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Do, 11:20 Uhr
13.08.2009

Mit Schweinevirus infiziert

Der Nordhäuser Gewerbeverein will sich künftig noch stärker für die Nordhäuser Tafel engagieren und die Bürger der Region mit einem besonderen Mutanten des Schweinegrippevirus infizieren.

Schweine für die Tafel (Foto: nnz) Schweine für die Tafel (Foto: nnz)
Von links: Ullrich Ebert, Michael Bethke, Helga Rathnau und Sebstian Gräser

Jetzt sollen in allen Mitgliedsgeschäften knallrote Schweinchen zu finden sein. Bis Weihnachten steht die Mästung an. Dazu sind die Kunden dieser Geschäfte gefragt, in dem sie die Schweinchen mit Münzen füllen. Dazu der Vorsitzende des Gewerbevereins Ullrich Ebert zu nnz: „Die Aktion läuft bis zum 6. Dezember 2009. Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit sollen die gesammelten Spenden dann an die Nordhäuser Tafel e.V. übergeben werden“. „Es ist ja allen bekannt, wie wertvoll und wichtig die Arbeit der Tafel für das gesellschaftliche Zusammenleben in Nordhausen ist. Und wie wertvoll und wichtig Frau Rathnau dabei ist.“

Nach der Preisverleihung des Goldenen Rolands durch den Gewerbeverein an die Vorsitzende der Tafel war die Idee mit den Spendenschweinen schnell beschlossene Sache.

In Nordhausen gibt es Lebensmittel im Überfluss. Und dennoch haben nicht alle Menschen ihr täglich Brot. Die Tafel bemüht sich um einen Ausgleich: Sie sammelt „überschüssige“, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel, und geben diese an Bedürftige weiter. Ohne finanzielle Unterstützung, vor allem über Spenden ist die Aufgabe jedoch nicht zu bewältigen. Um die gespendeten Lebensmittel an die Bedürftigen verteilen zu können, benötigt die Tafel Fahrzeuge und Kraftstoffe.

Für verderbliche Ware wie Milchprodukte, Wurst, Käse und Gemüse ist spezielle Kühlung nötig. Dazu kommen die Kosten für Miete, Lagerhaltung sowie die Infrastruktur. Auch der laufende Betrieb muss finanziert werden. Zwei festangestellte Beschäftigte und mittlerweile 15 ehrenamtliche Helfer betreuen wöchentlich rund 300 Familien. Neben der Lebensmittelausgabe an jedem Montag, Mittwoch und Freitag gehört auch die tägliche Essenausgabe in der Suppenküche. Darüber hinaus beliefert die „Tafel“ unter anderem das Nordhäuser Frauenhaus und die Männerhäuser, den Kinderkeller „Katzmaus“, das Jugendfreizeithaus „Die Falken“ und die Förderschule am Geiersberg.

Die Mitglieder des Nordhäuser Gewerbevereins stellen die Spendenschweine in ihren Geschäften auf und werben bei ihrer Kundschaft um Spenden. „Gern können es auch einige Cent vom Wechselgeld sein, dass ansonsten sowieso nur schwer in der Geldbörse wiegt“, mein Ebert weiter. „Es wäre schön, wenn noch mehr Nordhäuser Gewerbetreibende sich in unserem Verein und damit für unsere Stadt engagieren würden. Nur zusammen können wir Nordhausen als Einkaufsstadt im Norden Thüringens nach vor bringen.“

Die Mitglieder des Nordhäuser Gewerbevereins sind aktuell:
  • Weitblick Optik & Akustik, Stolberger Straße 39;
  • Schlüsseldienst John, Fichtestraße 1;
  • Wäsche und mehr, Rautenstraße 12;
  • Boutique Catwalk, Rautenstraße 3;
  • EP: Computer Studio, Bahnhofstraße 22;
  • Wochenchronik Nordhausen, Gumpertstraße 6;
  • Sonnen-Apotheke, Conrad-Fromann-Straße 21;
  • MÖNO Einrichtungshaus, Bochumer Straße 22;
  • TicketCenter Thüringen, Rautenstraße 2;
  • Hebestreit & Fiedler OHG, Engelsburg 7;
  • Kreissparkasse Nordhausen, Kornmarkt 9;
  • TeleFun, O2 + Vodafone Shop, Rautenstraße 32-34;
  • Rund ums Kind, Barfüßerstraße 3;
  • Marktkauf Nordhausen, Darrweg 67;
  • Mode + Pelz, Rautenstraße 7;
  • Cranach Apotheke, Reichsstraße 22;
  • Kreuz-Apotheke, August-Bebel-Platz 34;
  • Werner-Optik, Weberstraße 1;
  • reproFactory Werbeagentur, Hallesche Straße 30;
  • Schuhhaus Schröter, Engelsburg 1;
  • Allgemeiner Anzeiger, Bahnhofstraße 35;
  • ReiseCenter Karnstedt, Kornmarkt 4 und die
  • Gaststätte "Zur Goldenen Kugel", Geseniusstraße 2.
Autor: nnz

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Kommentare
Left of Life
13.08.2009, 14:13 Uhr
Spenden nötig?
Da frage ich mich, warum die Tafel sich nicht viel eher dafür einsetzt, dass die Armut erst gar nicht so weit geht. Warum hört man von der Tafel keinen Protest gegen die ständig wachsende Armut, die auch in Nordhausen zu spüren ist? Als Riesenorganisation, wie es die Tafel nun mal ist, hätte ihre Stimme auch politisches Gewicht.
Warum macht die Tafel sich nicht stark, um die Armutspolitik im Keim zu ersticken?
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