Mo, 13:44 Uhr
02.02.2009
nnz-Wetter-Rückblick: Januar 2009
Endlich wieder ein richtiger Wintermonat. Einer, bei dem sich das Anheizen von Kaminen und Kachelöfen mal wieder gelohnt hat. Und einer für lange Unterhosen und warmen Tee. Leider etwas zu wenig Schnee für die Kinder, aber dafür klappte es endlich mal wieder mit den Schlittschuhen. Hier der Rückblick auf trockenen und kalten Januar.
Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp (Foto: nnz)
Minus 21,1 °C am frühen Morgen des 7. Januar und eine Tagesdurchschnittstemperatur von -12,6 °C. Am 8. Januar kletterte die maximale Temperatur nicht über minus 6°C. An insgesamt 16 Tagen Dauerfrost, also Tage, an denen die Temperatur nicht über 0°C geklettert ist. Dazu vor allem während der ersten Monatshälfte viel Sonnenschein, 34 Stunden bis zum 15. Januar, und geringe Windgeschwindigkeiten von im Mittel 2 km/h.
Wäre die zweite Monatshälfte nicht gewesen, wäre der Januar 2009 der drittkälteste Januar seit 1956 gewesen. So nahm er nur Rang 14 ein. Die mittlere Temperatur lag an der Campus-Station der FH Nordhausen bei -2,3 °C. Im Vergleich zum langjährigen Mittel um 2,6 °C zu kalt. Damit bricht dieser Monat erstmalig die Reihe der zu warmen Monate seit August 2006 und unterbietet die beiden vergangenen ersten Jahresmonate um mehr als 7°C im Mittel.
Die sehr kalten Tage im Januar zwischen dem 6. Januar und dem 12. Januar brachten eine mittlere Temperatur von -10,2°C zustande. Zugleich herrschte hoher Luftdruck bei den genannten geringen Windgeschwindigkeiten vor. Es lag ein wenig Schnee und die registrierte Reflexstrahlung, also der Anteil der auftreffenden Sonnenstrahlen, der direkt wieder reflektiert wird, war gegenüber der zweiten Monatshälfte um den Faktor drei erhöht. Diese Voraussetzungen sind notwendig, um solch tiefe Temperaturen zu erzeugen. So wird tagsüber sehr wenig Wärme im Erdboden gespeichert und nachts genauso wenig wieder abgegeben. Zudem war durch den Hochdruckeinfluss die Luft recht trocken und klar, so dass die abgegebene Wärme in der Nacht ungehindert entweichen konnte. Strahlungsnacht ist der Fachbegriff.
Nach November und Dezember 2008 blieb auch der Januar 2009 in Nordhausen eher trocken. 11,4 Liter pro Quadratmeter wurden an der Nordhäuser Station registriert. Im 50-jährigen Mittel sind es rund 50 Liter. Damit fielen nur 23 % des Niederschlagsolls. Die Station in Erfurt-Bindersleben (Deutscher Wetterdienst) war übrigens der trockenste Ort im Januar 2009 in Deutschland mit 6,7 l/m². Von den gut 11 Litern in Nordhausen fielen übrigens 5,7 Liter an einem einzigen Tag, dem 23. Januar, hier war ein kleines Sturmtief mit dem Namen "Joris" verantwortlich.
Die Sonne hat uns in der ersten Monatshälfte verwöhnt. 34 Stunden Sonne standen nur 14 Sonnenscheinstunden in der zweiten Monatshälfte gegenüber. Aber im Vergleich zum 25-jährigen mittleren Sonnenschein in Nordhausen waren es doch 10 Stunden mehr.
Schön kalt, sonnig und trocken war der Januar – eigentlich ideales Winterwetter, wäre da nicht die Vorliebe der Erkältungs- und Grippeviren für eben genau dieses!
Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp
Autor: nnz
Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp (Foto: nnz)
Minus 21,1 °C am frühen Morgen des 7. Januar und eine Tagesdurchschnittstemperatur von -12,6 °C. Am 8. Januar kletterte die maximale Temperatur nicht über minus 6°C. An insgesamt 16 Tagen Dauerfrost, also Tage, an denen die Temperatur nicht über 0°C geklettert ist. Dazu vor allem während der ersten Monatshälfte viel Sonnenschein, 34 Stunden bis zum 15. Januar, und geringe Windgeschwindigkeiten von im Mittel 2 km/h. Wäre die zweite Monatshälfte nicht gewesen, wäre der Januar 2009 der drittkälteste Januar seit 1956 gewesen. So nahm er nur Rang 14 ein. Die mittlere Temperatur lag an der Campus-Station der FH Nordhausen bei -2,3 °C. Im Vergleich zum langjährigen Mittel um 2,6 °C zu kalt. Damit bricht dieser Monat erstmalig die Reihe der zu warmen Monate seit August 2006 und unterbietet die beiden vergangenen ersten Jahresmonate um mehr als 7°C im Mittel.
Die sehr kalten Tage im Januar zwischen dem 6. Januar und dem 12. Januar brachten eine mittlere Temperatur von -10,2°C zustande. Zugleich herrschte hoher Luftdruck bei den genannten geringen Windgeschwindigkeiten vor. Es lag ein wenig Schnee und die registrierte Reflexstrahlung, also der Anteil der auftreffenden Sonnenstrahlen, der direkt wieder reflektiert wird, war gegenüber der zweiten Monatshälfte um den Faktor drei erhöht. Diese Voraussetzungen sind notwendig, um solch tiefe Temperaturen zu erzeugen. So wird tagsüber sehr wenig Wärme im Erdboden gespeichert und nachts genauso wenig wieder abgegeben. Zudem war durch den Hochdruckeinfluss die Luft recht trocken und klar, so dass die abgegebene Wärme in der Nacht ungehindert entweichen konnte. Strahlungsnacht ist der Fachbegriff.
Nach November und Dezember 2008 blieb auch der Januar 2009 in Nordhausen eher trocken. 11,4 Liter pro Quadratmeter wurden an der Nordhäuser Station registriert. Im 50-jährigen Mittel sind es rund 50 Liter. Damit fielen nur 23 % des Niederschlagsolls. Die Station in Erfurt-Bindersleben (Deutscher Wetterdienst) war übrigens der trockenste Ort im Januar 2009 in Deutschland mit 6,7 l/m². Von den gut 11 Litern in Nordhausen fielen übrigens 5,7 Liter an einem einzigen Tag, dem 23. Januar, hier war ein kleines Sturmtief mit dem Namen "Joris" verantwortlich.
Die Sonne hat uns in der ersten Monatshälfte verwöhnt. 34 Stunden Sonne standen nur 14 Sonnenscheinstunden in der zweiten Monatshälfte gegenüber. Aber im Vergleich zum 25-jährigen mittleren Sonnenschein in Nordhausen waren es doch 10 Stunden mehr.
Schön kalt, sonnig und trocken war der Januar – eigentlich ideales Winterwetter, wäre da nicht die Vorliebe der Erkältungs- und Grippeviren für eben genau dieses!
Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp

