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Di, 18:40 Uhr
03.03.2009

nnz-Forum: LINKE Opposition formiert

Als ob die LINKE im Landkreis Nordhausen nicht schon genügend Arbeit mit der Vorbereitung der Wahlen in diesem Jahr hat, so kommt jetzt auch noch Trouble aus Bleicherode dazu...


Am 25. Februar 2009 fand die Gründungsversammlung einer zweiten Basisorganisation der LINKEN im Bereich Bleicherode/Südharz statt. Unüberwindbare Meinungsverschiedenheiten zwischen Vertretern der Parteibasis und Vertretern der LINKEN Stadtratsfraktion in Bleicherode führten zwangsweise zu diesem Schritt.

Die neue Basisorganisation steht allen Mitgliedern und Sympathisanten offen, die Inhalte LINKER Politik ehrlich umsetzen wollen; die eine offene, faire und konstruktive Arbeit auf gleicher Augenhöhe miteinander verbindet im Sinne der LINKEN. Sie steht Menschen offen, die sich trotz notwendiger Kompromissbereitschaft auf kommunaler Ebene nicht zum Mehrheitsbeschaffer für andere Parteien machen; Bürgern, denen Kompetenz und Durchsetzungsvermögen ihrer gewählten Kommunalpolitiker wichtig sind.

Die neue Basisorganisation steht jungen Menschen offen, die mit gewünschter Kreativität und Unverbrauchtheit die Erfahrung und Solidität der Älteren ergänzen; jungen Menschen, die mit neuen Ideen einen dringend notwendig gewordenen Generationswechsel der Dauerkandidaten in Gang setzen.

Sie soll alle die vereinen, denen ein Gerangel um begehrte Listenplätze zuwider ist. Ein Gerangel, dass nicht der Sache LINKER Politik dient, sondern nur dem Verfolgen persönlicher Interessen zur Wahrung gut dotierter Besitzstände.

Für uns als LINKE Opposition hat der Kampf um soziale Gerechtigkeit für alle Menschen oberste Priorität - nicht als Lippenbekenntnis in Wahlkampfzeiten, sondern in täglicher Arbeit an der Basis. Entscheidungen der Kommunalpolitik müssen für den Bürger getroffen werden, müssen für ihn transparent und nachvollziehbar sein.
Ralf Beyer, Bleicherode
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Real Human
04.03.2009, 12:44 Uhr
Hoffnungsschimmer?!
Endlich!!! Vielleicht formiert sich jetzt ein ernst zu nehmender junger Widerstand in der Partei die zumindest im Landkreis Nordhausen als ein Bündnis von relativ jungen Karrieristen und alten halb eingeschlafenen Abnickern in Erscheinung getreten ist.
Hoffentlich vergesst ihr nie, dass Inhalte weit wichtiger als Personalien sind!

Auch wenn ich nicht religiös bin, hier eine nicht ganz so blöde Spruchweisheit in abgewandelter Form mit auf den steinigen Weg:

Herr, gib mir Kraft, Dinge zu tun, die ich ändern kann.
Gib mir rechtzeitig die Weisheit, von Dingen abzulassen, die ich SO nicht ändern kann.
Peppone
05.03.2009, 21:40 Uhr
Da ist für jeden etwas dabei Herr Beyer,
deshalb scheint es, das man die LINKE wählen muss. Wenn es so einfach wäre, wie von den Organisatoren dieses Beliebigkeitsspektakels gewünscht, müsste man letztendlich zu diesem Schluss kommen.

Man hat ja zwei Möglichkeiten:

1. Wer Realpolitik in einer Demokratie möchte, die fast immer aus Konsens besteht, der wählt ganz einfach die "Mehrheitsbeschaffer".

2. Wem das nicht gefällt, der schließt sich ganz einfach der neu gegründeten Basisgruppe des Herrn Beyer an. Dort gibts dann Fundamentalopposition vom Feinsten. Dort gehts nur darum, bloß keiner "Systempartei" die Mehrheit zu beschaffen.

Und als "Häppchen oder Schmankerl" wird die Bedienungsanleitung für diese neue Basisgruppe gleich mitgeliefert: Zitat "... Sie steht Menschen offen, die sich trotz notwendiger Kompromissbereitschaft auf kommunaler Ebene nicht zum Mehrheitsbeschaffer für andere Parteien machen..."

Na was denn nun, lieber Herr Beyer? Trotz notwendiger Kompromissbereitschaft und vernünftiger Beschlüsse darf man nicht Mehrheitsbeschaffer werden? Wie stellen Sie sich denn Politik und in diesem konkreten Fall Kommunalpolitik eigentlich vor?

Und noch so ein wohlklingendes nicht widerlegbares Zitat: "Sie soll alle die vereinen, denen ein Gerangel um begehrte Listenplätze zuwider ist..."

Werden diese Listenplätze in ihrer Basisgruppe dann ausgewürfelt oder legt ein Gremium von Urdemokraten unter Führung eines Oberdemokraten diese Listenplätze fest? Oder gibt es gar keine Listenplätze mehr? Was wäre die Alternative dazu?

Fragen über Fragen! Soviel zum Thema Lippenbekenntnisse in Wahlkampfzeiten. Ich nehme mal an, Sie können alle ihre aufgestellten Thesen transparent für den Wähler darlegen. Vor allem die Thesen über notwendigen Kompromiß, bei denen nicht mit einer absoluten Mehrheit ihrer Basisgruppe zu rechnen ist. Das dürften dann rein pragmatisch betrachtet ja wohl alle sein. Also bitte, wie wollen Sie hier regional Politik machen?

Für mich war es bis jetzt nur ein Blick in einen Tunnel. Das muss aber nichts heißen, ich gehöre nämlich zu keiner der beiden "beliebigen" Basisgruppen. Um ganz ehrlich zu sein, ich gehöre nicht mal zur LINKEN. Es interessiert mich aber, was Sie vorhaben!

MH
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