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Do, 13:43 Uhr
06.08.2009

Nachfolger mit Problemen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat heute einen Report zur Unternehmensnachfolge 2009 veröffentlicht. Er beruht auf mehr als 23.000 Gesprächen sowohl mit Unternehmern, die einen Nachfolger suchen, als auch Existenzgründern und Interessierten für eine Firmenübernahme. In den Report sind 310 Gesprächsergebnisse aus Nord- und Mittelthüringen eingeflossen...


„Die Wirtschafts- und Finanzkrise trifft mittlerweile auch den Generationswechsel im deutschen Mittelstand“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die Finanzierung stelle momentan das größte Problem dar, wenn sich ein Unternehmer ausgerechnet jetzt einen Nachfolger außerhalb der Familie suchen muss. Jeder zweite Übernahmewillige hätte hier enorme Schwierigkeiten.

Besonders häufig knirsche es bei den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten der Unternehmensnachfolge: dem Bankkredit und dem Beteiligungskapital. Zwar sei eine Unternehmensübergabe immer risikoreich und komplex. Doch angesichts der allgemeinen Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen, der unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und der eigenen Probleme scheuten Kreditinstitute und Beteiligungskapitalgeber derzeit oftmals ein Engagement.

„Dabei wird in der Regel ein bestehender Betrieb mit etabliertem Geschäftsmodell übergeben. Die Kapitalgeber sollten hier die Perspektiven des Unternehmens höher wichten als bisher“, fordert der IHK-Chef. Die bisher gängigen Ratingmethoden würden in dieser Zeit nicht mehr ausreichen und könnten die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nur unzureichend abbilden.

Aber auch die Politik sei jetzt aufgerufen, die Erbschaftsteuer und ihre Notwendigkeit generell zu überprüfen. Neben Zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit wäre eine zeitnahe Anpassung der bestehenden Regelungen an die Erfahrungen der Krise dringend geboten.

Ein weiteres interessantes Ergebnis des Reports: Nur jeder vierte Senior-Unternehmer habe in einem „Notfallkoffer“ die wichtigsten Dokumente griffbereit für vertraute Personen zusammengestellt. Über die Hälfte bereite sich zudem zu spät auf die Nachfolge vor. Dies zeige den hohen Unterstützungsbedarf im Mittelstand bei der Unternehmensnachfolge.
Autor: nnz/kn

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