nnz-Forum: Hunderttausend in Berlin
Es waren nur 100.000 Menschen, die am Wochenende nach Berlin gekommen waren, aber ihr Protest war weithin zu hören. Viele Sprechchöre hallten durch die Hauptstadt der deutschen Nation. Aus Nordhausen, war man mit zwei großen Bussen nach Berlin aufgebrochen...
În Berlin demonstriert (Foto: Buntfuß)
Eins musste ich hier leider wieder betonen: Es waren wie so oft nur ältere Personen an Bord der Busse. Haben die jungen Leute kein Interesse an ihrer Zukunft, die hier mutwillig von unseren regierenden Politikern zerstört wird?
In Berlin an der Gedächtniskirche angekommen, war ich dann erstaunt, wie viel junge Leute den Weg nach Berlin gefunden haben. Jugendliche aus anderen Regionen zeigen also mehr Interesse an den gegenwärtigen katastrophalen Zuständen in der Republik. Nachdem die verschiedenen Redner und Rednerinnen ihren Standpunkt zur Krise und der Politik dargelegt hatten, formierte sich der Demonstrationszug.
În Berlin demonstriert (Foto: Buntfuß)
Der Marsch führte über die Hardenbergstraße, über die Straße des 17. Juni und hier traf man sich am Großen Stern in dessen Mitte die Siegessäule steht, mit den Demonstrationszug, der sich am Hauptbahnhof formiert hatte. Die Reden drehten sich um die derzeitige Krise, und das Missmanagement der jetzigen Regierung. Weiterhin thematisiert wurden die Streiks der KITA- Angestellten und die kommenden Arbeitsniederlegungen der Bauarbeiter. Der Chef der IG-BAU Herr Wiesehügel kündigte einen harten – und wenn es sein muss – langen Streik an.
Man kann nicht verstehen, dass Millionen dafür ausgegeben werden, um die Stadien mit Kunstrasen und Heizung auszustatten, während bei der Bildung die Gelder gekürzt werden. Die Schulen seien in maroden Zuständen, so Wiesehügel. Angeprangert wurde die Steuerpolitik der Regierung und das Versprechen der Kanzlerin die Steuern nach der Wahl zu senken. Es wurde als das entlarvt, was es ist, reiner Wahlkampf der CDU. Eins muss uns klar sein, wenn die CDU, SPD und FDP von Steuersenkung sprechen, haben sie nicht die Steuern der Arbeitnehmer im Sinn.
În Berlin demonstriert (Foto: Buntfuß)
Von der Gewerkschaft kommt die Forderung die Steuern dort zu senken, wo es nötig ist, nämlich beim normalen Arbeiter, so dass er wieder mehr Netto in der Tasche hat. Der Ruf nach Mindestlohn wird immer lauter. Der Bürger benötigt Geld, damit er etwas ausgeben kann und letztendlich die Wirtschaft wieder ankurbelt.
Wo es hinführt, wenn man die Löhne immer weiter kürzt und den Reichen enorme Steuergeschenke macht, zeigt wohl die gegenwärtige Situation am besten. Was macht unsere Regierung in so einer prekären Lage? Wieder einmal genau das Falsche, nämlich genau das, was ihnen die für die Krise Verantwortlichen vorflüstern.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
90Modern
20.05.2009, 08:37 Uhr
Zwang zur Fahrt nach Berlin
Die Fahrt nach Berlin war für einige Teilnehmer Zwang. 1€ Jobber würden gezwungen mitzufahren ohne das Sie es wollten. Wollte ein Teilnehmer nicht mitfahren musste er eine schriftliche Stellungnahme abgeben warum er nicht an den Demonstrationszug Mitteilnehmen will. Viele 1€ Jobber hatten Angst das Sie Ihren 1€ Job verlieren wenn Sie nicht Mitfahren. Einzelne Teilnehmer hatten den Mut sich dagegen zu wieder setzen und sind nicht Mitgefahren. Diese Teilnehmer wurden im Nachhinein schlecht gemacht bei den Kollegen.
