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Di, 18:24 Uhr
24.11.2009

Gäste aus dem Landkreis Nordhausen

Auf den Betriebsgelände von Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode fand vor kurzem eine groß angelegte Katastrophenschutzübung statt. Das Szenario sah einerseits einen Brand in einem benachbarten Holz verarbeitenden Unternehmen vor und andererseits die Explosion eines Güterwagen auf dem Knauf-Firmengelände, der mit zwei Tonnen Sprengstoff beladen war...

Geübt (Foto: Knauf) Geübt (Foto: Knauf)

In der Übung sollten die Abstimmung und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Rettungs- und Einsatzkräfte überprüft und getestet werden. Hinzu kam das Zusammenspiel mit den Verantwortlichen der Unternehmen, auf deren Gelände der Katastrophenfall simuliert wurde. Insgesamt waren an der groß angelegten Übung fast 400 Menschen und mehr als 100 Einsatzfahrzeuge beteiligt. Zu den Gästen der Übung gehörte auch der Kreisbrandinspektor des benachbarten Landkreises Nordhausen, Erich Etzrodt.

Knauf-Werkleiter André Materlik kann ein positives Resümee der Übung ziehen und sicherte den Einsatzkräften auch weiterhin die Zusammenarbeit des Unternehmens hinsichtlich derartiger Übungen zu. Unverständlich ist hingegen jedoch die Tatsache, dass die Einsatzkräfte aus dem benachbarten Landkreis Nordhausen nicht in solch eine Übung eingebunden sind.

Als Beispiel führt Materlik die Tatsache an, dass nur 15 Kilometer vom Einsatzort mit der Nordhäuser Berufsfeuerwehr die Fachleute für derart komplizierte Ausgangssituationen vorhanden seien. Dagegen gibt es im Landkreis Mansfeld Südharz keine einzige Berufsfeuerwehr.

Künftig sollen die Nordhäuser Wehren und andere Einsatzkräfte bei einer etwaigen Katastrophe auf dem Gelände des Unternehmens mit einbezogen werden, schließlich befindet sich hier die Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Geübte Katstrophe (Foto: Knauf)
Geübte Katstrophe (Foto: Knauf)
Geübte Katstrophe (Foto: Knauf)
Geübte Katstrophe (Foto: Knauf)
Geübte Katstrophe (Foto: Knauf)
Geübte Katstrophe (Foto: Knauf)
Autor: nnz

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Kommentare
stimme-der-wahrheit
25.11.2009, 19:48 Uhr
Berufsfeuerwehr NDH in Sachsen-Anhalt?
wer soll denn dann den Schutz der großen kreisangehörigen Stadt NDH übernehmen, wenn die max. neun "Fachleute für derart komplizierte Ausgangssituationen" einer Wachschicht der BF NDH, im 15 km entfernten Rottleberode sind?

Der Landkreis MSH verfügt über eine sehr gut strukturierte Kreisfeuerwehrbereitschaft mit acht Zügen (bei der beschriebenen Übung waren das über 300 Einsatzkräfte!) in der auch nicht nur die Stützpunktfeuerwehren mitwirken, sondern auch kleinere Feuerwehren wie z.B. Wettelrode. Der Landkreis MSH fördert und fordert seine freiwilligen Feuerwehren. Damit ist dort ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Struktur vorhanden, welches auch sofort abrufbar ist, wie die Deponiebrände in Edersleben und Riestedt in den letzten Jahren gezeigt haben.

In diesen Zügen arbeiten z.B. Fw-Mgl. in der ABC-Abwehr (Gefahrgut), welche die gleichen Lehrgänge wie die "Fachleute" aus NDH. Müssen wir wirklich dort hin?
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