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Mo, 14:41 Uhr
27.04.2009

Fürsprache von FDP-Mitglied

Am Samstag wählte der Landesverband der Partei DIE LINKE seine Landesliste für den Bundestag. Auch Alexander Scharff stellte sich den 115 anwesenden Delegierten und punktete mit seinem Engagement gegen Rechtsextremismus, gegen Kinderarmut und seinen vielfältigen Standpunkten, die er für seine Partei seit Jahren vertritt...


Nachdem er den vom Landesvorstand vorgeschlagenen Sozialrichter Jens Petermann in eine Stichwahl zwang, erreichte Scharff Listenplatz 8. "Dieser Listenplatz ist ein Zeichen, dass die Basis der Partei hinter mir steht. Mit diesem Rückenhalt kann ich nun einen konsequenten und engagierten Wahlkampf führen", so Scharff gegenüber der nnz.

Und tatsächlich, etwas Besonderes war seine Vorstellung schon. Scharff sprach von politischen Flügeln, die ihm in den vergangenen sieben Jahren aktiver Arbeit in der PDS und später der LINKEN gewachsen seien. Weiter versprach er, dass der Flug mit diesen Flügeln eine Punktlandung im Plenarsaal in Berlin wird, sofern ihm die Delegierten ihre Stimmen schenken.

Neben einem Vertreter der ehemaligen Bike Systems GmbH, sprach sich die Landtagsabgeordnete Susanne Hennig und zur völligen Überraschung ein FDP-Mitglied am Saalmikrofon 1 für seine Kandidatur aus. Der Redner begann mit den Worten "Ich habe zwar ein gelbes Parteibuch..." und berichtete weitergehend über Alexander Scharffs Wirken gegen Kinderarmut, gegen Rechtsextremismus und soziale Projekte. Fern der Parteipolemik, sei Scharff somit Parteiübergreifend wählbar und eine Bereicherung, meinte der Herr mit dem gelben Parteibuch.

Mit seiner Kandidatur hat Alexander Scharff auf Landesebene auf sich aufmerksam gemacht und sich für eine zukünftige Bundestagskandidatur empfohlen. Der Kreisverband wird ihn auf diesem Weg unterstützen, versichert sein Sprecherkollege Rainer Bachmann.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
27.04.2009, 19:24 Uhr
Vorsicht! Lob von der FDP?
Mein Großvater sagte mir immer: „Wenn du von deinem Nebenbuhler gelobt wirst, dann hast du etwas falsch gemacht!“ Nun in dem Artikel bekommt Alexander Scharff viel Lob von Vertretern der FDP, und das gibt mir mächtig zu denken.

Ich hatte zwar mal geschrieben, dass Frau Grünwald und Frau Haase vielleicht eher in die FDP passen würden mit ihren Ansichten, oder besser gesagt mit ihren Tätigkeiten. Sie wissen noch lieber Leser, Frau Grünwald ist für die Durchsetzung der Hartz-IV-Gesetze verantwortlich, solange sie in die Belange des Landkreises fallen. Und Frau Haase leitet eine gGmbH, die mit Ein-Euro-Jobbern arbeitet, bei deren Einsatz in vielen Bereichen ich so meine Bedenken habe.

Aber kommen wir nun zu Herrn Scharff. Ein FDP-Mitglied lobt seine Arbeit über den grünen Klee, so viel Lob bekommt er von manchen aus seiner eigenen Partei nicht. Jetzt werden die Genossen dem kräftig widersprechen – sollen sie ruhig. Könnte es sein, dass die FDP ein gewisses Interesse an Alexander Scharff hat? Nachdem man bei der CDU so erfolgreich die jungen Mitglieder abgeworben hat, geht man dazu über die Netze bei den anderen Parteien auszuwerfen.

Eins dürfte Herrn Scharff klar sein, wenn er den Sprung in den Bundestag nicht schafft, dann hat er in absehbarer Zeit keine großen Chancen bei der Linkspartei mit ihren verkrusteten Strukturen. In der Partei werden junge Leute vergrault, wenn sie sich den Vorgaben der alten Veteranen nicht beugen.