Irgendwie erinnert mich die Sache an die DDR Zeiten da war das ja auch gang und gebe. Wo die Menschen zum 1. Mai zu Demonstration gezwungen wurden. Ich nehme an das die Gewerkschaft und auch die Parteien wie die Linke und SPD versuchen Soziale Unruhen in Deutschland zu verbreiten. Außerdem wenn man davon ausgeht das nicht nur im Kreis Nordhausen Teilnehmer gezwungen wurden sonder auch in anderen Kreisen und Städten währe die Zahl der Teilnehmer in Berlin nicht so hoch.
Jimmy
20.05.2009, 09:23 Uhr
ZWANG
Also ich kann nur von mir sprechen ich wurde auf Arbeit gefragt ob ich nicht mitfahren möchte leider hatte ich an diesem tag schon etwas geplahnt und konnte somit nicht nach berlin,wenn es so stimmt wie herr/frau SOND gesagt hat wäre es ein skandal weilo mann so meine ich bei einer demo seine eigene meinung vertreten soll und nicht dazu gezwungen werden sollte die eines anderen zu vertreten,und was die Jugend angeht es ist doch kaum noch welche in Nordhausen weil hier ja kaum noch arbeit ist und diejenigen die noch hier sind die wollen damit nichts zu tuhen haben weil es so scheint das alles was gemacht wird nur für die reichen(oberen 10000)ist.
Gefundene rechtschreibfehler dürfen behalten werden.
Real Human
20.05.2009, 11:35 Uhr
Ross und Reiter nennen!
Sollte, wie SOND schreibt, auf Ein-Euro-Jobber so eine Art freiwilliger Zwang ausgeübt worden sein und sollten Verweigerer mit schriftlichen Stellungnahmen diszipliniert worden sein, so wäre dies tatsächlich mehr als skandalös! Ob eine solche Handlung strafrechtlich relevant ist, mögen – sofern ein Kläger vorhanden ist – Gerichte entscheiden. Wer solches behauptet, der sollte allerdings auch Beweise liefern, wenn er sich nicht der Gefahr aussetzen will, sich eine Verleumdungsklage einzufangen.
Wenn Sie, Herr oder Frau SOND, dies aber nicht wollen oder können, so müssen Sie sich gefallen lassen, zumindest moralisch in die Kategorie der Verleumder eingeordnet zu werden. Ich muss Sie jetzt bei Ihrer Ehre packen und Sie auffordern, ihre Behauptungen zu beweisen!
Nennen Sie Opfer und Täter beim Namen oder entschuldigen Sie sich!
Randbemerkung: Ich selbst gehöre keiner Partei an.
H.Buntfuß
20.05.2009, 15:42 Uhr
Naiv oder .........?
Es wundert mich schon, dass jemand durch die Blume die Gewerkschaft und die SPD bzw. DIE LINKEN beschuldigt, Ein Euro-Jobber unter Druck gesetzt zu haben. Es stellt sich die Frage, ob die Dame oder der Herr Sond das auch rechtskräftig beweisen kann.
Wenn ja, sollte er dann nicht Anzeige machen, wegen Nötigung oder sogar wegen Erpressung?
Sond behauptet ja, man hat den Ein-Euro-Jobbern damit gedroht, wenn sie nicht mit nach Berlin fahren, verlieren sie ihren Arbeitsplatz. Und das wäre dann ja wohl eine Angelegenheit für den Staatsanwalt.
Es hat niemand das Recht, andere Personen unter Zwang zu stellen, umgekehrt darf niemand andere grundlos beschuldigen, denn das erfüllt auch den Tatbestand einer Straftat (Verleumdung oder üble Nachrede).
Rubberduck
20.05.2009, 18:43 Uhr
Ansichten....
Da frage ich mich aber unter was für Umständen EGV´s bei der Agentur für Arbeit abgeschlossen werden.
Lehne einen EEJ mit EGV ab, da er dich tatsächlich beruflich in keinster Weise in den ersten Arbeitsmarkt zurückbringt und es wird dir mit Sanktionen gedroht!
Ich nenne diese Vorgehensweise Zwangsarbeit.
Nur mal so zum Thema Zwang!
