eic kyf msh nnz uhz tv nt
Fr, 14:13 Uhr
21.08.2009

Schweinische Innovation

Am Mittwochmorgen informierte sich der Thüringens Landwirtschaftsminister Volker Sklenar über die aktuellen Entwicklungen der Schweinemastanlage in Uthleben und den Stand der Baumaßnahmen für eine Biogasanlage. Hier die Einzelheiten...

Besucht (Foto: CDU) Besucht (Foto: CDU)

Neben den geplanten Umbaumaßnahmen in diesem Betriebsteil installiert die van Asten Tierzucht Nordhausen GmbH dort auch eine hochmoderne Biogasanlage. Durch diese Baumaßnahmen werden vor allem die Haltebedingungen in Bezug auf Hygiene und Tiergesundheit noch weiter verbessert. Der dann neue Tierbestand wird auch hier einen erhöhten Gesundheitsstatus haben.

Genauso wie in dem Nordhäuser Betriebsteil wird auch in Uthleben eine Biogasanlage entstehen. Dadurch werden der Gülle über 80 Prozent Geruchsstoffe entzogen und der Gärrest ist zudem wesentlich besser für die Pflanzenproduktion geeignet. So helfe man auch den Landwirten die diese Reste für die Ausbringung auf den Feldern benötigen.

Betont wurde auch, dass die van Asten Tierzucht GmbH immer Wert darauf gelegt hat, die Biogasanlage durch ein einheimisches Unternehmen - Schachtbau Nordhausen GmbH - zu bauen. So sichere man nicht nur Arbeitsplätze in der Region, sondern schaffe es auch, das Know-how der hiesigen Firmen noch weiter zu steigern. „Die van Asten Tierzucht Nordhausen GmbH leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Fleischwaren. Die Investitionen des Unternehmens verbessern die Haltungsbedingungen für die Tiere und sichern langfristige Arbeitsplätze in unserer Region", so der Abgeordnete Egon Primas, der Minister Sklenar begleitete.

Die neue Biogasanlage soll in der ersten Phase schon Ende Oktober in Betrieb gehen. Außerdem sollen alte Ställe abgerissen und komplett neu aufgebaut werden. Auch das vorhandene Lüftungssystem auf den Ställen wird dabei Stück für Stück erneuert.

Durch all diese Umbaumaßnahmen können die positiven Ergebnisse der Schweineaufzucht in der Region fortgesetzt werden und es wird zudem durch die Biogasanlage alles getan, um die Geruchsbelästigung weiter zu mindern.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Peter59
21.08.2009, 18:15 Uhr
Wer's glaubt, wird seelig
Reduzierung der Geruchsbelästigung, man glaubt es kaum...Nordhausen ist umzingelt von Schweineställen, besonders empfehlenswert ist ein Einkaufsbummel im Marktkauf, wenn leckere Schweineluft in der Umgebung ist, hält bis zu Hause an und wenn der Wind günstig steht, hat die gesamte Unterstadt auch noch was davon. Ich bin dafür, entlang des Industriegebietes "Goldene Aue" oder in Harznähe (Ilfeld, Neustadt etc.) noch ein paar Ställe hochzuziehen. Dann braucht man sich wenigstens nicht erst wieder an normale Luft gewöhnen. Was uns nicht sofort umhaut, macht uns nur noch stärker. Vielleicht ist der Geruch von Ammoniak und Methanverbindungen gut für die Atemwege? "Pigs vorever"!!!!
Peppone
21.08.2009, 23:54 Uhr
Der Verbraucher entscheidet,
und genau hier liegt der casus cnactus begründet. Tiermastananlagen, wo Schweinchen (das sind drei Monate alte auf fleischhochleistung getrimmte Jungschweine), Jungrinder, Kälber, Hähnchen (Broiler) etc., usw., die niemals die Sonne gesehen haben GESCHLACHTET werden, findet das jeder gut, solange der Preis stimmt.

Wenn bei Bioschweinen, -rindern, -hühnern und bei Wildpret der Preis einen Euro höher liegt, dann wirds nicht gekauft!

Muss man noch mehr über die Dekadenz dieser Gesellschaft sagen?
keks
22.08.2009, 01:23 Uhr
@Peter59
Also ich muss ehrlich mal feststellen das viele langsam wieder zu (meiner Meinung nach) DDR-Bürgern werden! Jammern Jammern Jammern.....Wir sollten doch Froh sein das wirklich ein Unternehmen versucht in der Region etwas zu bewegen!Ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo man mit der Bahn aus Richtung Ilfeld kommend nichtmal die Umrisse Nordhausens erkennen konnte weil jeder mit Kohle geheizt hat!

Geschweige denn die Hausfrauen konnten Ihre Wäsche raushängen ohne das Sie gleich schwarz waren.....Ich finde die Leute in Nordhausen sollten eher darauf achten das der Geruchsfaktor Mensch näher betrachtet wird!Für mich ist es ekliger in eine Straßenbahn einzusteigen in der es "süß-sauer"nach ungewaschenen und unreinen Mensch stinkt!

Und gleichermaßen könnte man auch sagen, wenn es nach frischen Gebäck von Klemme oder Ludwigs riecht ist es auch eine Geruchsbelästigung! Von diesem Chemieduft kriegt man wirklich Kopfschmerzen! Und es ist ja nun net so das es 365 Tage im Jahr nach Schwein riecht!
Schlenni
22.08.2009, 09:53 Uhr
@Peter59
Wenn ich das lese, frage ich mich in verschiedener Hinsicht ob Sie den Beitrag vollständig gelesen und verstanden haben.