Dann greift man lieber auf sehr alte Personen zurück, bei den man sich der Gefolgschaft sicher ist.
Sebastian Drechsler
28.04.2009, 08:04 Uhr
Unsinn!
1. Loni Grünwald muss die Hartz-IV-Gesetze
umsetzen – eine übertragene Aufgabe.
2. Bezüglich Frau Haase gilt es zu verweisen, dass
die Linke für einen öffentlich-geförderten
Beschäftigungssektor eintritt. Nur müsste
dementsprechend gewählt werden.
3. Alexander Scharff ist ein kompetenter junger
Mann, in meinem Alter, er weiß Inhalte zu
vertreten und man spürt es könnten auch seine
eigenen sein. Ein Lob von einem Menschen aus
einer anderen Partei zu bekommen, zeigt das er
über die Linke hinaus wählbar ist. Irgendwelche
komischen Vorgaben gibt es für Alexander
Scharff definitiv nicht, schließlich ist es meine
Partei die mit ihm in den Wahlkampf zieht.
4. Die Linke in Stadt und Nordhausen schenkt
gehäuft jungen Menschen Vertrauen auch bei
Kreistags- und Stadtratswahl. Andere Parteien
haben das nicht geschafft, dort werden die Haare
immer grauer!
Real Human
28.04.2009, 12:49 Uhr
Wer mit dem Teufel essen will,
... muss einen langen Löffel haben.

ERSTENS:
Loni Grünwald MUSS gar nichts – höchstens, wie jeder von uns, einmal sterben. Vorher sollte sie jedoch einmal als Demokratische Sozialistin Bilanz ziehen. Als solch jemand muss man allerdings mindestens den real existierenden Kapitalismus bekämpfen. Sie aber trägt im Landkreis Nordhausen durch die Umsetzung der Hartz-Gesetze ganz wesentlich zu dessen Stabilisierung bei!
Aber hoho! Seit die Partei des Demokratischen Sozialismus am 16. Juni 2007 die WASG „gefressen“ (Formulierung von Günther Dietrich) hat, heißt sie ja nur noch DIE LINKE Punkt! Seit dem ist höchstens noch verbindlich, dass sie nach der politischen Gesäßgeografie links von der SPD steht.

ZWEITENS:
Auch Frau Haase ist mit ihrer gGmbH ein hervorragender Systemstabilisator. Auf der einen Seite gibt sie denen Arbeit und vielleicht auch wieder Selbstwertgefühl, die in der „Freien Marktwirtschaft“ (Kapitalismus) „überflüssig“ sind. Andererseits stabilisiert sie aber das System, indem sie dafür sorgt, dass die Ausgestoßenen nicht auf dumme – vielleicht revolutionäre – Gedanken kommen. Wäre es anders, so würde sie auch einmal Vertreter der eigenen Partei oder von Attac zu Vorträgen in ihre gGmbH einladen. Das darf sie natürlich nicht!? Wäre sie eine Revolutionärin, so würde sie dies kreativ – wie die Sozialdemokraten unter Bismarck – unter falschem Vorwand dennoch tun.
Aber hoho! Stand DIE LINKE mit ihren Vorgängerparteien seit 1945 jemals in einer revolutionären Tradition? Die weitaus größte Mehrheit der Nordhäuser Linken war vor 1990 Mitglied der SED, einer Partei, die treu ergeben alles umsetzte, was die KPdSU als Leitlinie vorgab – bis Michael Gorbatschow deren Generalsekretär wurde! Wenn eine ideologische Kastratendiktatur eine revolutionäre Tradition verkörpert, so steht DIE LINKE natürlich in einer solchen.
Eine wichtige Leitlinie der Nordhäuser Linken heißt folgerichtig traditionsgemäß: „Alles u m s e t z e n, was von Oben befohlen wird!“

DRITTENS:
Eine weitere aus der SED übernommene Tradition heißt PARTEIKARRIERE. Inhalte sind nur Nebensache. Auf die Personen und ihre Machtpositionen kommt es wirklich an (leider übrigens in jeder Bundes- und Landtagspartei). Alexander Scharff ist mir bisher im Wesentlichen nur durch populistisches Nazi-Bashing aufgefallen. Nazi-Gedankengut bekämpft man aber am wirkungsvollsten, indem man ihm den Nährboden – den gegenwärtigen Turbokapitalismus – entzieht. Wer es nicht glaubt, der schaue sich einmal an, wie der moderne „Nationalsozialismus“ die Themen „Globalismus“ usw. für sich sehr effektiv zu nutzen versteht!
Keine Frage, Alexander Scharff hat politisches Talent. Hoffentlich hat er auch politischen Charakter! Oder passt so etwas nicht in die Politik? Schon mancher ist als kleiner Revoluzzer gestartet und wie Gerhard Schröder gelandet.

VIERTENS:
Spätestens seit Gerhard Schröders Graue-Haare-Prozess wissen endlich die meisten:
Es kommt darauf an, was IM Kopf wächst.
H.Buntfuß
28.04.2009, 15:59 Uhr
UNSINN VON WEM?
Wie „Dubtschekisto“ schon schreibt, Frau Grünwald m u s s die Hartz-Gesetze nicht umsetzen. Und um es gleich vorweg zu nehmen, die Hartz-Gesetze wären ohne Frau Grünwald nicht härter, wie es die Linkspartei den Wähler gern glauben machen möchte.