90Modern
20.05.2009, 22:30 Uhr
Stellungnahme
Eine Bekannte von mir hat mir das erzählt. Sie Arbeitet als 1€ Jobber und ist mit nach Berlin gefahren und hat mir diese Situation erzählt. Eins möchte ich noch sagen ich habe nicht gesagt das "wer nicht Mitfährt nach Berlin das der jenige sein 1€ Job los wird ich habe nur gesagt das einige Angst hatten wenn Sie nicht Mitfahren Ihren Job verlieren. Ich
mosaic
20.05.2009, 23:10 Uhr
Richtig lesen und sachlich bleiben
Aus gegebenen Anlass mal ein paar grundsätzliche Bemerkungen zu der nicht selten vertretenen Stammtischqualität der hiesigen Kommentare.. Ich habe schon oft bemerkt, dass viele "Autoren" gern mit Beschuldigungen, unsachlichen Unterstellungen, Wort-im-Mund-Verdrehungen und persönlichen Beleidigungen arbeiten und ich kann auch kein Verständnis mehr dafür aufbringen, dass solche Kommentare dennoch veröffentlicht werden, weil es kein Niveau einer Tageszeitung sein kann, die sich evtl. Seriösität auf die Fahne schreibt. Bei der BILD ist das ja was anderes..
Unabhängig von dem diskutierten Thema, welches ich hier auch nicht weiter bewerten möchte, sollte trotz der dargestellten Konfliktsituation das Persönlichkeitsrecht gewahrt werden. Diese Plattform ist kein Pranger und auch kein Scheiterhaufen, auf dem Einrichtungen/Unternehmen, Mitarbeiter oder kommentierende Mitbürger verbrannt werden sollten. Hier haben konkrete Namen und Adressen nichts verloren, denn wer diese ohne Zustimmung in diesem Kontext veröffentlicht, hat im schlimmsten Falle erst recht eine Verleumdungsklage am Hals - sowohl die Redaktion der nnz als auch der ursprüngliche Informant. Dazu gibt es bereits Gerichtsurteile und das Abwägen des öffentlichen Interesses vs. Persönlichkeitsrecht obliegt hier nicht einzelnen Kommentatoren, sondern muss an anderer Stelle geklärt werden.
Nordhausen ist eine Nörglernation, die über ihre Grenzen hinaus dafür bekannt ist - leider. Es passieren in vielen Unternehmen und Einrichtungen Dinge in rechtlichen Grauzonen, mit denen man tagtäglich die Presse sensationell füllen könnte und wo bei deren Namensnennung nicht wenige Köpfe rollen könnten (manchmal auch besser sollten). Das wissen die meisten hier, aber außer jammern und nörgeln tut im Normalfall eh niemand etwas anderes. Also entweder Sie finden sich alle hier damit ab oder Sie tun etwas dagegen. Nur bitte möglichst auf sachlicher Basis! Und aus irgendwelchen Ecken politisch und geschichtlich zu lamentieren, hilft hier auch niemanden weiter, den Opfern schon gar nicht.
Das ist reine Selbstdarstellung und hat auch nicht selten etwas vom Schwelgen in Verschwörungstheorien, deren Unterhaltungswert nicht von der Hand zu weisen ist. Die wirklichen Opfer stehen genauso hilflos da wie vorher, die oberen "Macher" lachen sich tot darüber und hauen sich weiter die Taschen voll.
Und für die Wort-im-Mund-Verdreher: "SOND" schrieb, dass die benannten 1€-Jobber Angst hatten, ihren Job zu verlieren. Die reale Konsequenz ihrer Verweigerung war angeblich das Schlechtmachen durch Kollegen. Ihnen wurde NICHT damit "gedroht", dass sie ihren Job verlieren würden, so wie von anderen hier unterstellt. Zumindest kann ich diese Behauptung aus "SOND's" Zeilen nicht herauslesen.
SOND's neuer Kommentar steht schon in den Startlöchern, ich hoffe, er/sie lässt sich nicht auf die Forderungen ein.
Wer jetzt wieder das Haar in der Suppe sucht: ich beziehe mich grundsätzlich auf die Kommentiermanier in der nnz, nicht nur auf diesen Artikel. Aber die Forderung nach Namen gab mir hier leider den Anlass zu meinen Bemerkungen.
Peppone
21.05.2009, 16:16 Uhr
Was soll das eigentlich?
