Fr, 18:37 Uhr
06.08.2010
Sanierungspläne bei Humboldts
Die Pläne für das nächste, große Nordhäuser Bau bzw. Sanierungsprojekt schreiten voran. Die Turnhallen und das Gebäude der Oberstufe des Humboldt-Gymnasiums bedürfen der Sanierung. Da das Projekt vor allem auch eine finanzielle Herausforderung ist, war heute der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius (CDU), vor Ort.
Das die Gebäude des Humboldt-Gymnasiums eine Erneuerung dringend nötig haben steht für den Betrachter außer Frage. Besichtigt man zum Beispiel die Turnhalle am Spendekirchhof, so kommt einem unweigerlich das Wort "marode" in den Sinn. An mehreren Stellen kommt bereits der rohe Backstein zum Vorschein, und man wundert sich, das die Halle überhaupt noch genutzt wird. Weit weniger schlimm steht es um die Turnhalle in der Blasii-Straße, aber auch hier wären Reparaturen am Dach angebracht. Außerdem denkt man über eine erweiterte Nutzung des jetzigen Speisesaales nach, bei der auch die Anwohner der Umgebung mit einbezogen werden könnten.
Den größten Bauabschnitt stellt das Hauptgebäude der Oberstufe des Gymnasiums dar. Auch wenn man es dem Haus nicht unebdingt ansehen mag: das jetzige Schulgebäude war ursprünglich nur ein Teil des einstigen Lyceums und wurde bereits in den 1830er Jahren erbaut. Das eigentliche Hauptgebäude fiel 1945 der Bombardierung zum Opfer. Die Dämmung des Gebäudes sowie die Fußböden und Wände stellen die ärgsten Probleme dar. Außerdem hat man mit aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Boden zu kämpfen.
Das Gesamtvolumen der Umbaumaßnahmen beläuft sich auf schätzungsweise 7,5 Millionen Euro, wie die Bau- und Wirtschaftsdezernentin der Stadt Nordhausen, Inge Klaan (CDU), die zusammen mit den Schulleitern Köthe und Vogt sowie dem Landrat Joachim Claus durch die Anlagen führte, zu berichten wusste. Die Pläne sind recht weit gediehen und wenn alles klappt könnten die ersten Bauarbeiten im Bereich Spendekirchhof noch dieses Jahr beginnen. Dort soll dann der alte DDR-Anbau entfernt und die Turnhalle auf den historischen Ausgangszustand zurückgebaut und saniert werden.
Die Bau und Sanierungsfreude der Stadtoberen erklärt sich im übrigen nicht nur aus reiner Notwendigkeit, sondern auch aus den finanziellen Zukunftsaussichten. Spätestens ab dem Jahr 2013 wird der Bund die entsprechenden Fördermittel drastisch kürzen "daher wird alles was wir bis dahin nicht in Angriff genommen haben dann viel schwerer zu realisieren sein." so Frau Klaan.
Um auch dieses vierte Großprojekt zu stemmen bräuchte die Stadt Nordhausen mehr Fördermittel, oder genauer: eine neue städtebauliche Programmzuordnung. Daher auch der Besuch des Ministers Carius, denn die entsprechenden Entscheidungen werden in Erfurt gefällt werden. Das es sich bei den Sanierungsplänen um ein wichtiges Projekt handelt, erkannte nach eigenem bekunden auch der Minister, feste Zusagen konnte und wollte er dann aber doch noch nicht geben.
Und da er einmal da war, überreichte Minister Carius auch gleich zu Beginn noch einen Scheck über 2500 Euro an den Sportverein TTV Salza Traktor Herreden. Der Traditionssportverein der sich bereits seit 1893 dem Tischtennis verschrieben hat, braucht aber keine rundum Sanierung, sondern lediglich einige neue Platten und Geräte.
Autor: aglDas die Gebäude des Humboldt-Gymnasiums eine Erneuerung dringend nötig haben steht für den Betrachter außer Frage. Besichtigt man zum Beispiel die Turnhalle am Spendekirchhof, so kommt einem unweigerlich das Wort "marode" in den Sinn. An mehreren Stellen kommt bereits der rohe Backstein zum Vorschein, und man wundert sich, das die Halle überhaupt noch genutzt wird. Weit weniger schlimm steht es um die Turnhalle in der Blasii-Straße, aber auch hier wären Reparaturen am Dach angebracht. Außerdem denkt man über eine erweiterte Nutzung des jetzigen Speisesaales nach, bei der auch die Anwohner der Umgebung mit einbezogen werden könnten.
Den größten Bauabschnitt stellt das Hauptgebäude der Oberstufe des Gymnasiums dar. Auch wenn man es dem Haus nicht unebdingt ansehen mag: das jetzige Schulgebäude war ursprünglich nur ein Teil des einstigen Lyceums und wurde bereits in den 1830er Jahren erbaut. Das eigentliche Hauptgebäude fiel 1945 der Bombardierung zum Opfer. Die Dämmung des Gebäudes sowie die Fußböden und Wände stellen die ärgsten Probleme dar. Außerdem hat man mit aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Boden zu kämpfen.
Das Gesamtvolumen der Umbaumaßnahmen beläuft sich auf schätzungsweise 7,5 Millionen Euro, wie die Bau- und Wirtschaftsdezernentin der Stadt Nordhausen, Inge Klaan (CDU), die zusammen mit den Schulleitern Köthe und Vogt sowie dem Landrat Joachim Claus durch die Anlagen führte, zu berichten wusste. Die Pläne sind recht weit gediehen und wenn alles klappt könnten die ersten Bauarbeiten im Bereich Spendekirchhof noch dieses Jahr beginnen. Dort soll dann der alte DDR-Anbau entfernt und die Turnhalle auf den historischen Ausgangszustand zurückgebaut und saniert werden.
Die Bau und Sanierungsfreude der Stadtoberen erklärt sich im übrigen nicht nur aus reiner Notwendigkeit, sondern auch aus den finanziellen Zukunftsaussichten. Spätestens ab dem Jahr 2013 wird der Bund die entsprechenden Fördermittel drastisch kürzen "daher wird alles was wir bis dahin nicht in Angriff genommen haben dann viel schwerer zu realisieren sein." so Frau Klaan.
Um auch dieses vierte Großprojekt zu stemmen bräuchte die Stadt Nordhausen mehr Fördermittel, oder genauer: eine neue städtebauliche Programmzuordnung. Daher auch der Besuch des Ministers Carius, denn die entsprechenden Entscheidungen werden in Erfurt gefällt werden. Das es sich bei den Sanierungsplänen um ein wichtiges Projekt handelt, erkannte nach eigenem bekunden auch der Minister, feste Zusagen konnte und wollte er dann aber doch noch nicht geben.
Und da er einmal da war, überreichte Minister Carius auch gleich zu Beginn noch einen Scheck über 2500 Euro an den Sportverein TTV Salza Traktor Herreden. Der Traditionssportverein der sich bereits seit 1893 dem Tischtennis verschrieben hat, braucht aber keine rundum Sanierung, sondern lediglich einige neue Platten und Geräte.

