungs- und Förderprojekte, sondern zunehmend auch Angebote, die sich an Eltern und Familien richten. Hier werden zum Beispiel Alltagskompetenzen vermittelt, Fragen zu Erziehung und Familienleben beantwortet sowie individuelle Hilfestellungen geboten.

Auf diesem Wege hat das SIZ seit 2006 eine Arbeitsmethodik geschaffen, die sich vorwiegend an den Bedürfnissen der Teilnehmer orientiert. Alle Anwesenden in dieser Runde waren sich einig, dass nur ein solches maßgeschneidertes „Hilfs-Rundumpaket“ nachhaltige Erfolge bewirken kann. Diese Nachhaltigkeit ist wesentliches Ziel der SIZ Arbeit.
Autor: nnz

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