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Fr, 12:10 Uhr
29.05.2009

Zustand ist oft Zumutung

Mit Blick auf das anstehende Pfingstwochenende, das viele Nordhäuser Familien aber auch Touristen und Gäste von auswärts zu Ausflügen in den Südharz nutzen werden, hat Nordhausens Oberbürgermeisterin erneut den Zustand der Wanderwege rund um Nordhausen kritisiert „den viele Menschen zunehmend als Zumutung empfinden“...

Hier ist Schluss (Foto: psv) Hier ist Schluss (Foto: psv)
Hier ist auch für die Oberbürgermeisterin Schluss

Nachdem es bereits öffentliches Thema im vorigen Jahr war, hat jetzt die Kritik wieder zugenommen. „Zu Recht“, meint Barbara Rinke. „Denn Entweder sind die Wege von Land- und Forstwirtschaft total zerfahren oder werden Jahr für Jahr immer enger, weil die Felder links und rechts immer breiter gepflügt werden oder sie sind wegen privater Abzäunungen ganz gesperrt. Unserer Region, die aufgrund ihrer Schönheit ein großes touristisches Potenzial hat, tut man damit keinen Gefallen.“

Ein traditioneller Wanderweg, der kaum noch als solcher erkennbar. bzw. begehbar sei, sei zum Beispiel die Verbindung zwischen dem Birkenwäldchen bei Krimderode hinüber Richtung Harzrigi. „Hier kann man kaum noch einen Fuß neben den anderen setzen, so sehr ist der Weg durch die benachbarten Felder verengt wurden. Das ist ein großes Ärgernis, weil er zum Beispiel für ältere Leute nicht mehr begehbar ist. Früher war der Weg mehrere Meter breit“. Der Weg sei städtisches Eigentum.

„In den kommenden Wochen werden wir seine früheren Ausmaße genau recherchieren. Und noch in diesem Jahr werden wir Maßnahmen einleiten, um ihn wieder auf seine alte Breite zu bringen und um zu verhindern, dass er nächstes Jahr wieder zusammengepflügt wird.“

Ärgerlich sei auch, dass Wanderer auf historischen Pfaden plötzlich vor Abzäunungen ständen, die private Pächter vorgenommen hätten. „So ist es zum Beispiel der Fall in Rüdigsdorf. Biegt man ab in Richtung Gräblingstal, um von dort den komfortablen Wanderweg Richtung Krimderode einzuschlagen, ist nach wenigen Metern plötzlich Schluss: Ein Elektrozaun und eine Balkenbarriere versperren den Weg. Dem verärgerten Wanderer bleibt nichts anderes übrig, als umzukehren.

Wir haben uns bewusst für den Schutz der `Rüdigsdorfer Schweiz´ als Erholungs- und Tourismusgebiet eingesetzt. Jetzt muss man diese Potenziale auch ausschöpfen, was mit gesperrten Wanderrouten natürlich nicht zu machen ist.“
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
29.05.2009, 18:54 Uhr
Ich will da rein…
möchte die OB dem geneigten Leser mit diesem Beitrag sicherlich sagen.

Dem soll und muss ja auch so sein. Es ist leider schon seit geraumer Zeit so, dass das Zerfahren, Unterpflügen, …, Sperren von öffentlichen kommunalen Wegen durch einige Nutzer zur schlechten Gewohnheit geworden ist! Nicht nur in der Nordhäuser Flur, dieses ärgerliche Problem findet man in unserer gesamten Region.

Eine Frage muss sich die OB in diesem Zusammenhang aber gefallen lassen. Warum hat die Stadt Nordhausen hier nicht schon längst etwas dagegen unternommen?

Es ist die Aufgabe der OB und ihrer Verwaltung dafür zu sorgen, dass öffentliche kommunale Wege in entsprechender Qualität auch durch die Öffentlichkeit genutzt werden können. Falls Nutzer diese Wege beschädigen gilt das Verursacherprinzip. Es muss nur durchgesetzt werden. Da gab es in den vergangenen Jahren offensichtlich Defizite seitens der Verwaltung.

Etwas komplizierter sieht es da bei Privatwegen aus. Da kann es unter Umständen durchaus sein, dass auch für eine OB am E-Zaun die Reise zu Ende ist. ;-)
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