Fr, 08:26 Uhr
27.11.2009
nnz/kn-doku: Protest gegen Rausschmiss
Deutschland wird in den Zeitungen und Onlineportalen über den Rausschmiss des TA-Chefredakteurs Sergej Lochthofen berichtet. Innerhalb unserer Doku-Reihe wollen wir einige Stellungnahmen veröffentlichen...
Der DJV-Landesverband Thüringen fordert die Geschäftsführung der Thüringer Allgemeine (TA) zur Rücknahme der Abberufung von Sergej Lochthofen als Chefredakteur auf. Die Entscheidung ist respektlos gegenüber der Redaktion, die ihn vor knapp zwanzig Jahren gewählt hat. Lochthofen hat sich als Chefredakteur stets für die Verankerung der Zeitung in der Region eingesetzt, die die Gefühle der Menschen achtet und im Auftrag der Leser handelt. Das hat der TA viel Anerkennung in Deutschland und international eingebracht.
Möglich wurde das durch eine ständige Weiterentwicklung der Qualitätsmaßstäbe in der Redaktion und den persönlichen Einsatz von Sergej Lochthofen für eine ausreichende personelle Ausstattung der Redaktion. Nicht zuletzt deshalb wählte der DJV den TA-Chefredakteur in den Deutschen Presserat. Insbesondere in der Diskussion um das Trennungsgebot von Redaktion und Werbung und dessen Durchsetzung erwarb er sich große Verdienste.
Zu den von der Geschäftsführung beabsichtigten strukturellen Änderungen, wie Installieren eines regionalen News-Desk, hatte Sergej Lochthofen eine kritische Haltung. Er setzte andere Prioritäten: Stärkung der redaktionellen Kompetenz vor Ort, intensivere Kommunikation in der Redaktion, um dem publizistischen Auftrag noch besser zu erfüllen und den Leserbedürfnissen noch mehr zu entsprechen. Was ist von dem einstmals viel beschworenen WAZ-Modell geblieben, dass seinen Kern in der Achtung der redaktionellen Unabhängigkeit hatte.
Es mutet wie Sippenhaft an, dass auch Antje-Maria Lochthofen die Thüringer Allgemeine verlassen muss. Der DJV-Landesverband Thüringen fordert die Rücknahme der Entscheidung und bietet der Geschäftsführung einen konstruktiven Dialog über die Zukunft der Tageszeitungen an.
Autor: nnz/knDer DJV-Landesverband Thüringen fordert die Geschäftsführung der Thüringer Allgemeine (TA) zur Rücknahme der Abberufung von Sergej Lochthofen als Chefredakteur auf. Die Entscheidung ist respektlos gegenüber der Redaktion, die ihn vor knapp zwanzig Jahren gewählt hat. Lochthofen hat sich als Chefredakteur stets für die Verankerung der Zeitung in der Region eingesetzt, die die Gefühle der Menschen achtet und im Auftrag der Leser handelt. Das hat der TA viel Anerkennung in Deutschland und international eingebracht.
Möglich wurde das durch eine ständige Weiterentwicklung der Qualitätsmaßstäbe in der Redaktion und den persönlichen Einsatz von Sergej Lochthofen für eine ausreichende personelle Ausstattung der Redaktion. Nicht zuletzt deshalb wählte der DJV den TA-Chefredakteur in den Deutschen Presserat. Insbesondere in der Diskussion um das Trennungsgebot von Redaktion und Werbung und dessen Durchsetzung erwarb er sich große Verdienste.
Zu den von der Geschäftsführung beabsichtigten strukturellen Änderungen, wie Installieren eines regionalen News-Desk, hatte Sergej Lochthofen eine kritische Haltung. Er setzte andere Prioritäten: Stärkung der redaktionellen Kompetenz vor Ort, intensivere Kommunikation in der Redaktion, um dem publizistischen Auftrag noch besser zu erfüllen und den Leserbedürfnissen noch mehr zu entsprechen. Was ist von dem einstmals viel beschworenen WAZ-Modell geblieben, dass seinen Kern in der Achtung der redaktionellen Unabhängigkeit hatte.
Es mutet wie Sippenhaft an, dass auch Antje-Maria Lochthofen die Thüringer Allgemeine verlassen muss. Der DJV-Landesverband Thüringen fordert die Rücknahme der Entscheidung und bietet der Geschäftsführung einen konstruktiven Dialog über die Zukunft der Tageszeitungen an.

