Fr, 06:50 Uhr
01.10.2010
Enttäuschte Sundhäuser
Der Donnerstag Abend an der Sundhäuser Kirche ist nun schon seit vielen Wochen der Treffpunkt für engagierte Bürger, die für einen anderen Autohof-Standort fernab von Wohngebieten eintreten. Bemerkenswert ist, daß sich immer wieder neue Anwohner einfinden, um für ihren Ort aktiv zu werden...
Gestern gab es vor allem Diskussionen zu einem Thema: Wie vertritt der gewählte Sundhäuser Ortsteilrat seinen Ort – seine Bürger in der Autohof-Frage? Unzählige Versuche seitens der Sundhäuser, insbesondere durch die Bürgerinitiative, waren seit der Versammlung in der Festhalle und nach dem Vorliegen der Ergebnisse der Unterschriftensammlung unternommen worden, um eine gemeinsame Vorgehensweise in der Sache zu erreichen. Immer wieder hatten Verantwortungsträger aus Nordhausen darauf verwiesen, daß durch die gewählten Vertreter des Ortes eine grundsätzlich positive Stellung zum Autohof am Ort signalisiert worden sei.
Hoch waren deshalb die Erwartungen an die für den Dienstag anberaumte Ortsteilratssitzung - hatte doch ein Ortsteilratsmitglied in Gesprächen mit Vertretern der Bürgerinitiative vorgeschlagen, eine neue Abstimmung des Ortsteilrates zur Sache durchzuführen. Was aber dann am Dienstag geschah, ist nur sehr schwer nachzuvollziehen, angesichts der Tragweite des Autohofvorhabens direkt am Ort und der Bürgermeinung dazu.
Sehr positiv zu bewerten ist zunächst die Tatsache, daß zwei von sieben anwesenden und stimmberechtigten Ortsteilratsmitgliedern in der durchgeführten Vorabstimmung, mit dem Ziel, die Sachfrage (Autohofstandort Sundhausen ja oder nein) noch einmal neu aufzunehmen und neu zur Sache abzustimmen, ganz klar dafür votierten, dieses zu tun. Zwei weitere Ortsteilratsmitglieder enthielten sich und bekundeten damit Neutralität und somit Offenheit. Drei Ortsteilräte stimmten unter den Augen vieler anwesender Sundhäuser – es waren mindestens dreißig Anwohner vor und in dem Versammlungsraum anwesend – gegen eine erneute Abstimmung zur Sache (Autohofstandort ja oder nein). Für niemanden verständlich war insbesondere der Umstand, daß ausgerechnet die Stimme des Ortsteilratsmitgliedes, das erst eine erneute Abstimmung in der Sache angeregt hatte, nun plötzlich auch unter diesen drei abgegebenen Stimmen zu finden war.
Empörung wurde bereits am Dienstag Abend und vor allem gestern vor der Kirche laut. Kaum einer der Anwesenden fühlte sich noch im wohlverstandenen Sinne von diesen drei Ortsteilratsmitgliedern als Bürger Sundhausens vertreten, insbesondere da die mehrheitliche ablehnende Meinung im Ort seit Wochen bekannt ist. Rücktrittsforderungen werden gestellt. Es wird bekannt, daß bereits am Tag nach dem Ereignis verschiedene bereits mit einigen der übrigen Ortsteilratsmitglieder Gespräche führten zur Autohofproblematik.
Während das Vertrauen vieler Sundhäuser in einen Teil ihrer Vertreter im Ort auf den Nullpunkt gesunken sein dürfte, fand am Mittwoch ein Gespräch mit einem Stadtrat aus Nordhausen statt, der sich extra und das bereits zum zweiten Mal auf den Weg zu den Sundhäusern direkt in ihren Ort begeben hatte. In einer angenehmen Atmosphäre wurden Argumente ausgetauscht.
Andere Bürger hatten ebenfalls Gespräche mit Stadträten zur Autohofproblematik geführt und berichteten vor der Kirche davon. Wieder andere Bürger stehen im Kontakt mit Bürgern aus Bleicherode, sie wußten zu berichten, daß man sich dort über die Autohofansiedlung freuen würde. Die Lkw-Fahrer von der A 38 könnten dort fernab von Wohnbebauung in aller Ruhe auf einer bereits erschlossenen Fläche, auf welcher der Autohof entstehen soll, ihre wohl verdiente Pause einlegen. Arbeitsplätze entstünden hier wie dort und Steuern fließen ebenfalls und kämen letztendlich der Region als ganzes zugute.
Wieder andere Bürger verwiesen darauf, daß auch das Landratsamt sich gegen den Standort Sundhausen ausgesprochen habe, sie hoffen auf eine vermittelnde Rolle des Landkreises in der Sache, damit nicht noch mehr kostbare Zeit vergeht und unnötig Steuergelder in die Sundhäuser Variante verloren gehen.
Auch aus anderen eingemeindeten Nachbarorten Sundhausens wird Bürgern gegenüber offenbar immer deutlicher erklärt, daß man von diesen Ortens aus sehr genau verfolge, wie mit den Sundhäuser Bürgern umgegangen werde in der Autohoffrage. Bürger aus Nordhausen melden sich bei der Sundhäuser Bürgerinitiative und empfehlen, Kontakte mit überörtlichen Stellen aufzunehmen. Gibt es wirklich keine sachlichen Argumente für einen anderen Standort ?
