Mi, 13:03 Uhr
14.10.2009
Kurs auf den Aufschwung
Die Konjunktur erholt sich schneller als erwartet. Das ist das Ergebnis der heute veröffentlichten DIHK-Konjunkturumfrage für den Herbst 2009. Darin eingeflossen sind auch die Antworten von rund 1.000 befragten Unternehmen in Nord- und Mittelthüringen...
Es geht wieder aufwärts. Die Auftragsbücher füllen sich, die Produktion wird schrittweise hochgefahren und die Kapazitäten stärker ausgelastet. Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung, die über eine reine Stimmungsverbesserung hinausgehen, mehren sich, kommentiert IHK-Haupt-geschäftsführer Gerald Grusser die vorliegenden Daten. Erfreulicherweise habe die industrielle Produktion schneller Tritt gefasst als erwartet. Das helfe auch der Gesamtwirtschaft auf die Beine, die bereits seit dem zweiten Quartal 2009 leichte Auftriebstendenzen zeigt.
Damit kann Thüringen im kommenden Jahr wieder mit positiven Wachstumszahlen rechnen, ist der IHK-Chef optimistisch. Laut Kammerumfrage würden vor allem die Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe Anlass zur Hoffnung geben. Die in den letzten Jahren erlangte Wettbewerbsfähigkeit der Industriebetriebe erweise sich deutlich stärker, als bisher vermutet.
Allein im August hätten die rund 900 größeren Industriebetriebe einen Umsatz in Höhe von 1,8 Milliarden Euro erzielt. Zum Vormonat sei dies einUmsatz-Plus von 2,5 Prozent. Die Entwicklung wäre zu fast gleichen Teilen auf den Anstieg des Auslandsumsatzes um 2,6 Prozent und des Inlandsumsatzes um 2,4 Prozent zurückzuführen.
Neben der Binnennachfrage habe inzwischen also auch das Auslandsgeschäft wieder Fahrt aufgenommen. Mehr als die Hälfte der Manager rechne mit einer weiteren Zunahme des Exportvolumens im vierten Quartal.
Gleichwohl wird der Weg aus dem Konjunkturtal sehr steinig für die Unternehmen, konstatiert Grusser. Noch klaffe zwischen der Einschätzung der gegenwärtigen Situation und den Erwartungen für die kommenden Wochen eine große Lücke. Nur jeder zehnte Unternehmer zeige sich mit dem aktuellen Geschäftsverlauf zufrieden, bei jedem zweiten würden dagegen die schlechten Nachrichten überwiegen. Wesentlich erfreulicher wäre der Blick auf die nächsten Monate. 25 Prozent der Befragten gingen hier von einer günstigeren Entwicklung aus.
Das Schlimmste scheint also überstanden. Die Erholung der Wirtschaft hat begonnen. Ob daraus ein nachhaltiger Aufschwung wird, hängt nun auch stark vom Geschick der neuen Bundesregierung ab, so Grusser. Die Aussichten auf eine Reform des Steuerrechts und der sozialen Sicherungssysteme beflügelten auf jeden Fall die Stimmung in der Wirtschaft.
Autor: nnz/knEs geht wieder aufwärts. Die Auftragsbücher füllen sich, die Produktion wird schrittweise hochgefahren und die Kapazitäten stärker ausgelastet. Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung, die über eine reine Stimmungsverbesserung hinausgehen, mehren sich, kommentiert IHK-Haupt-geschäftsführer Gerald Grusser die vorliegenden Daten. Erfreulicherweise habe die industrielle Produktion schneller Tritt gefasst als erwartet. Das helfe auch der Gesamtwirtschaft auf die Beine, die bereits seit dem zweiten Quartal 2009 leichte Auftriebstendenzen zeigt.
Damit kann Thüringen im kommenden Jahr wieder mit positiven Wachstumszahlen rechnen, ist der IHK-Chef optimistisch. Laut Kammerumfrage würden vor allem die Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe Anlass zur Hoffnung geben. Die in den letzten Jahren erlangte Wettbewerbsfähigkeit der Industriebetriebe erweise sich deutlich stärker, als bisher vermutet.
Allein im August hätten die rund 900 größeren Industriebetriebe einen Umsatz in Höhe von 1,8 Milliarden Euro erzielt. Zum Vormonat sei dies einUmsatz-Plus von 2,5 Prozent. Die Entwicklung wäre zu fast gleichen Teilen auf den Anstieg des Auslandsumsatzes um 2,6 Prozent und des Inlandsumsatzes um 2,4 Prozent zurückzuführen.
Neben der Binnennachfrage habe inzwischen also auch das Auslandsgeschäft wieder Fahrt aufgenommen. Mehr als die Hälfte der Manager rechne mit einer weiteren Zunahme des Exportvolumens im vierten Quartal.
Gleichwohl wird der Weg aus dem Konjunkturtal sehr steinig für die Unternehmen, konstatiert Grusser. Noch klaffe zwischen der Einschätzung der gegenwärtigen Situation und den Erwartungen für die kommenden Wochen eine große Lücke. Nur jeder zehnte Unternehmer zeige sich mit dem aktuellen Geschäftsverlauf zufrieden, bei jedem zweiten würden dagegen die schlechten Nachrichten überwiegen. Wesentlich erfreulicher wäre der Blick auf die nächsten Monate. 25 Prozent der Befragten gingen hier von einer günstigeren Entwicklung aus.
Das Schlimmste scheint also überstanden. Die Erholung der Wirtschaft hat begonnen. Ob daraus ein nachhaltiger Aufschwung wird, hängt nun auch stark vom Geschick der neuen Bundesregierung ab, so Grusser. Die Aussichten auf eine Reform des Steuerrechts und der sozialen Sicherungssysteme beflügelten auf jeden Fall die Stimmung in der Wirtschaft.

