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So, 07:08 Uhr
01.02.2009

Eine Handballlegende wird 65

Wenn es irgendwo im Landkreis gilt, Kinder für den Handballsport zu begeistern, da kann Alfons Jarmuszewski nicht weit sein. Im Jahre 2004 rief er das Projekt "Kinder von der Straße - kommt wir spielen Handball" ins Leben. Heute feiert er Geburtstag...


Geburtstagskind (Foto: Ollech) Geburtstagskind (Foto: Ollech) Was damals auf die Nordhäuser Grundschulen beschränkt war, ist inzwischen zu einer weit über die Grenzen der Stadt hinausgehenden beispielhaften Aktion geworden. 440 Kinder an 14 Grundschulen des Kreisgebietes stehen mittlerweile im regelmäßigen allgemeinsportlichen Training, werden freudbetont an den Handballsport herangeführt.

Alfons Jarmuszewski wurde am 1. Februar 1943 in Kleinwechsungen geboren. Sportlich war er ein Allround-Talent. In der Leichtathletik hätte er es besonders weit bringen können, doch eine Knieverletzung stoppte seine Ambitionen. Während seines Armeedienstes in Straußberg bei Berlin machte er erstmals Bekanntschaft mit dem Handball. Es war Liebe auf den ersten Blick, denn das kleine runde Leder ließ ihn nicht mehr los. Zurückgekehrt in den Südharz, spielte er einige Zeit für Empor Salza.

Sein Beruf bei der Transportpolizei brachte ihn zur SG Dynamo Süd Nordhausen, bei der er 1966 als Handball-Übungsleiter begann. 1973 wurde er Mitarbeiter beim Kreisvorstand des DTSB, absolvierte nebenher ein Studium zum Biologie- und Sportlehrer. Der Aufbau des Trainingszentrums Handball in den 70er-Jahren bei der TSG Variant ist eng mit seinem Namen verknüpft. Eine Unzahl junger Menschen lernte bei ihm Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit. Ute Lemmel, seit Jahren Bundesligatrainerin in Rostock, oder die beim THC Erfurt/Bad Langensalza in der Bundesliga spielende Kristin Kartheuser sind zwei Beispiele.

Beruflich notwendige Neuorientierung führte Alfons Jarmuszewski nach der Wende als Umwelt- und Sozialpädagogen für einige Jahre in den Ferienpark "Feuerkuppe", was sein Engagement für den Handballsport vorübergehend etwas einschränkte.

Im Jahre 2004 holte ihn die Handballer des Nordhäuser SV ins Boot. Als Projektleiter baute, er und sein Stab von Übungsleitern, ein in Deutschland einmaliges Projekt auf. Für seine unermüdliche ehrenamtliche Tätigkeit wurde er 2007 auf der Sportgala der Stadt und des Landkreises als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.

Die Nachwuchsarbeit der Handballer, dessen Grundlage die Projektarbeit bildet, wurde 2007 mit dem „Grünen Band“ für vorbildliche Talentförderung ausgezeichnet. Diese vom Deutschen Olympischen SportBund gemeinsam mit der Dresdner Bank vergebene Auszeichnung, ist eine der begehrtesten auf Bundesebene. Sportfreund Alfons Jarmuszewski hatte daran einen großen Anteil.
Autor: nnz

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