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Do, 07:02 Uhr
23.09.2010

Kartoffel als Eintrittskarte

Ungewöhnliches spielte sich gestern am Einlass ab. In einen Korb warfen die Gäste eine Kartoffel als Eintrittskarte. Wo gibt es denn so etwas? Und warum? Von den Antworten sind Sie nur noch einen Klick entfernt...


Ungewöhnliches spielte sich am Einlass ab. In einen Korb warfen die Gäste eine Kartoffel als Eintrittskarte. Die LIFT gGmbH, das Seniorenbegegnungszentrum Nord und die Nordhäuser Landfrauen bedankten sich mit dem 1. Nordhäuser Suppenbankett am Mittwochabend bei den zahlreichen ehrenamtlichen Akteuren, die mit ihrem unermüdlichen Engagement nicht nur aus den eigenen Projekten nicht mehr wegzudenken sind.

Und zu diesem Anlass öffnete eine mitgebrachte Kartoffel den Weg durch den Einlass. Schnell füllte sich der „Eintrittskartenkorb“ mit knapp hundert Erdfrüchten. Natürlich kam dem Korb später noch eine besondere Bedeutung zu. „Ohne sie, die Ehrenamtlichen, wäre Gemeinschaft so nicht möglich“, stellte Babett Käferstein, Projektleiterin des Mehrgenerationenhauses MEGEHA, zu Beginn fest und sprach ihnen Dank und Anerkennung aus.

Marlies Jungermann, Vorsitzende des Kreisvereins der Nordhäuser Landfrauen verwies darauf, dass die Landfrauen nicht nur gut in die ehrenamtlichen Strukturen eingebunden sind. Der Landesverbund stellt zudem den größten Frauenverbund des Freistaates. So ist es möglich, auf viele fleißige ehrenamtliche Aktive zurückzugreifen. Christina Schardt, Mitarbeiterin des Seniorenbegegnungszentrums, zeigte beispielhaft Angebote des Hauses auf, die ohne diese unentgeltlich arbeitenden Menschen wohl kaum zu realisieren seien.

LIFT-Geschäftsführerin Hannelore Haase betonte die sehr große Bedeutung jedes Einzelnen, der sich in diesem Rahmen einbringt und unverzichtbar ist: „Jeder Dritte ist ehrenamtlich tätig. Damit nimmt Thüringen die Spitzenposition unter den neuen Bundesländern ein. Diese Arbeit bildet eine wesentliche Säule des demokratischen Gemeinwesens.“ Sie verwies auf das Projekt Cora, die Dienstleistungsdrehscheibe, die Alltags- und Familienhilfen und vieles andere, „was nur mit ehrenamtlichen Strukturen funktioniert.“

Auch Bürgermeister Matthias Jendricke zollte im Namen der Stadt seinen Tribut mit anerkennenden Worten und einem Rückblick auf den schwierigen Umbruch diese besonderen, Engagements nach der Wende. „Nicht jeden Tag bekommt man (als Ehrenamtlicher) auf die Schulter geklopft. Und dass wir es den Vereinen und Ehrenamtlichen mitunter als Behörde schwierig machen, wissen wir“, gab er unumwunden zu.

Christine Wagner, als Vertreterin für den Landkreis erschienen, unterstrich das zentrale Bedürfnis nach Gemeinschaft, Hilfe und Unterstützung, dem die ehrenamtlich Wirkenden gerecht werden, wenn sie sich bereit erklären sich einzubringen. Nach musikalischen und zauberkünstlerischen Darbietungen öffneten sich dann endlich die Deckel der dampfenden Töpfe mit verschiedensten und überaus leckeren Suppen. Das dieses 1. Suppenbankett den Beginn einer jährlichen Tradition einläuten soll, darin waren sich die Veranstalter einig.
Leckere Suppe als Dankeschön (Foto: M. Daniel)
Sorgten für Appetitanregung: Erika Schirmer am Klavier und Margot Hattenhauer mit Holzlöffel und Stimme (Foto: M. Daniel)
Mit Vielseitigkeit, großem Nutzen bei kleinem Aufwand und der Gewichtigkeit der Menge erlangte die Kartoffel an diesem Abend eine Symbolwirkung. Den schweren Korb nahmen Christine Wagner und Matthias  (Foto: M. Daniel)
Autor: nnz

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