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Mi, 11:44 Uhr
17.12.2008

Das Armenhaus Deutschlands

Die Landkreise Nordhausen und Kyffhäuserkreis werden sich hinsichtlich der Kaufkraft auch 2009 nicht wesentlich verbessern. Nordthüringen zählt da wohl schon zum Armenhaus Deutschlands. Hier finden Sie die Einzelheiten...


„Nach den Ergebnissen der neuesten GfK-Kaufkraft-Studie wird der Anstieg des Wohlstands im Jahr 2009 in etwa die Höhe der Inflationsrate erreichen. Damit stagniert die Entwicklung der realen Kaufkraft. Die Studie von der GfK GeoMarketing zeigt auch, dass zwischen den Regionen Deutschlands große Unterschiede im durchschnittlichen Kaufkraftniveau bestehen.“ So geht es aus der gestern veröffentlichten Pressmeldung der GfK GeoMarketing hervor.

Laut dieser Studie wird das durchschnittlichen Nettoeinkommen im Bundesdurchschnitt bei 18.946 Euro im Jahr liegen. Die Studie zeigt aber auch auf, das es territorial nicht nur erhebliche, sondern schon fast katastrophale Unterschiede gibt. Was sich im Bundesdurchschnitt bei den Ländern noch harmlos ansieht. Beim Spitzenreiter Bayern wird die Kaufkraft bei 20.571 Euro liegen und der Zweitplatzierte Hessen liegt mit 20.424 Euro dicht dahinter.

Thüringen reiht sich mit 15.826 Euro ganz weit hinten ein, was nur 83,5 % des Bundesdurchschnitts ausmacht. Schlechter sind nur noch Mecklenburg-Vorpommern mit 15. 552 Euro und Sachsen-Anhalt 15.548 Euro dicht dahinter.

Dramatisch sieht es eigentlich erst aus, wenn man mal die Zahlen für die Landkreise sieht. Unter den 20 kaufkraftstärksten Stadt- und Landkreisen sind dieselben Namen wie im Vorjahr vertreten. Es haben sich jedoch einige Änderungen in der Reihenfolge ergeben. Der Hochtaunuskreis in Hessen löst mit durchschnittlich 27.590 Euro pro Kopf den bayerischen Kreis Starnberg (27.413
Euro) an der Spitze ab. Auch zwischen Platz 3 und 4 findet ein Wechsel statt: Der Landkreis München überholt mit 26.232 Euro mit minimalem Vorsprung den Main-Taunus-Kreis.

Der Landkreis Nordhausen rangiert unter den insgesamt 429 Kreisen mit Platz 402 sehr weit hinten in der Rangfolge. Gegenüber dem Vorjahr (Rang 405) konnte man sich zwar um drei Plätze verbessern, aber mit 15.197 Euro hat man nun mal nur 80,2 % des Bundesdurchschnitts und im Vergleich zum besten Kreis (Hochtaunuskreis) gar nur 55,1 %.

Noch betrüblicher sieht es im Kyffhäuserkreis aus. Zwar konnte der sich um einen Platz verbessern, aber der erreichte Platz 426 (von 429) mit 14.669 Euro kann da wohl bestimmt nicht beruhigen. Das sind gerade mal 77,4 % des Bundesdurchschnitts und gar nur 53,2 % des besten Landkreises.

Den letzten Platz belegt der Landkreis Uecker-Randow, wie schon im vergangenen Jahr. Den Einwohnern stehen dort im Schnitt gar nur 13.730 Euro zur Verfügung. Sicht kein Grund zum Jubeln in unserer Region.

Hatte man in Thüringen in den letzten Tagen herzlich gefeiert, wie gut man doch im Schulwesen ist, dann sollten diese Zahlen die Thüringer Politiker auf den Teppich zurückholen und zeigen, dass es in Thüringen noch sehr viel zu tun gibt, wenn die Bevölkerung nicht bald ganz "weglaufen" soll.

Weitere Informationen zur Studie:
Cornelia Lichtner, GfK GeoMarketing, Tel. +49 7251 9295-270,
c.lichtner@gfk-geomarketing.com und unter www.gfkgeomarketing.
de/kaufkraft
Autor: khh

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