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Fr, 11:29 Uhr
07.08.2009

Wahlkampf am Freitag (1): Verkehr

Gestern hatte die Nordhäuser SPD zu einer Diskussionsrunde zum Thema Verkehr eingeladen. Im Mittelpunkt stand Andreas Wieniger, der SPD-Direktkandidat für den Landtag und gleichzeitig Verkehrsexperte von Berufswegen...

Wieininger (Foto: privat) Wieininger (Foto: privat)

Auf der gestern stattgefundenen Veranstaltung zum Thema Schienenverkehr machte Andreas Wieninger keinen Hehl daraus, das in Thüringen ein enormer Nachholbedarf in punkto Schienenverkehr bestehe. Auf der Grundlage der bisherigen Entwicklung des Schienenverkehrs skizzierte Wieninger die derzeitige Situation des Schienenverkehrs in Thüringen und besonders Nordthüringen.

Bei dem zu erwartenden Güteraufkommen und den zu befördernden Personen machte Wieninger den dringenden Handlungsbedarf deutlich. „Ich sehe da den Freistaat als Besteller des Schienenpersonennahverkehrs in Thüringen in der Pflicht. Dem Bedürfnis nach Service und einem Ansprechpartner auf jedem Zug muss Rechnung getragen werden. Die Besetzung jedes Zuges mit Zugbegleitern ist daher die logische Konsequenz. In anderen Bundesländern ist dies der Normalzustand“, fordert Wieninger.

Auch sieht er erheblichen Verbesserungsbedarf, was die Reisezeiten betrifft. „Derzeit wird in Richtung Halle daran gearbeitet wieder eine Streckengeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern zu erreichen. Nordhausen hat leider keinen direkten Zugang mehr zum Fernverkehr. Deshalb ist es notwendig einen akzeptablen Zugang zu schaffen. Deshalb muss die Strecke zwischen Halle und Kassel auf 160 km/h ausgebaut werden.“

In Richtung Erfurt sieht Wieninger für den Regionalexpress Fahrzeiten unter einer Stunde als Realistisch an. „Mit Beseitigung der Langsamfahrstellen zum Beispiel der in Wolkramshausen und einer Optimierung des Fahrplanes ist dies möglich. In der Folge könnten völlig neue Angebote für die Reisenden gemacht werden. So könnte es eine durchgehende Verbindung Braunschweig – Herzberg – Nordhausen – Erfurt – Saalfeld mit Anschluss Richtung München angeboten werden.“

Und weiter: „Mit dem Naturpark Südharz und der Verlängerung der mit dem Combino Duo befahrenen Strecke der HSB bis nach Eisfelder Talmühle können in touristischer Hinsicht Fortschritte erzielt werden.“

Als weitere dringende Maßnahme sieht Wieninger die Bildung eines Verkehrsverbundes in Nordthüringen, der es ermöglicht mit einem Fahrschein Straßenbahn, Bahn und Bus zu benutzen. Im Güterverkehr ist es notwendig dem weiter steigenden Bedarf entsprechende Angebote entgegenzustellen. Einen wichtigen Schritt dabei sieht Wieninger in der Einrichtung von kleinen, flexiblen Güterumschlagplätzen in der Fläche.

„Nur wenn alle Verkehrsmittel übergreifend miteinander Vernetzt sind wird es in der Zukunft möglich sein, dem wachsenden Mobilitätsbedürfnis für Menschen und dem flexiblen Transport von Gütern entsprechen zu können“, sagt Wieninger abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
denk-mal
07.08.2009, 13:38 Uhr
Harzbahn - Verkehrsanschluss ?
Touristen fahren nicht nach Nordhausen, um mit dem COMBINO in den Harz zu fahren Herr Wienninger, sondern, wenn dann nur mit der Dampflock unserem "Quirl".

