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Sa, 18:45 Uhr
18.04.2009

Spannung und typischer Ausgang

Eine stark ersatzgeschwächte Wacker-Elf hatte heute in der Thüringenliga den SV Steinach zu Gast. Und der hatte erst vor einer Woche in Sondershausen gewonnen. Wie das Duell der alten Rivalen ausging verrät Ihnen Olaf Schulze.

„Elf Freunde müsst ihr sein“ heißt es so schön in der Fußballersprache. Wacker-Trainer Burkhard Venth hatte heute Nachmittag große Mühe, auf eine so hohe Anzahl an Spielern zu kommen. Die Verletztenliste ist lang und prominent: Schönberger, Wiegleb, T. Steinberg, Hirschelmann, Lattmann, Pohl. Angeschlagen ins Spiel gingen Pistorius, Taute und Hurt. „Unter der Woche konnten wir kaum trainieren“, stöhnte Venth in der Pressekonferenz und fügte an: „Wenn mir vor dem Spiel jemand das Ergebnis genannt hätte, wäre ich durchaus zufrieden gewesen.“ Aber es kam anders als gedacht.

Beide Teams begannen nervös und neutralisierten sich in der ersten Hälfte. Chancen auf beiden Seiten: Steinachs Konter in der 8. Min macht Greschke zunichte, Nico Steinbergs Kopfball zischt in der 13. am Pfosten vorbei; Alu Töpfers Fernschuss verfehlt in der 15. Min sein Ziel. Dann hat Torsten Klaus seine drei Chancen, die er nicht nutzen kann. Greschke muss in der 36. gegen den allein vor ihm auftauchenden Gröger retten, die anschließende Ecke versucht Stepanek mit einem Kopfball zu veredeln, aber der zischt am Wacker-Gehäuse vorbei. So geht es weiter bis zur Pause, nichts Zwingendes, aber auch kein langweiliges Spiel.

Nach der Pause kommt Wacker energischer vors Steinacher Tor, aber dicke Chancen ergeben sich nicht. Dafür schieben sich die Abwehrspieler wie schon gegen Erfurt plötzlich am eigenen Strafraum die Bälle quer hin und her und der SV Steinach wird stärker. Wacker in dieser Phase mit Entlastungskontern über den vorbildlich kämpfenden Kapitän Sven Pistorius. Dessen blitzsaubere Hereingabe von rechts rutscht Klaus über den Scheitel. Fast im Gegenzug köpft Stephan Hoffmann sehr energisch und erfolgreich – den Ball von der eigenen Torlinie.

Immer wieder ist es Pistorius über rechts, der die Steinacher durcheinander wirbelt und immer wieder ist es Wackers einziger Stürmer Torsten Klaus, der daraus kein Kapital schlagen kann.

Als sich die 216 zahlenden Zuschauer (Saisonminusrekord bei Tabellenplatz 3 – richtig verstehen kann man das eigentlich nicht!) schon auf ein torloses Remis einzustellen beginnen, köpft Nico Steinberg nach einer Ecke den Ball durch den ganzen Strafraum ins lange Eck des Steinacher Tors. Torhüter Möller hat keine Chance, es steht 1:0. Das ist Nicos 2. Tor im 2. Spiel - eine gute Bilanz! Der Stadionsprecher nennt den Schützen vor lauter Aufregung gleich mal „Steinbach“.

Jetzt aber kommt Steinach und die Chancen für Wacker, mit Kontern zum Erfolg zu kommen, häufen sich. Pistorius kann zwei Hochkaräter nicht versenken, Torsten Klaus hat drei Minuten vor Abpfiff die Entscheidung auf dem Fuß, lässt sie aber aus.

Und so kommt es, wie es kommen muss: Der umsichtige Steinacher Kapitän Björn Sesselmann wird an der Strafraumecke angespielt und in Ermangelung eines Gegenspielers, der ihn stören könnte, packt er den sprichwörtlichen Hammer aus und jagt das Leder ins entfernte äußere Eck des Wacker-Tores. 1:1!

Kurz darauf pfeift Eugen Ostrin ab und Steinach hat erneut in Nordthüringen gepunktet. Dafür, dass die Jungs aus dem Thüringer Wald bis vor drei Wochen noch in der Halle trainierten und am Donnerstag das erste Mal in diesem Jahr ihr Stadion betraten, haben sie sich gut verkauft. Und bei Wacker muss man einsehen, dass es äußerst schwierig ist zu gewinnen, wenn der einzige Stürmer einen rabenschwarzen Tag hat. Aber schon kommenden Samstag kommt der nächste Gegner in den Albert-Kuntz-Sportpark: Rudisleben-Arnstadt.


Trainerstimmen:

Uwe Leutbecher (SV Steinach 08):
Es war ein zerfahrenes Spiel. Wir wollten die Räume eng machen, die Nordhäuser nicht ins Spiel kommen lassen. Das ist uns teilweise ganz gut gelungen. Ärgerlich, dass das Tor gegen uns aus einer Standardsituation fiel. Schade auch, dass wir aus unseren eigenen Chancen nicht mehr machen konnten. Wacker hatte die bessere Spielanlage und sie mussten kommen. Wir wollten kontern. Wir sind mit dem Punkt sehr zufrieden.

Burkhard Venth (FSV Wacker 90):
Die ganze Vorbereitung bei uns lief sehr schlecht. Ich hatte unter der Woche teilweise nur fünf gesunde Spieler zum Training. Neben den ausgefallenen Pohl, Lattmann, T. Steinberg und Wiegleb waren und sind einige Spieler angeschlagen. Das hat man auch gesehen, die Mannschaft war geistig und körperlich nicht frisch. In der 2. Halbzeit haben die Jungs mehr gezeigt, als ich ihnen heute zugetraut hatte. Der junge Marcus Vopel hat seine Sache sehr gut gemacht, Stephan Hoffmann hat gegen den ausgebufften Stepanek stark gespielt, aber er hat uns dadurch in der Vorwärtsbewegung gefehlt. Vorbildlich auch, wie Sven Pistorius gearbeitet hat. Von Torsten Klaus hätte heute mehr kommen müssen, gerade weil einige andere nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Nach dem 1:0 hatten wir drei glasklare Chancen, da hätten wir die Entscheidung herbeiführen müssen, so sind wir am Ende noch bestraft worden
Autor: nnz

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Kommentare
karo
18.04.2009, 19:56 Uhr
Stadionsprecher kennt Namen der eigenen Spieler nicht!
Aufregung hin oder her, aber das der Stadionsprecher die Namen der eigenen Mannschaft nicht richtig wieder gibt ist ja wohl ein Witz!
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