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Sa, 22:12 Uhr
29.05.2010

Gemeinsam umziehen

Die Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises für Asylbewerber zieht in der kommenden Woche von Ellrich nach Nordhausen. nnz-tv hatte darüber bereits ausführlich berichtet.

Umzug vorgesehen (Foto: J. Seifert) Umzug vorgesehen (Foto: J. Seifert)

Neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten spielen besonders bessere Möglichkeiten zur Integration am neuen Standort bei dieser Entscheidung eine Rolle. Die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber war bislang in einer ehemaligen NVA-Kaserne in Ellrich untergebracht und zieht jetzt nach Nordhausen in die Robert-Blum-Straße. Gemeinsam mit dem Verein Schrankenlos hat das Landratsamt ein integratives Konzept für die neue Unterkunft erarbeitet. Über den Verein Schrankenlos werden die Asylbewerber im Landkreis schon bislang sozialarbeiterisch betreut.

In der Gemeinschaftsunterkunft leben rund 30 männliche Asylbewerber. Familien und alleinstehende Frauen leben bereits jetzt in einzelnen Wohnungen. Nach dem kontinuierlichen Rückgang der Asylbewerber konnte der Landkreis die Unterkunft in Ellrich nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Insbesondere die hohen Heizungskosten, der Zustand der sanitären Anlagen sowie ständig erforderliche Reparaturen an der Gebäudesubstanz haben das Landratsamt veranlasst, nach einem geeigneten Objekt in Nordhausen zu suchen.

Das Landratsamt will mit der neuen Gemeinschaftsunterkunft einen nachhaltigen Beitrag zur Integration leisten. Die Stadt Nordhausen als Standort bringt dafür viele Vorteile mit sich. Die Asylbewerber ziehen in ein Wohnhaus, in dem auch einheimische Familien leben. So lässt sich leichter Kontakt aufbauen. Auch die Wege zu Ämtern sind nun kürzer, der Organisationsaufwand beispielsweise bei Sprachkursen insgesamt geringer.

Mit Hilfe der SWG hat das Landratsamt in der Robert-Blum-Straße eine angemessene Unterbringungsmöglichkeit gefunden. Hier leben schon mehrere Familien mit Asylbewerbern. Die soziale Betreuung der Bewohner erfolgt weiter über die bisherige Heimleitung in Kooperation mit Schrankenlos.
Autor: nnz

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Kommentare
Kreisbuerger
30.05.2010, 11:43 Uhr
Das klingt ja alles sehr entspannt …
und von langer Hand geplant. Ich selber habe Verwandtschaft, welche in unmittelbarer Nähe der zukünftigen „Asylberwerberunterkunft“ wohnt. Deren Aussagen klingen allerdings gänzlich anders!

Die Bewohner der Robert-Blum-Str. sind alles andere als begeistert über ihre zukünftigen Nachbarn. Sicher spielen da eine Menge Vorurteile eine Rolle, aber die Art und Weise des Informationsflusses schürten dann auch die entsprechenden Ängste. Ängste, die dann wohl auch zum Auszug einiger Mietparteien geführt haben und weiterhin führen.

Ich finde es schade und unverschämt seitens des Landratsamtes bzw. der SWG, die unmittelbar Betroffenen nicht hinreichend informiert zu haben. Damit meine ich natürlich im Vorfeld und nicht erst jetzt durch die lokalen Medien.

Leider läuft es aber eben wie überall. Vollendete Tatsachen schaffen und den Rest dann aus der Ferne aussitzen. Das Wahlvieh hat in den nächsten Jahren ja sowieso keine Möglichkeit der Einflussnahme!
Rosi
30.05.2010, 20:03 Uhr
Gemeinsam umziehen
Ich kann mich dem Kommentar von Kreisbürger nur anschließen. Auch meine Eltern wohnen in der Robert Blum strasse beide über 70 Jahre mein Vater Schwerbehindert sind auch nochmal am überlegen umzuziehen fragt sich nur wer die Kosten für eine behinderten gerechten Wohnung übernimmt Kaution etc. weil sie sind Deutsche und keine Asylanten wo das Landratsamt mal so locker 1500 Euro für einen Umzug bezahlt.
Georg
30.05.2010, 20:12 Uhr
Das häte alles schon ...
viel früher durchgeführt werden können. Die Kritik vom Kreisbürger ist allerdings voll berechtitgt. Die bisherigen Bewwohner in der Robert Blum Straße hätte man vorher informierern sollen. Ich wünsche den neuen Mietern, das sie sich bald in ihrer neuen Umgebung gut einleben und nicht mit Vorurteilen begegnet werden.
Kreisbuerger
31.05.2010, 13:45 Uhr
Falsch verstanden?
Ich hoffe doch mal, dass ich Rosi falsch verstanden habe!? Oder sollte es wirklich so sein, dass den Asylbewerbern der Umzug sogar noch bezuschusst wird? Wundern täte es mich eigentlich nicht.

Durch diese ganze Bevorzugung sind am Ende doch tatsächlich die Einheimischen die Diskriminierten. Der Wegzug einiger Familien wird wohl nicht nur in Kauf genommen, ich denke eher dass man Seitens der Lokalpolitik sogar darauf spekuliert hat…
Paulleger
31.05.2010, 20:26 Uhr
Verschwörungstheorien?
na klar, man siedelt also ein paar selbstverständlich kriminelle an, die den lieben langen tag nichts besseres zu tun haben als debile alte opas in rollstühlen zu überfallen, nur um einfach mal zum spaß die braven nordhäuser bürger aus ihrer rechtmäßigen heimat zu vertreiben.
ja, vielleicht lässt sich über den informationszeitpunkt streiten, andererseits klingt es ja so, als ob der einzige grund für eine frühere bekanntgabe der wäre, dass man dann schneller seine sachen packen könnte. ehrlich, wer sobald er das wort"ausländer" nur noch "schnell weg hier" denkt, ist doch selbst schuld!
Paulleger
31.05.2010, 20:31 Uhr
nochwas
ich weiß ja nicht, wie gut sich die hier kommentierenden herren oder auch damen mit dem thema asylbewerber und asylbewerberheime auskennen, aber von bevorzugen kann da, glaube ich, keine rede sein, wenn man sich die lebensumstände dort einmal genauer aunschaut
Ostdeutscher
31.05.2010, 21:27 Uhr
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vonBrosius
01.06.2010, 08:40 Uhr
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