Dieselben Kommentatoren, die hier die Crux der Demokratie, in diesem Fall die Meinungsfreiheit, bis hin zum Infrage stellen des Systems selbst weidlich ausnutzen, machen hier auf strafrechtliche Verfolgung aufmerksam und fordern bei Nichtnennung Entschuldigung, falls hier von einem Kommentator der auf eventuelle Missstände aufmerksam macht, keine Namen genannt werden? Das ist doch wohl ein schlechter Scherz, oder?
Das ist ja das Gute an diesem Land @Werner und @Dubschekisto, dass es sowohl Presse-,Meinungs- und viele andere Freiheiten gibt. Nehmen Sie doch einfach zur Kenntnis, dass Demokratie und die damit verbundenen Freiheiten keine Einbahnstraßen in ihrem politischen Sinne sind! Natürlich funktioniert nicht alles in diesem Land, es gibt Probleme, deshalb ist es ja auch notwendig, dass es Menschen gibt, die mit ihren Möglichkeiten darauf aufmerksam machen. Es ist auch wichtig, dass es eine Presse oder Medien gibt, die das veröffentlichen, vorher oder nachher recherchieren und klar- bzw. gegebenenfalls richtig stellen! Das funktioniert hier bei der nnz m. E. ganz gut, wenn nicht würde ich hier nicht lesen.
Zum Beitrag:
An Herrn Buntfuß nur eine Frage: haben die Teilnehmer an der Demonstration die Anfahrt selbst voll- , bzw. teilweise bezahlt oder wurden diese Kosten von Organisationen, Parteien übernommen? Sie waren Teilnehmer und wissen das!
Real Human
21.05.2009, 19:22 Uhr
Wahrheitsverdunkler
Es gibt Leute, welche die Wahrheit lieben und es gibt solche, die lieben das Persönlichkeitsrecht.
Wenn ein Artikelschreiber oder Kommentator Einrichtungen/Unternehmen, Mitarbeiter oder kommentierende Mitbürger kritisiert und von ihnen Wahrhaftigkeit einfordert, dann vergleicht mosaic dies mit dem mittelalterlichen Pranger und dem Scheiterhaufen. Er setzt dem noch die Krone auf, indem er schreibt: Hier haben konkrete Namen und Adressen nichts verloren ... Wie hätte mosaic denn gern die Medien?
Soll in ihnen die Wahrheit veröffentlicht werden oder darf man dort je nach seinen politischen Vorlieben ungeprüfte Zweck-Behauptungen aus zweiter Hand verbreiten? Genau Letzteres musste nämlich SOND in seiner Stellungnahme zugeben. War es da nicht gerechtfertigt, ihn aufzufordern seine Quellen offenzulegen?
Im zweiten Absatz seines Kommentars Zwang zur Fahrt nach Berlin erinnert SOND an die DDR Zeiten da war das ja auch gang und gebe. Wo die Menschen zum 1. Mai zu Demonstration gezwungen wurden. Welcher gutgläubige Leser zieht daraus nicht den Schluss, dass Gewerkschaften, DIE LINKE, und sogar die SPD (alles in einen Topf geworfen und gut umgerührt) heimlich Sympathien gegenüber der DDR-Diktatur hegen und gern in die alten Praktiken zurückfallen würden? Dann setzt er noch eins drauf und schreibt: Ich nehme an das die Gewerkschaft und auch die Parteien wie die Linke und SPD versuchen Soziale Unruhen in Deutschland zu verbreiten.
Wenn sie es doch wenigstens wirklich tun würden, und diesen fremdgelenkten Volksvertretern die volksfreundliche Maske von ihrer schmarotzerfreundlichen Fratze reißen würden!
Hierzu meine Quelle: ARD Plusminus, Beitrag: SoFFin, Vertrauen ist gut, Kontrolle besser
Hierin wird geschildert, wie sich Bundestagsparlamentarier von CDU, SPD und FDP in skandalöser Weise selbst entmündigt haben und wie das Grundgesetz missachtet wird. Die Zeche wird auch die übergroße Mehrheit der CDU-,SPD-;und auch der FDP-Wähler NACH der Bundestagswahl 2009 zahlen müssen! Wer die Wahrheit liebt, der schaut sich solche Sendungen von mutigen Journalisten (Ingo Blank und Dietrich Krauß) an und HINTERFRAGT wenigstens die vom Springer-Verlag lancierten Latrinenparolen über linke Volksaufwiegler!
