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Mi, 17:37 Uhr
04.02.2009

„Vom Leder gezogen“

Andreas Kruse ist der Bürgermeister des Nordhäuser Ortsteils Steinbrücken. Er ist also Ortsbürgermeister. Andreas Kruse hält mit seiner Meinung nicht hinter dem sprichwörtlichen Berg, doch jüngst muss der Mann über das Ziel hinausgeschossen sein.


Jüngst, während einer Sitzung des Stadtratsausschusses für die Ortsteile, habe Andreas Kruse so richtig vom Leder gezogen, merkte Helmut Uebener an, dass es in dem Dorf sehr viel Unzufriedenheit gebe. Und diese Stimmung, auch das war ausgemacht, habe Kruse zu verantworten. „Das war nicht schön“, sekundierte Karin Busch, die Ausschusschefin.

Unverständnis herrschte denn heute auch bei der kritisierten Rathausspitze und Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) ließ denn auch gleich den Ortsteilbeauftragten der Verwaltung, Thomas Joachimi, berichten, wie oft es in Steinbrücken in dieser Legislatur eine Sitzung des Ortschaftsrates gegeben habe: Joachimi wußte natürlich Bescheid: „Keine, zumindest gibt es kein Protokoll!“ Also alles klar und Jendricke verbittet sich eine solche energische Diskussion.

In dem Ortsteil sei im Rahmen der Dorferneuerung in den vergangenen Jahren viel passiert, wußte Dr. Manfred Schröter (CDU) während der heutigen Sitzung des Hauptausschusses zu berichten. Er erinnere sich noch an den Beginn der 90er Jahre des vorigen Jahrtausends, da habe man Steinbrücken eigentlich unter Denkmalschutz stellen müssen.

Jetzt empfahl Karin Busch erst einmal, dem Herr Kruse Zeit zur Beruhigung zu geben. Wenn er denn nicht wieder seinen Rücktritt ankündigt...
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
04.02.2009, 19:41 Uhr
Arroganz,
anders kann man es nicht mehr bezeichnen, was da so alles aus dem Nordhäuser Rathaus kommt.

An der Unzufriedenheit im eingemeindeten Dorf Steinbrücken soll also der Ortsbürgermeister schuld sein. Um das zu untermauern wird recherchiert, wie oft dort der Ortschaftsrat getagt hat. Und Herr Jendricke verbittet sich solche Diskussionen. Alles klar, die sind selbst schuld in Steinbrücken.

Um es vorweg zu nehmen, ich wohne nicht in Steinbrücken, bin aber hin und wieder mal dort und kann die großen "Dorferneuerungsmaßnahmen" made by Stadt Nordhausen live betrachten. Den Herren Jendricke und Dr. Schröter empfehle ich, das auch mal zu tun.

Steinbrücken ist das Paradebeispiel für verfehlte Eingemeindungspolitik der Stadt Nordhausen. Das der Ortschaftsrat dort nicht mehr tagt, ist nicht das Ergebnis non Faulheit auf grund Zufriedenheit, sondern von stetiger Ignoranz der Probleme des Dorfes durch den Nordhäuser Stadtrat.

Herrn Schröter sei noch gesagt, Anfang der 90er hatte man nicht nur Steinbrücken unter Denkmalschutz stellen können. Ich kenne da auch Ecken in Nordhausen, die dieses Prädikat verdient hätten. Um diese Ecken hat sich der Nordhäuser Stadtrat gekümmert, um Steinbrücken jedoch nur halbherzig. Ist ja auch weit weg vom Kerngebiet der Stadt.

MH
Willi
04.02.2009, 22:03 Uhr
@Hubertus
Für alle unwissenden wäre es doch schön zu wissen, was sie kritisieren?! Pauschale Kritik alias Rundumschlag bringt doch nichts. Also, was ist denn schief gelaufen in Steinbrücken (verfehlte Eingemeindungspolitik)
Ach, und wenn sie schon darauf hinweisen nicht in Steinbrücken zu wohnen, wo denn dann?
Peppone
04.02.2009, 23:15 Uhr
@Willi, wenns hilft,
ich wohne in Heringen. Nette und schicke Kleinstadt in der Goldenen Aue. Nicht weit weg von Steinbrücken.

Was in Steinbrücken schief gelaufen ist? Fahren Sie doch einfach mal hin und schauen es sich an! Vielleicht fällt ihnen ja auch ein Unterschied zum Nordhäuser Kerngebiet auf. Und Rundumschlag? Ich sage immer, wer A sagt, der muss auch B sagen. Wer eingemeindet, der muss auch alle Bürger gleich behandeln. Oder sehen Sie das anders Willi?

Wo wohnen Sie denn Willi?

MH
Willi
05.02.2009, 08:50 Uhr
@Hubertus
Um als erstes ihre Frage zu beantworten: ich wohne in Nordhausen. Warum fällt es Ihnen so schwer, das auszudrücken was Ihnen in Steinbrücken missfällt? Wenn ich dorthin fahre kann es ja sein, dass das was Ihnen missfällt genau mir gefällt. Ist ja immer Geschmackssache, oder? Da Sie in Heringen wohnen, kann gut nachvollziehen, dass Ihnen die wachsende und immer stärker werdende Stadt Nordhausen missfällt. Schließlich hat die Stadt ja auch ihre Füller in Richtung Goldene Aue ausgestreckt. Wenn sich unser Landkreis in den kommenden Jahren, im Rahmen einer Gebietsreform, auflösen wird, werden sicher noch einige Gemeinden dazu kommen. Und was die Kritik von Herrn Kruse in Richtung Stadt angeht, so empfehle ich Ihnen, lesen Sie mal in der TA von heute. In Steinbrücken gibt seit einiger Zeit keinen funktionierenden Ortschaftsrat mehr. Genau das ist aber nötig wenn man politisch (mit-) gestalten will. Da reicht es nicht, wenn`s mal nicht läuft, schnell einen Schuldigen zu suchen und an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich denke mal, das man in Steinbrücken erst mal seine Hausaufgaben machen muss. Aroganz kann man der Stadtverwaltung da nicht vorwerfen!

Zitat aus der TA von heute (5.2.): „....Welche Probleme? Fragt man sich nun im Nordhäuser Rathaus. In Steinbrücken habe es seit Jahren keine Ortschaftsratssitzung gegeben, weiß Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD).....“
Der Roland
05.02.2009, 09:25 Uhr
Was soll
Lieber Willi, was sollen die Zitate aus der TA, das war alles in der nnz nachzulesen. Bereits gestern - in diesem Artikel, zu dem hier diskutiert wird:

"Unverständnis herrschte denn heute auch bei der kritisierten Rathausspitze und Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) ließ denn auch gleich den Ortsteilbeauftragten der Verwaltung, Thomas Joachimi, berichten, wie oft es in Steinbrücken in dieser Legislatur eine Sitzung des Ortschaftsrates gegeben habe: Joachimi wußte natürlich Bescheid: „Keine, zumindest gibt es kein Protokoll!“ Also alles klar und Jendricke verbittet sich eine solche energische Diskussion."

Soweit das Zitat aus der nnz.
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