Fr, 13:37 Uhr
27.11.2009
Lösungen in Nordhausen finden
Die Geschäftsleitung des BIC-Nordthüringen war in den vergangenen Tagen voll gefordert: Innovationspreisverleihung, Unternehmerinnen-Tag und heute noch ein Pressegespräch: Da stellte sich am Vormittag ein Unternehmen vor, das von Ostsachsen aus seine Fühler in den Norden Thüringens ausstreckt.
Von links: Andreas Lindemann, Klaus-Jürgen Mieth, Ulrich Kohnert
Ganz klar, Beamer, Laptop und fein gestylte Präsentationsmappen gehören heutzutage dazu, wenn man sich vorstellt. Heute war es die digades GmbH aus Zittau. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Spezialist für wireless and electronic solutions. Heißt in unserer Muttersprache: Man entwickelt und stellt kabellose und elektronische Lösungen her. In Zittau sind 110 Frauen und Männer beschäftigt, 35 davon in Entwicklung und Forschung, 50 in der Produktion. In diesem Jahr wird ein Umsatz von 8,5 Millionen euro erwartet.
Hergestellt werden zum Beispiel funkgesteuerte Fernbedienungen für Auto-Standheizungen. Aber auch Multifunktionale Fernbedienungen, elektronische Reifendruckkontrollsysteme sowie Anwendungen in der Gebäude- oder Medizintechnik gehören in das Produktionsportfolio der Zittauer.
Von Zittau nach Nordhausen (Foto: nnz)
Geschäftsführer Lutz Berger (45) setzt in dieser Zeit, da alle von Krise(n) reden, auf Expansion. Von Zittau strecken er und seine Mitarbeiter die unternehmerischen Fühler nach Nordhausen aus. Im BIC Nordthüringen haben sie ein Büro angemietet und Optionen auf weitere Flächen mit Geschäftsführer Helmut Nüchter ausgehandelt. Drei Mitarbeiter, Klaus-Jürgen Mieth (48), Ulrich Kohnert (51) und Andreas Lindemann (51), werden sich am Rande von Nordhausen um die Entwicklung neuer Produkte kümmern. Der Transport der entsprechenden Daten erfolgt über das Internet, das Nordhäuser Trio kann auf die gleichen Datensätze zugreifen wie die Kollegen am ostdeutschen Rand.
Und eben auch diese Lage des Unternehmens in Zittau war ein Grund für die Investitionsentscheidung pro Nordhausen. Mit dem Standort Nordhausen ist die digades GmbH in der Mitte Deutschlands angekommen, logistisch ein unschlagbarer Vorteil.
Aber: es gibt einen weiteren Grund für die Entscheidung: Die drei Mitarbeiter kommen aus Nordhausen, in Zittau selbst arbeiten vier weitere Nordhäuser. Sie alle zusammen kommen dem einstigen und jetzt insolventen Fernmeldewerk. Lutz Berger: Die Wahl fiel auch auf Nordhausen, weil wir in der Region ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter rekrutieren konnten.
Autor: nnzVon links: Andreas Lindemann, Klaus-Jürgen Mieth, Ulrich Kohnert
Ganz klar, Beamer, Laptop und fein gestylte Präsentationsmappen gehören heutzutage dazu, wenn man sich vorstellt. Heute war es die digades GmbH aus Zittau. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Spezialist für wireless and electronic solutions. Heißt in unserer Muttersprache: Man entwickelt und stellt kabellose und elektronische Lösungen her. In Zittau sind 110 Frauen und Männer beschäftigt, 35 davon in Entwicklung und Forschung, 50 in der Produktion. In diesem Jahr wird ein Umsatz von 8,5 Millionen euro erwartet.
Hergestellt werden zum Beispiel funkgesteuerte Fernbedienungen für Auto-Standheizungen. Aber auch Multifunktionale Fernbedienungen, elektronische Reifendruckkontrollsysteme sowie Anwendungen in der Gebäude- oder Medizintechnik gehören in das Produktionsportfolio der Zittauer.
Von Zittau nach Nordhausen (Foto: nnz)
Geschäftsführer Lutz Berger (45) setzt in dieser Zeit, da alle von Krise(n) reden, auf Expansion. Von Zittau strecken er und seine Mitarbeiter die unternehmerischen Fühler nach Nordhausen aus. Im BIC Nordthüringen haben sie ein Büro angemietet und Optionen auf weitere Flächen mit Geschäftsführer Helmut Nüchter ausgehandelt. Drei Mitarbeiter, Klaus-Jürgen Mieth (48), Ulrich Kohnert (51) und Andreas Lindemann (51), werden sich am Rande von Nordhausen um die Entwicklung neuer Produkte kümmern. Der Transport der entsprechenden Daten erfolgt über das Internet, das Nordhäuser Trio kann auf die gleichen Datensätze zugreifen wie die Kollegen am ostdeutschen Rand.Und eben auch diese Lage des Unternehmens in Zittau war ein Grund für die Investitionsentscheidung pro Nordhausen. Mit dem Standort Nordhausen ist die digades GmbH in der Mitte Deutschlands angekommen, logistisch ein unschlagbarer Vorteil.
Aber: es gibt einen weiteren Grund für die Entscheidung: Die drei Mitarbeiter kommen aus Nordhausen, in Zittau selbst arbeiten vier weitere Nordhäuser. Sie alle zusammen kommen dem einstigen und jetzt insolventen Fernmeldewerk. Lutz Berger: Die Wahl fiel auch auf Nordhausen, weil wir in der Region ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter rekrutieren konnten.


