Di, 19:06 Uhr
18.08.2009
Sie war da...
Eines muss man der CDU in Nordhausen, in Thüringen und in Deutschland lassen: Sie kann perfekt inszenieren. Der heutige Besuch der ersten deutschen Bundeskanzlerin war ein Beleg dafür. Die Stippvisite artete zur Merkel-Show aus...
Hey, Jungs, was geht denn da...
Über die Auftritte der einheimischen Wahlkämpfer hatte die nnz bereits berichtet. Das alles war nur Vorgeplänkel dessen, was kurz vor 17 Uhr auf dem Petersberg begann. Start me up von den Rolling Stones begleitete den Einmarsch von Angela Merkel, Dieter Althaus und Ronald Pofalla. Alle drei schüttelten da schon viele Hände und doch waren die Männer eigentlich nur Staffage.
Nun gut, der Auftritt der Bundeskanzlerin ist auch für Althaus gut, doch er musste heute in die Rolle des Ankünders schlüpfen. Und so überdrehte er seine Argumentation doch schon ein wenig. Als sei die CDU, als sei dieses grüne Herz Deutschlands sein persönlich-politisches Eigentum. Wählt mich zum Ministerpräsidenten, mein Thüringen, meine Freunde! Das kann falsch verstanden werden.
Merkel, das muss man anerkennen, sammelte ihre ersten Sympathiepunkte bereits beim Gespräch mit dem Moderator. Sie bekannte, dass Luxus für sie fünf Stunden ohne Handy oder der Schlaf im eigenen Bett sei. Sie outete sich als Sportbegeisterte, die beim WM-Fußballspiel Deutschland gegen Polen schon mal derart außer Rand und Band war und aufpassen musste, dass der neben ihr sitzende polnische Staatspräsident keinen Schwächeanfall erlitt.
In ihrer Rede dann – na klar – der Jubel auf die Politik der CDU damals und heute. Und: keine Macht den Linken, denn sie wüßten nicht was sie tun. In der jetzigen Krise könne man durchaus auch von den neuen Bundesländern lernen (Generalsekretär Pofalla guckte da wie nach einem Verkehrsunfall), die Bankmanager müssten endlich moralische Demut zeigen (kommt immer gut an) und: Auch die CDU habe nicht immer alles richtig gemacht, wohl aber besser als alle anderen. Gemeint war hier die SPD.
Dieses Wort fiel bei Merkel allerdings nicht. Der Polit-Gegner wird nicht genannt. Da ist sich die CDU einig. Die im Landkreis Nordhausen, in Thüringen und in Deutschland. Disziplin war eben schon immer eine Stärke der Christdemokraten, wie das Organisieren von Events. Offiziell sollen es heute 4.000 Menschen auf dem Petersberg gewesen sein. Ach ja, die stimmten dann zum Abschied von Merkel gleich zwei Lieder an: Das Deutschlandlied und Angie von den Rolling Stones.
Autor: nnz/knHey, Jungs, was geht denn da...
Über die Auftritte der einheimischen Wahlkämpfer hatte die nnz bereits berichtet. Das alles war nur Vorgeplänkel dessen, was kurz vor 17 Uhr auf dem Petersberg begann. Start me up von den Rolling Stones begleitete den Einmarsch von Angela Merkel, Dieter Althaus und Ronald Pofalla. Alle drei schüttelten da schon viele Hände und doch waren die Männer eigentlich nur Staffage.
Nun gut, der Auftritt der Bundeskanzlerin ist auch für Althaus gut, doch er musste heute in die Rolle des Ankünders schlüpfen. Und so überdrehte er seine Argumentation doch schon ein wenig. Als sei die CDU, als sei dieses grüne Herz Deutschlands sein persönlich-politisches Eigentum. Wählt mich zum Ministerpräsidenten, mein Thüringen, meine Freunde! Das kann falsch verstanden werden.
Merkel, das muss man anerkennen, sammelte ihre ersten Sympathiepunkte bereits beim Gespräch mit dem Moderator. Sie bekannte, dass Luxus für sie fünf Stunden ohne Handy oder der Schlaf im eigenen Bett sei. Sie outete sich als Sportbegeisterte, die beim WM-Fußballspiel Deutschland gegen Polen schon mal derart außer Rand und Band war und aufpassen musste, dass der neben ihr sitzende polnische Staatspräsident keinen Schwächeanfall erlitt.
In ihrer Rede dann – na klar – der Jubel auf die Politik der CDU damals und heute. Und: keine Macht den Linken, denn sie wüßten nicht was sie tun. In der jetzigen Krise könne man durchaus auch von den neuen Bundesländern lernen (Generalsekretär Pofalla guckte da wie nach einem Verkehrsunfall), die Bankmanager müssten endlich moralische Demut zeigen (kommt immer gut an) und: Auch die CDU habe nicht immer alles richtig gemacht, wohl aber besser als alle anderen. Gemeint war hier die SPD.
Dieses Wort fiel bei Merkel allerdings nicht. Der Polit-Gegner wird nicht genannt. Da ist sich die CDU einig. Die im Landkreis Nordhausen, in Thüringen und in Deutschland. Disziplin war eben schon immer eine Stärke der Christdemokraten, wie das Organisieren von Events. Offiziell sollen es heute 4.000 Menschen auf dem Petersberg gewesen sein. Ach ja, die stimmten dann zum Abschied von Merkel gleich zwei Lieder an: Das Deutschlandlied und Angie von den Rolling Stones.


