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Do, 13:09 Uhr
03.12.2009

nnz-Betrachtung: Der Rücktritt

Detelf Zeitler ist zurückgetreten. Der Fußballsportverein Wacker Nordhausen hat damit keinen ordentlichen Präsidenten mehr. Er wird dadurch nicht untergehen, wohl aber gibt es eine Lücke...


Es ist - man glaubt es kaum, schon wieder vier Jahre her, da übernahmen Detlef Zeitler und andere "Jungs" die Leitung bei Wacker Nordhausen, dem Verein mit einer über 100jährigen Tradition. Ich kann mich noch genau an die Zeit vor der Wahl erinnern. Menschen, denen nicht nur die Tradition, sondern auch die Zukunft den Vereins am Herzen lag, trafen sich, Sie redeten miteinander. Sie waren sich einig im Präsidium mitzuarbeiten. Nur in eines wollten sie nicht - sie wollten kein Präsident werden. Und so wurde Detlef Zeitler "auserwählt", den ich bis dato nicht kannte.

Detlef Zeitler - und das bleibt wohl sein größter Verdienst - hatte damals zugesagt, er hat sich zum Präsident wählen lassen. Ob er wohl wusste, was da auf ihn zukommt, das wage ich zu bezweifeln. Da reicht das Aufgabenpensum schon bei einem Verein, der sich im normalen Zustand befindet. Wacker Nordhausen befand sich damals vermutlich am Rand der finanziellen Katastrophe. Als die neuen Präsidialen in die Bücher schauten, wurde ihnen schwindelig. Die erste Amtszeit (3 Jahre) hatten Zeitler und Co. mehr mit Berufsgenossenschaften, ehemaligen Spielern, mit Krankenkassen und dem Finanzamt zu tun, als mit sportlichen Problemen. All die Behörden und Ämter wollten Geld vom Verein. In den meisten Fällen waren diese Forderungen berechtigt.

Detlef Zeitler kämpfte sich durch, verlor Mitstreiter aus dem Präsidium gewann neue hinzu, verlor dadurch Sponsoren, überredete neue, rappelte sich und den Verein immer wieder auf, kämpfte mit vielen widrigen Umständen. In den zurückliegenden Monaten kämpfte er mit gewalttätigen Pseudo-Fans, mit Geldstrafen des Fußballverbandes, mit grölenden Zuschauern, mit Böller werfenden Gästen, wurde beschimpft, erhielt Drohungen. Aber: Detlef Zeitler kämpfte auch mit sich selbst. Mit seiner Gesundheit.

Jetzt und heute - nach einem Arztbesuch am Vormittag - musste er sich entscheiden: Er hat sich entschieden, für den Rücktritt. Er hat sich aber damit auch für die Zukunft des Präsidiums entschieden, Insider wissen, was ich meine. Insofern ist dieser heutige Schritt zu respektieren. Ich selbst bedauere es menschlich. Nun muss sich zeigen, wie die "Nicht-Freunde" des Detlef Zeitler reagieren? Nun müssen die aus der Deckung kommen, müssen Farbe bekennen. Viel Zeit wird ihnen nicht bleiben, denn Wacker Nordhausen befindet sich mit seiner ersten Männermannschaft und deren Reserve auf einer Erfolgsspur.

Schnell müssen die verbliebenen Männer im Präsidium unterstützt werden. Denn die, das will ich gern noch einmal wiederholen, die bekommen für ihre tagtägliche Arbeit keinen Euro und keinen Cent. So wie Detlef Zeitler in den vergangenen vier Jahren. Ich hoffe, ich werde ihn im Albert-Kuntz-Sportpark wiedersehen und sage - trotz all seiner Unzulänglichkeiten und Fehler - vielen Dank, Detlef, für die Arbeit für unseren Verein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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