Mi, 12:05 Uhr
29.04.2009
Immer mehr Mini-Jobs
Eine steigende Zahl von Mini-Jobs ohne ausreichende Altersabsicherung hat die Industriegewerkschaft IG Bau für den Landkreis Nordhausen zu beklagen. Die nnz mit den aktuellen Zahlen...
So habe in den vergangenen Jahren die Zahl der Geringverdiener im Landkreis Nordhausen um mehr als 22 Prozent zugenommen. Im Jahr 2001 hatten hier 2.530 Beschäftige ausschließlich einen Job von bis zu 400 Euro im Monat. Im vergangenen Jahr waren es bereits 3.089, sagt Wilfried Grams, Vorsitzender des IG BAU-Bezirksverbands Nordthüringen, und verweist dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.
Immer öfter verdrängten Mini-Jobs reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Insbesondere im Gebäudereinigerhandwerk seien geringfügige Beschäftigungsverhältnisse an der Tagesordnung.
Dies ist eine fatale Entwicklung. Mini-Jobs bedeutet auch Mini-Renten. Wer schon heute nicht genug verdient, um über die Runden zu kommen, der geht im Alter erst recht am Bettelstab, so der Gewerkschafter. Auch Langzeitarbeitslose und Menschen mit Erwerbsminderung seien die Armutsopfer von morgen. Die Rente mit 67 mache das Problem noch schlimmer, weil sie den Rentenanspruch der Menschen nach hinten schiebe.
Wilfried Grams betont: Drohende Altersarmut, zu wenig sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, zu viele Billigjobs und Niedriglöhne – damit dürfen sich die Menschen nicht einfach abfinden. Deshalb ruft der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende zur aktiven Teilnahme an den Veranstaltungen des DGB und seiner Einzelgewerkschaften zum 1. Mai auf. Die Beschäftigten müssten im Superwahljahr ein deutliches Signal setzen. Grams: Wenn nicht jetzt, wann dann...?
Autor: nnzSo habe in den vergangenen Jahren die Zahl der Geringverdiener im Landkreis Nordhausen um mehr als 22 Prozent zugenommen. Im Jahr 2001 hatten hier 2.530 Beschäftige ausschließlich einen Job von bis zu 400 Euro im Monat. Im vergangenen Jahr waren es bereits 3.089, sagt Wilfried Grams, Vorsitzender des IG BAU-Bezirksverbands Nordthüringen, und verweist dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.
Immer öfter verdrängten Mini-Jobs reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Insbesondere im Gebäudereinigerhandwerk seien geringfügige Beschäftigungsverhältnisse an der Tagesordnung.
Dies ist eine fatale Entwicklung. Mini-Jobs bedeutet auch Mini-Renten. Wer schon heute nicht genug verdient, um über die Runden zu kommen, der geht im Alter erst recht am Bettelstab, so der Gewerkschafter. Auch Langzeitarbeitslose und Menschen mit Erwerbsminderung seien die Armutsopfer von morgen. Die Rente mit 67 mache das Problem noch schlimmer, weil sie den Rentenanspruch der Menschen nach hinten schiebe.
Wilfried Grams betont: Drohende Altersarmut, zu wenig sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, zu viele Billigjobs und Niedriglöhne – damit dürfen sich die Menschen nicht einfach abfinden. Deshalb ruft der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende zur aktiven Teilnahme an den Veranstaltungen des DGB und seiner Einzelgewerkschaften zum 1. Mai auf. Die Beschäftigten müssten im Superwahljahr ein deutliches Signal setzen. Grams: Wenn nicht jetzt, wann dann...?


