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Fr, 15:28 Uhr
23.01.2009

Sanierter Mauerabschnitt enthüllt

„Wir hoffen, dass dies die Initialzündung für weitere Arbeiten ist“, sagte heute Udo Jatho bei der verschneiten Einweihung des sanierten Abschnittes der Mantelmauer der Ebersburg. Als Leiter des Bauamtes der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein-Südharz ist er zuständig für die Ruine nahe Hermannacker.

Mehr Burg (Foto: Piper) Mehr Burg (Foto: Piper)

Noch ist nur ein kurzer Teil der etwa 1,70 Meter dicken Mauer mit gesammelten Originalsteinen unterhalb des Kammertors wieder aufgebaut. Aber es ist ein erster wichtiger Schritt, der die Kontur der Burg weiter sichtbar werden lässt. Trotz des dichten Schneefalls sind rund 25 Leute, darunter Vertreter der Verwaltungsgemeinschaft, der Gemeinde Hermannsacker, des Landkreises und natürlich des Vereins für lebendiges Mittelalter, der sich seit einigen Jahren um die Erhaltung und Pflege der Burg kümmert, zur Einweihung gekommen und haben die neue Mauer auf Einladung des Vereins gefeiert – mit Sekt und Spanferkel.

Mehr Burg (Foto: Piper) Mehr Burg (Foto: Piper) Ermöglicht haben diesen Wiederaufbau Zuwendungen der Stiftung der Sparkasse Nordhausen sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen von 5.000 Euro und 4.000 Euro aus Überschüssen der Staatslotterie in Thüringen, die Dr. Klaus Zeh als Chef der Staatskanzlei Ende 2008 zur Verfügung gestellt hatte. Auch der Verein für lebendiges Mittelalter hat sich mit 1.400 Euro und vor allem mit fast 900 Arbeitsstunden beteiligt, in denen die Mitglieder beispielsweise Steine für den Wiederaufbau der Mauer sammelten oder Wurzeln und Pflanzen vom Restmauerwerk entfernten. Die Firma Denkmalplan aus Mühlhausen hat bis Ende vergangenen Jahres an der Teilsanierung der inneren Mantelmauer gearbeitet.

Denkmalplan hat Hinweistafeln mit dem Dank an die Förderer gesponsert, die nun heute an der wieder aufgebauten Mauer enthüllt werden. Landrat Joachim Claus merkte bei der Einweihung gleich an, „dass hier noch mindestens sechs Tafeln dazwischen passen“. Denn ohne Sponsoren sind der weitere Aufbau der Mauer oder die Sanierung des Bergfrieds nicht realisierbar. „Jeder Euro ist wichtig“, sagte Hannelore Müller, Geschäftsführerin des Vereins. Denn nur etwa einen Kubikmeter der Mauer zu sanieren, kosten 1.000 Euro. Ein spezieller Mörtel hält die gesammelten alten Steine zusammen. Die Burg sei „wie Dornröschen“, die nun langsam wieder erwacht, meinte Hannelore Müller.

Zusammenaddiert wurden 10.400 Euro plus die Arbeitsstunden des Vereins in die Teilsanierung investiert. Damit setzt sich die Liste der Investitionen in die mittelalterliche Ebersburg fort, an der das Landratsamt vor gut zehn Jahren die ersten Arbeiten durchführte. Bislang wurden zum Beispiel rund 38.000 Euro für die Notsicherung des Bergfrieds aufgebracht, nachdem sich Ende 2005 ein großes Stück der Außenschale am oberen Mauerwerksrand gelöst hatte. 70.000 Euro flossen 2005 und 2006 in die Sanierung des Kammertors.

Die Mittel für beide Baumaßnahmen kamen vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, aus dem Fördertopf des LEADER-Plus-Programms sowie vom Verein für lebendiges Mittelalter und vom Landratsamt. „Unser größtes Ziel ist es, auf dem Bergfried eine Treppe und eine Aussichtsplattform zu errichten. Davor muss natürlich das Mauerwerk saniert werden“, sagt Hans-Joachim Matzelle, Fachgebietsleiter Hoch- und Tiefbau/Kreisentwicklung im Landratsamt. Die Kosten für diese Sanierung sowie eine überdachte Plattform liegen bei rund 300.000 Euro.
Autor: nnz

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