Deine Stimme gegen Nazis – unter diesem Motto hatte das Bündnis gegen Rechts heute Nachmittag auf den Rathausplatz eingeladen. Letztlich stellte sich heraus, das viele Parteien die Zeit und den Platz anders nutzten...
Demokratie mit Gesicht (Foto: nnz)
CDU, FDP, die Bündnisgrünen und die SPD hatte ihre Wahlstände in Stellung gebracht. Eigentlich sollte ja der Bürger, der übermorgen der Wähler ist, aufgeklärt werden, welche Gefahren von der NPD ausgehen. Doch in erster Linie war das wahlkämpfende Volk bemüht, die eigenen Programme an die Menschen zu bringen.
Nur: Wo waren die? Nach einer Stunde, so ein Beobachter der Szenerie, war man immer noch fast unter sich. Und es gab Ausreden für das Fernbleiben der Massen: Es waren zu viele Feste in Nordhausen. Am Mittwoch Kinderfest der Kreissparkasse, morgen Kinderfest auf dem Petersberg. Wer geht da noch zum demokratischen Wahl-Volksfest?
Dabei hätten sich Frau oder Mann auch über die jüdische Gemeinde in Nordhausen oder über die Arbeit der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora informieren können. Oder über die Angebote des Kreissportbundes oder eine Mitgliedschaft in einer der vielen Gewerkschaften dieses Landes.
Den Reden von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, Landrat Joachim Claus oder einer Vertreterin der Theater-Leitung hörte kaum jemand zu, Applaus spendeten die, die abhängig beschäftigt sind.
Schönmal darüber nachgedacht das die Bürger in Nordhausen rechts Wählen wollen und es kein Interesse an einem Bündnis gegen Rechts gibt und an den großen Parteien.Ist ja nicht die erste Veranstaltung gegen Rechts in Nordhausen wo die Besucherzahl sehr gering ist(außer den Leuten die von Berufswegen da waren).
Da steht die LINKE mal nicht vorne sondern in der Mitte und schon wird sie übersehen!
Wichtig ist, meine ich, das alle demokratischen Parteien zu diesem Aktiontag gemeinsam zur Wahl demokratischer Parteien ausrufen! NPD verhindern sollte auch weiterhin ein gemeinsames Ziel sein - auch in der zukünftigen parlamentarischen Arbeit.
Also ich sah die LINKE noch an ihrem Infostand, als alle anderen Parteien längst den Platz verlassen hatten. Vielleicht liegt das an dem langen Atem den die Genossen seit Jahren im "Bündnis gegen Rechts" haben und nicht nur in der heissen Phase des Wahlkampfes!