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Fr, 08:30 Uhr
03.07.2009

Medikamente können Sonnenbrandgefahr erhöhen

Es sind Sommerferien in Thüringen, und die Sonne lädt ins Freie ein. Da Sonne jedoch nicht nur schön, sondern auch gefährlich sein kann, raten Thüringens Apothekerinnen und Apotheker zu ausreichendem Schutz beim Sonnenbaden...


Menschen, die bestimmte Arzneimittel einnehmen, müssen besonders vorsichtig sein, denn eine Reihe von Medikamenten kann die Sonnenbrandgefahr deutlich erhöhen.

"Sonnenlicht tut gut - es beeinflusst die Stimmungslage positiv, kurbelt die Produktion von Vitamin D an und stärkt das Immunsystem", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen. Zu viel des Guten kann jedoch auch schnell schaden. "Wer sich zu lange der energiereichen Strahlung aussetzt, läuft Gefahr einen Sonnenbrand oder -stich zu bekommen. Es ist deshalb immer besser, sich im Schatten aufzuhalten", rät Garke.

Bestimmte Arzneimittel erhöhen zudem die Gefahr von Hautschäden nach Sonnenexposition deutlich. "Einige Wirkstoffe können eine so genannte phototoxische Reaktion hervorrufen. Dabei kommt es zu einem Hautausschlag, der an einen starken Sonnenbrand erinnert. Häufig bilden sich Schuppen oder Bläschen auf der Hautoberfläche", sagt Garke. Die Reaktion der Haut ist in der Regel sehr schmerzhaft und kann in schlimmen Fällen die Haut sogar dauerhaft schädigen.

Das Tückische: Die erhöhte Sonnenempfindlichkeit kann schon nach der ersten Einnahme des Medikamentes auftreten. Auch eine Strahlenintensität, die normalerweise keinen Sonnenbrand hervorrufen würde, kann gefährlich sein. "Zu den so genannten photosensibilisierenden Substanzen gehören unter anderem Wirkstoffe, die zur Therapie gegen Bluthochdruck, Infektionen, Rheuma und Depressionen eingesetzt werden", sagt Garke. Auch bei rezeptfrei erhältlichen Präparaten wie Johanniskrautprodukten, die viele Menschen gegen leichte depressive Verstimmungen anwenden, kann es zu Hautreaktionen kommen.

Wer einen Urlaub in einem Land mit intensiver Sonneneinstrahlung plant und eines der betroffenen Medikamente nimmt, sollte mit seinem Arzt einen möglichen Wechsel des Produktes diskutieren. "Gibt es keine therapeutische Alternative, sollte direktes Sonnenlicht gemieden werden. Das gleiche gilt für Solarien", sagt Garke. Der Ausschlag wird vor allem von UV-A-Strahlen hervorgerufen, die auch Kleider und Fensterscheiben durchdringen können. "Ein Sonnenschutzprodukt mit ausreichend hohem UV-A-Filter ist deshalb ratsam", so Garke.

Auch wer keine Medikamente einnimmt, sollte im Sommer auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten. "Wer seine Haut nicht vor den schädlichen Strahlen schützt, erhöht langfristig sein Hautkrebsrisiko", warnt Garke. In Deutschland erkranken Schätzungen zufolge jährlich mehr als 11.000 Menschen an bösartigem Hautkrebs. "Ein gutes Präparat sollte nicht nur gegen UV-A- und UV-B-, sondern zusätzlich auch gegen Infrarot-Strahlen schützen", sagt Garke.
Autor: nnz/kn

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