J. Jödicke, Sundhausen
Autor: nnzGestern gab es vor allem Diskussionen zu einem Thema: Wie vertritt der gewählte Sundhäuser Ortsteilrat seinen Ort – seine Bürger in der Autohof-Frage? Unzählige Versuche seitens der Sundhäuser, insbesondere durch die Bürgerinitiative, waren seit der Versammlung in der Festhalle und nach dem Vorliegen der Ergebnisse der Unterschriftensammlung unternommen worden, um eine gemeinsame Vorgehensweise in der Sache zu erreichen. Immer wieder hatten Verantwortungsträger aus Nordhausen darauf verwiesen, daß durch die gewählten Vertreter des Ortes eine grundsätzlich positive Stellung zum Autohof am Ort signalisiert worden sei.
Hoch waren deshalb die Erwartungen an die für den Dienstag anberaumte Ortsteilratssitzung - hatte doch ein Ortsteilratsmitglied in Gesprächen mit Vertretern der Bürgerinitiative vorgeschlagen, eine neue Abstimmung des Ortsteilrates zur Sache durchzuführen. Was aber dann am Dienstag geschah, ist nur sehr schwer nachzuvollziehen, angesichts der Tragweite des Autohofvorhabens direkt am Ort und der Bürgermeinung dazu.
Sehr positiv zu bewerten ist zunächst die Tatsache, daß zwei von sieben anwesenden und stimmberechtigten Ortsteilratsmitgliedern in der durchgeführten Vorabstimmung, mit dem Ziel, die Sachfrage (Autohofstandort Sundhausen ja oder nein) noch einmal neu aufzunehmen und neu zur Sache abzustimmen, ganz klar dafür votierten, dieses zu tun. Zwei weitere Ortsteilratsmitglieder enthielten sich und bekundeten damit Neutralität und somit Offenheit. Drei Ortsteilräte stimmten unter den Augen vieler anwesender Sundhäuser – es waren mindestens dreißig Anwohner vor und in dem Versammlungsraum anwesend – gegen eine erneute Abstimmung zur Sache (Autohofstandort ja oder nein). Für niemanden verständlich war insbesondere der Umstand, daß ausgerechnet die Stimme des Ortsteilratsmitgliedes, das erst eine erneute Abstimmung in der Sache angeregt hatte, nun plötzlich auch unter diesen drei abgegebenen Stimmen zu finden war.
Empörung wurde bereits am Dienstag Abend und vor allem gestern vor der Kirche laut. Kaum einer der Anwesenden fühlte sich noch im wohlverstandenen Sinne von diesen drei Ortsteilratsmitgliedern als Bürger Sundhausens vertreten, insbesondere da die mehrheitliche ablehnende Meinung im Ort seit Wochen bekannt ist. Rücktrittsforderungen werden gestellt. Es wird bekannt, daß bereits am Tag nach dem Ereignis verschiedene bereits mit einigen der übrigen Ortsteilratsmitglieder Gespräche führten zur Autohofproblematik.
Während das Vertrauen vieler Sundhäuser in einen Teil ihrer Vertreter im Ort auf den Nullpunkt gesunken sein dürfte, fand am Mittwoch ein Gespräch mit einem Stadtrat aus Nordhausen statt, der sich extra und das bereits zum zweiten Mal auf den Weg zu den Sundhäusern direkt in ihren Ort begeben hatte. In einer angenehmen Atmosphäre wurden Argumente ausgetauscht.
Andere Bürger hatten ebenfalls Gespräche mit Stadträten zur Autohofproblematik geführt und berichteten vor der Kirche davon. Wieder andere Bürger stehen im Kontakt mit Bürgern aus Bleicherode, sie wußten zu berichten, daß man sich dort über die Autohofansiedlung freuen würde. Die Lkw-Fahrer von der A 38 könnten dort fernab von Wohnbebauung in aller Ruhe auf einer bereits erschlossenen Fläche, auf welcher der Autohof entstehen soll, ihre wohl verdiente Pause einlegen. Arbeitsplätze entstünden hier wie dort und Steuern fließen ebenfalls und kämen letztendlich der Region als ganzes zugute.
Wieder andere Bürger verwiesen darauf, daß auch das Landratsamt sich gegen den Standort Sundhausen ausgesprochen habe, sie hoffen auf eine vermittelnde Rolle des Landkreises in der Sache, damit nicht noch mehr kostbare Zeit vergeht und unnötig Steuergelder in die Sundhäuser Variante verloren gehen.
Auch aus anderen eingemeindeten Nachbarorten Sundhausens wird Bürgern gegenüber offenbar immer deutlicher erklärt, daß man von diesen Ortens aus sehr genau verfolge, wie mit den Sundhäuser Bürgern umgegangen werde in der Autohoffrage. Bürger aus Nordhausen melden sich bei der Sundhäuser Bürgerinitiative und empfehlen, Kontakte mit überörtlichen Stellen aufzunehmen. Gibt es wirklich keine sachlichen Argumente für einen anderen Standort ?
J. Jödicke, Sundhausen