Zum ersten geht es um die Schweinemastanlage in UTHLEBEN. Diese verursacht keine Geruchsbelästigung in Nordhausen. Keine Ahnung ob sie Wissen wo diese Anlage steht, aber das Problem rührt wenn dann von der van Asten Tierzuchanlage auf der Darre. Ich unterstelle einfach mal, dass auch Sie Fleisch essen und um das Sie Ihr Braten und Co. genießen können, muss es nun mal eine Schweinemastanlage geben. Es zahlt ja leider keiner mehr einen höheren Preis für Freilandhaltung.

Die Anlage gabe es schon zu Zeiten der DDR, auch da gab es Gerüche und die waren fast täglich vertreten. Aufregung gab es da keine. In der Unterstadt konnte man früher auch die Maische von Nordbrand riechen und das fand ich persönlich sehr unangenehm. Aufgeregt hat sich da auch keiner. Kann einfach keks und Hubertus nur Recht geben.
dmfn
22.08.2009, 12:49 Uhr
Was essen Sie?
Ich möchte mal meinen Komentar dazu geben. Meiner Meinung nach sind die Leute die sich über die Gerüche aufregen, die ersten, die beim Fleischer stehen und ihre Steaks holen und Fleisch. Leider ist Tierhaltung nun mal mit Gerüchen verbunden.

Aber Fleisch wollen auch alle essen, da muß man sich schon mal überlegen was man nun eigendlich will. Entweder man nimmt die Geruchsbelästigung hin oder man wird Vegetarier und meckert weiter.
Zu DDR Zeiten hat auch keiner danach gefragt.

Ein Beispiel ist für mich der Chemiestandort Bitterfeld, dort wurden soviele Giftige Gase in die Umwelt gebracht und es hat sich keiner aufgeregt. Bei der Schweinemast ist ja nun wohl weitaus weniger Giftiges enthalten bzw man riecht es halt, aber die Gase in Bitterfeld hat man nicht gerochen aber sie waren gesundheitsschädigend !

Meine Meinung ist : Wer Fleisch essen will muß eben verstehen das Schweinehaltung auch mal Gerüche verursacht, denn wenn wir auf Toilette gehen, dann richt es ja auch und da regt sich keiner über sich selber auf. Heutzutage wird schon viel gemacht m die Gerüche in grenzen zu halten, und außerdem wenn es nicht die Schweinemast ist, dann finden die Leute neue Firmen die eine Geruchsbelästigung haben.

Es wundert mich nur das sich noch keiner über die Harzquerbahn aufgeregt hat wenn sie durch Nordhausen und die ganzen Orte Dampft und dar riecht ja auch extrem. !
Mister X
22.08.2009, 17:53 Uhr
Bio-Fleisch
Hubertus, ich stimme Ihnen zu. Aber das große Problem dabei ist, wie sollen sich dann jene Millionen ernähren, die Hartz IV bekommen oder jene die für einen Hungerlohn arbeiten müssen. Fragen Sie doch mal die Angestellten dieser Mastbetriebe nach ihren Stundenlohn. Ja, da bekommt man eine ganz andere Sicht der Lage. Sehen Sie das Problem ist nicht der Geiz der Leute, sondern die Lohnpolitik.

Oder sprechen sie nur von jenen, die mit ihren Mercedes oder Supersportauto zum Discounter einkaufen fahren. Gehen Sie mal in einen Discounter, da werden Sie verwundert feststellen ,wer von der Oberschicht, wie sie sich ja selber gerne nennen, da einkaufen geht. Ja, diese Leute könnten auch zwei Euro pro hundert Gramm zahlen.
Peppone
23.08.2009, 14:57 Uhr
Sie machen Spass, oder?
Es ist nicht so Anchen24, dass in diesem unserem Land jemand seine Familie nicht ernähren kann, weil der Preis für Fleischprodukte zu hoch ist! Es ist auch kein Geheimnis, dass es in unserem Land auf Europa und Nettolohn (auch auf Lohnersatzleistungen) bezogen die mit Abstand kleinsten Preise für Lebensmittel gibt. Das ist ja auch gut so! Also lassen wir mal den Parteipolitischen Kram.

Während mein Großvater und meine Großmutter noch ca. 50% ihres Netto-Einkommens für Lebensmittel aufwenden mußten, sinds heute noch ca. 10 -15 Prozent. Davon sind bei ausgesprochenen "Fleischessern" vielleicht drei bis vier Prozent betroffen, deren Wert hinter der Kommastelle über die Verhältnisse in der Mastanlage entscheiden.

Und die Leute, die in den Mastanlagen mit sogenannten "Hungerlöhnen" abgespeisst werden, leiden unter dem Einkaufsverhalten der Verbraucher! Das ist Fakt!

Also nochmal, wer bei Fleisch immer auf den Cent pro Kilo und nicht auf die Herkunft und Erzeugung schaut, der ist Pate der Tiermastfabriken. Den interessiert weder das arme Schlachtier, der damit verbundene Gestank, die auszubringende Gülle noch der "Hungerlohn" der Beschäftigten in diesen "Tierleidfabriken".

Wenn man an diesem Teufelskreis etwas ändern will, dann müssen die Verbraucher gezielt kaufen und die Politik muss anfangen zu denken! Da aber das zweite hier das erste bedingt, werden wir weiterhin mit dem "Gestank" leben müssen. ;-)

Es ist aber schon mal ein Fortschritt, dass man in Uthleben den Weg zur Biogasanlage geht. Dann "stinkts" nich mehr ganz so viel wie zu zeiten der Gülleausbringung. Das ist für's erste ja auch nicht schlecht!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)