Eine andere Frage: Wieviel steuerpflichtige Arbeitsplätze wurden durch den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor, den Frau Haase leitet, schon vernichtet? Steht „DIE LINKE“ dafür Arbeitsplätze zu vernichten, damit man die Arbeitslosen dann bei Lift und Horizont unterbringen kann?

Kommen wir zum Alter in Ihrer Partei. Ist es nicht so, dass die jungen Leute, von den Sie sprechen, die Kinder oder Verwandten von den alten Mitgliedern sind? Werden sie eingeführt um später einmal einen guten Posten oder einen guten Arbeitsplatz zu bekommen? Aber das zu entscheiden, steht mir nicht zu, das überlasse ich dem Wähler.

Zu Herrn Scharff: Wenn Sie sagen, es gibt keine „komischen Vorgaben“, dann habe ich ein flaues Gefühl im Magen. Aber die Zeit nach der Bundestagswahl wird zeigen wohin der Weg führt.

„Dubtschekisto“ darf natürlich von der deutschen Linken keine „Revolution“ erwarten, denn schon Klaus Ernst (ehemals WASG) verlangte von seinen Genossen, nicht mit zu vielen sozialen Forderungen in den Wahlkampf zu gehen, da dies der Partei schaden könne.
Sebastian Drechsler
28.04.2009, 21:44 Uhr
So nun auch nicht
Ihre Aussagen kann ich so definitiv nicht stehen lassen.

1. Die Hartz-IV-Gesetze fallen in die Gesetzgebungskompetenz des Bundes. In diesem Falle greift besonders Artikel 84 GG – also die Durchführung von Bundesgesetzen, zuvor Artikel 70 GG ff. Die Beigeordnete des Landkreises Loni Grünwald steht auf der ausführenden Seite innerhalb der Gewaltenteilung der Bundesrepublik Deutschland.
2.Ein Öffentlich geförderter Beschäftigungssektor (ÖBS) im Sinne der Linken ist definitiv etwas anderes als Sie sich vorstellen. Jetzt gibt es diese ominösen Ein-Euro-Jobs mit einer Mehraufwandsentschädigung. Gängige Regelungen wie in einem normalen Arbeitsverhältnis gibt es hier nicht. Auch Zahlungen in die Sozialversicherung fließen aufgrund der Mehraufwandsentschädigung nicht. Ein-Euro-Jobs sind entwürdigend. Ziel im Sinne der Linken ist eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (http://www.linksfraktion-berlin-mitte.de/content/view/96/1/).
3. Wir können gern alle den Kapitalismus, so turbomäßig er auch ist, bekämpfen. Dann sorgen Sie z. B. dafür das morgen auf allen Kontinenten, in allen Ländern dieser Erde alles lahm gelegt wird – kein Aktienhandel auf den Banketts stattfindet, Banker von der Arbeit abgehalten werden, gierige Rohstoffprofiteure in der dritten Welt abgehalten werden, diese zu verkaufen. Wir können gern alle gegen den Kapitalismus kämpfen, nur dann sollte man sich einig sein.
Peppone
29.04.2009, 01:24 Uhr
Warum so kompliziert,
S.D? Die Aussage der bisherigen Kommentatoren war doch, dass niemand eine Politikerin oder einen Politiker der Linken dazu zwingt, geltende Gesetze der Bundesrepublik Deutschland u m z u s e t z e n!

Recht haben sie (die Kommentatoren!) mit ihrer Behauptung, dass die Linke hier zur Zeit, ganz besonders in der Kommunalpolitik auf "jeder Hochzeit" tanzt!

Persönlich finde ich das, als Befürworter der Demokratie, ja auch gar nicht verkehrt, im Gegenteil! Letztendlich zeugt es von gesundem Menschenverstand, dass ihre Parteimitglieder versuchen, Kommunal-, Landes- oder Bundespolitik zu machen.

Nur was ich verwerflich empfinde ist, dass ihre Parteimitglieder so tun, als ob sie mit der durchgeführten Realpolitik nichts, aber auch gar nichts am Hut hätten. Das ist Opportunismus der allerersten Sahne!

Da können Sie hier noch so viele Gesetze zitieren, das kauft Ihnen keiner mehr ab! Im Landkreis und in der Stadt Nordhausen spielt die Linke eine gewichtige Rolle, die Linke ist und war, selbst bei TVN, überall mit drinn und macht kräftig Politik! Also tun Sie bitte nicht so, dass nur immer Andere an allen Problemen Schuld sind!

Seien sie mal ehrlich zu sich selbst!
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