Sie wollen doch nicht ernsthaft dem Wahlvolk unterjubeln, dass das Verkehrsmittel auch nur andeutungsweise rentabel ist. Es stehen mehr "nichtweiterkommende" Verkehrsteilnehmer vor den geschlossenen Schranken als in dem Combino sitzen.
Ich möchte den Rest Ihrer Aussagen nicht beurteilen, aber Touristen und Combino, das ist nicht Ihr ernst ?
echter Nordhaeuser
07.08.2009, 19:46 Uhr
Combino ja, aber nur bei Bedarf
Güteraufkommen und Arbeitsplätze,

das kann auch eine SPD in Nordhausen nicht schaffen, der ärmste Teil Thüringens wird noch weiter zurückfallen. Die Autobahn kommt viel zu spät und das Lohnniveau wird noch weiter sinken. Wer noch hierbleibt , der hat die Eltern hier oder keinen Job und kassiert Almosen vom Staat!

Alle unsere Kinder sollten diesen "Freistaat" verlassen und woanders Ihr Geld verdienen! Vor allem in Nordthüringen ist laut Statistik kein Geld zu verdienen, weil die Kaufkraft so gering ist, wie nirgendwo in D. Deswegen kann ich allen jungen Nordhäusern nur raten hier nicht aufs Jobs zu hoffen oder gar hier zu lernen und zu studieren, denn die Thueringer Regierung hat mehr Zeitarbeitsplätze gefördert als reguläre Arbeitsplätze geschaffen.
Ein Zeitarbeiter!!
arnLe
09.08.2009, 17:57 Uhr
Nur nicht irren
@denk-mal
Da bin ich mir aber gar nicht so sicher, dass im Combino keine Touristen sitzen!
Sicher sind es derzeit noch keine Massen. Aber es gibt schon diverse Foren im www, in denen die "Strassenbahn ohne Strom" als Attraktion beschrieben wird. Wo gibt es solche Strecken noch in Deutschland, auf denen gleichzeitig Dampfzüge, Güterzüge, Triebwagen und Strassenbahnen verkehren?
Ich konnte zumindest schon den einen oder anderen Bahntouristen entdecken und vielleicht wäre dies zumindest eine Richtung der Werbung!
Sicher würden auch mehrere tägliche Dampfzüge die Attraktivität der Region erhöhen.
Aber auch eine Tram in den Harz ist ein touristisches Angebot. Und wenn das Angebot erst mal steht, ausgebaut und eine Weile aufrechterhalten werden kann und man dann auch noch die Werbung in die richtige Richtung lenkt, vielleicht sitzen dann im Combino neben einigen "Bahntouristen" auch noch einige echte Wanderer, die in der Region Urlaub machen. Das wär dann doch mal was!
eccehomo
09.08.2009, 22:26 Uhr
Combino - eine kluge Idee!
Ich benutze mit meinen Kindern regelmäßig den Combino Duo - der Gleisschluss zwischen HSB und Straßenbahn war eine hervorragende Idee!

Zum einen kommt man aus der Stadt prima und vor allem bequem mit Sack und Pack samt Fahrrad in den Harz, zum anderen hat man einen erstklassigen Anschluss in die Stadt hinein, wenn man etwas außerhalb wohnt. wers nichgt glauibt, sollte ab und zu mal fahren (Hallo, Denkmal ...)

Dafür sind die Subventionen bestens ausgegeben und nachhaltiger eingesetzt, als wenn man sie in irgendeinen Betrieb pumpt, der abkassiert, um nach 10 Jahren die Tore dicht zu machen, die Belegschaft vor die Tür zu setzen und mit dem Geld auf nimmer wiedersehen zu verschwinden.

Aber wir wollen nicht nur meckern: Wir sind gesund, am Wochenende hatten wir tolles Ausflugswetter und das ist doch auch was wert!

Gute Nacht.
denk-mal
09.08.2009, 23:47 Uhr
ohne Frage
ist das nicht verkehrt Herr oder Frau arne Le, aber Sie schreiben ja selbst, dass die Dampflock der größere Magnet für den Fremdenverkehr ist. Wenn Sie auf Wanderer ziehlen, sollten im Combino auch noch gleich Wanderrouten passend zu den möglichen Haltestellen angeboten werden. Das würde helfen und die ganze Fremdenverkehrsvermarktung perfektionieren.

Denn was fehlt, wenn man irgendwo Urlaub macht, die zu wandernde Streckenführung, die der Bahnen sind schneller zu finden. Das sind zumindest meine Erfahrungen.
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