Warum diese scharfe Polemik? Lesen Sie bitte selbst exemplarisch den Plusminus-Beitrag im Internet nach! Wem da – ob der Schlussfolgerungen – nicht der heilige Zorn ins Bewusstsein steigt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!
Meine Schlussfolgerungen:
ERSTENS: Man muss die Verweser der Demokratie beim Namen nennen. Journalisten, die dies tun, brauchen unsere konsequente Unterstützung – auch die lokalen Journalisten!
ZWEITENS: Ich werde trotz der gelenkten Demokratie zu den Wahlen gehen und auch bei der Stimmauszählung beobachtend dabei sein. Leider gibt es für mich selbst nur das kleinste Übel zu wählen. Ich überlege noch, ob ich bei den relativ unbedeutenden Kommunalwahlen mit meiner Zweitstimme die PARTEI GEGEN ALLE ankreuze und dem Wahlzettel einen saftigen Kommentar beifüge.
DRITTENS: Weltbilder sind bei den meisten Mitmenschen festgefügt und unveränderbar. Gegen Systemverteidiger mit Systemkritik anzuschreiben, gleicht meistens dem Kampf gegen die legendären Windmühlenflügel. Manchmal bin ich geneigt mir zu sagen: Rennt nur weiter auf den Abgrund zu und wählt weiter die Volksparteien, die euch Woche für Woche neue Halbwahrheiten und Lügen um die Ohren hauen. Na klar, Millionen von Wählern können sich ja nicht irren. Die deutsche Geschichte beweist dies ja! In diesem Sinne könnte ich schreiben: Macht Euren Dreck doch allene! Aber genau dies wollen die Systemapologeten ja, dass ihre Kritiker aufgeben und verstummen!
An Hubertus:
Meinungsfreiheit sollte nicht dazu verleiten, mit verleumderischen Gerüchten dem – manchmal nur vermeintlichen – politischen Gegner Handlungen zu unterstellen, die man am Ende nicht beweisen kann. Am Ende war es dann nur eine Bekannte, die da mal so was erzählt hat ...
Ganz klar Hubertus, ich trete für eine andere Republik ein. Und zwar für eine, die sich an Vereinbarungen hält. Zum Beispiel an den immer noch gültigen Artikel 146 des Grundgesetzes. Allerdings bin ich für eine Verfassung, die zum Beispiel für Betriebe ab 40 Beschäftigten eine innerbetriebliche Demokratie wie im Staat fordert – unabhängig von der Kapitaleinlage – und nicht nur eine windelweiche Mitbestimmung. Geldinstitute haben verantwortungsvoll dem Gemeinwohl zu dienen und nicht der Renditegier von Antisozialen!
Und ich bin auch für ein Verbot von Parteien, die zum Beispiel den Artikel 15 des jetzigen Grundgesetzes ersatzlos streichen wollen. Ich bin daher für ein Verbot der FDP!
Nicht die, welche eine Ausweitung der Demokratie verlangen, sollten genau beobachtet werden, sondern diejenigen, deren gesetzgeberische Entscheidungen immer wieder vom Verfassungsgericht korrigiert werden müssen! Insofern sollten wir mit dem Provisorium Grundgesetz sogar zufrieden sein, denn wer weiß, was in einer neuen Verfassung gestanden hätte? Sie wäre ja in der Kapitalismus-Euphorie der besoffenen Spät-Wendezeit erarbeitet worden.
Insofern bin ich auch ein Systemverteidiger!
H.Buntfuß
21.05.2009, 21:10 Uhr
Was hat Geld damit zu tun?
Ich stimme Dubtschekisto in weiten Teilen zu. Ich selber wundere mich schon, was manche Personen unter Demokratie verstehen. Das einige Politiker Probleme mit der Demokratie haben, beschreibt Dubtschekisto sehr treffend. Na ja wir haben eben Wahlkampf und da will jeder seinen Senf los werden, da wird auch schnell was erfunden, was den Gegner schaden könnte.
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