Liebe Leser der nnz, unter der Überschrift nnz-aufgespießt servieren wir Ihnen in lockerer Reihenfolge Karikaturen von Martin Höfer. In dieser Woche kommt er nicht an Kanzlerkandidat Steinmeier vorbei...
Aufgespießt (Foto: M. Höfer)Merkel: "Na, Herr Steinmeier sind das schon die ersten Arbeitsverträge von den versprochenen vier Millionen?" Steinmeier: "Sie geben die Millionen ja lieber den Banken".
Für mich illustriert die Karikatur den uralten Konflikt zwischen Kapital und Arbeit. Weil dieser Kampf uralt ist, mag die Zeichnung zwar nicht besonders originell sein, weil er aber gerade heute wieder sehr aktuell ist, gibt sie doch sehr originell das wieder, worum es im jetzigen Bundestagswahlkampf eigentlich gehen sollte.
Regiert ab Oktober Schwarz-Gelb, so regiert vier Jahre lang das Kapital die Republik. Bekämen dagegen Rot-Grün-Dunkelrot am 27. September eine Mehrheit, so sollte man für die Leistungsträger und die ARMEN Überflüssigen hoffen dürfen – allerdings sehr theoretisch.
Die zweite Variante ist aber nicht nur wegen der Umfragewerte sehr unwahrscheinlich, sondern vor allem wegen der darin enthaltenen Akteure. Wären Die Grünen darin das Zentralgestirn, ginge es vielleicht. Nach den jetzigen Umfragen aber müsste es die SPD sein – ein einstmaliger Roter Riese, der dabei ist, zum Roten Zwerg zu schrumpfen. (Astronomen mögen mir die etwas unkorrekte Darstellung der Stadien der Sternentwicklung verzeihen!) So ist die Schrumpf-SPD das eigentliche Problem. In der Opposition könnte sie sich zwar noch einmal aufblähen, doch ihr Brennstoff – die Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit – ist in dieser Partei längst verbraucht. (Nur wer selbst brennt, vermag andere zu entzünden!)
Auf die Gebrechen der zwei anderen Akteure eines theoretischen Linksbündnisses gehe ich nicht ein – ich würde mich wiederholen. Den Planetenvergleich weiter zu spinnen überlasse ich den Müßigen.
sicherlich hat sich der Karikaturist schon mal mehr bemüht, aber zu dem Artikel von Herrn Greiner passte er schon, und die Zynik, dass man schonmal die Arbeitsverträge vorbereitet für die vier Millionen die der SPD Kanzlekandidat mit einem Job beglücken will ist doch zumindest unterstreichend, nach dem man eben die Staatsverschuldung zu Gunsten der Banken erhöht hatte, war schon ein wenig treffend. Wer sich daran reibt denkt wenigstens nach.