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Di, 15:28 Uhr
12.10.2010

Bunte Ausstellungen im Bürgersaal

Am vergangenen Sonntag verewigte der Kindertreff Adventjugend seine Botschaft zu Toleranz, Respekt und Vielfalt auf dem Straßenpflaster der Rolandsstadt. Die Aktion war Teil der „Bunten Wege“, ein Projekt bei dem seit August verschiedene Gruppen die Nordhäuser Innenstadt farbenfroher gestaltet haben, und so ein Zeichen setzen wollten. Seit heute ist im Bürgersaal des neuen Rathauses eine Ausstellung rund um die „Bunten Wege“ zu sehen.

Ausstellung eröffnet (Foto: A. Glashagel) Ausstellung eröffnet (Foto: A. Glashagel)

Es waren die Jungen und Mädchen des Kinderkellers KatzMaus in Ost, die in der brütenden Hitze des Sommers den Anfang gemacht hatten. Das war Ende Juli. Inzwischen haben sich beinahe 30 verschiedene Nordhäuser Einrichtungen, Vereine und Institutionen an den „Bunten Wegen“ beteiligt. Die bunten Hand- und Fußabdrücke, sowie die „Respekt“, „Toleranz“ und „Vielfalt“ anmahnenden Schriftzüge sollen, auf das Engagement der Stadt im Rahmen des lokalen Aktionsplanes (LAP) aufmerksam machen. Dank des LAP sind durch das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ in den letzten drei Jahren rund 40 verschiedene Projekte entstanden, die sich gegen Rechtsextremismus wenden und sich für Demokratie und Vielfalt einsetzen. Die einzelnen Aktionen waren unterschiedlichster Natur und reichten von Workshopangeboten, über Theateraufführungen, Filmproduktionen, Stadtrundgänge, sozial-integrativen Maßnahmen bis hin zu den „Bunten Wegen“.

Die Idee zu der Farbenfrohen Aktion wurde während „Vielfalt tut gut“ –Projektes „Über alle Grenzen“ geboren und verselbständigte sich zusehends. Tatsächlich haben zunächst viele Einrichtungen und Institutionen an den „Bunten Wegen“ mitgewirkt, die selber Träger anderer „Vielfalt tut gut“- Projekte waren. Durch die Zusammenarbeit mit der Stadt, die derzeit das neue Thüringer Bildungsmodell „nelecom“ (Neue Lernkultur in Kommunen) in Nordhausen zu verankern sucht, sowie der zunehmenden Berichterstattung, fühlten sich aber auch andere Teilnehmer angesprochen und beteiligten sich nahezu spontan an den „Bunten Wegen“.

In den vergangenen drei Jahren sind, im Zuge der vielen realisierten Projekte auch Netzwerke und Partnerschaften entstanden. Damit diese auch eine Nachhaltige Wirkung entfalten, und neue Synergieeffekte entstehen können, setzt sich Stefanie Knoche, Bildungs- und Jugendreferentin der Stadt Nordhausen, im Rahmen von „nelecom“ ein. Sie will die Zusammenarbeit von Schulen, Kindergärten und anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen stärken, die gemeinsamen Ressourcen bündeln und so die Bildung fördern.

Ihrem Engagement ist es auch zu verdanken das man sich im Bürgersaal nicht nur über die „Bunten Wege“ und das „Vielfalt tut gut“- Programm informieren kann, sondern auch etwas über das Regenwaldprojekt des Vereins Schrankenlos erfährt, das durch „nelecom“ gefördert wurde. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Nordhäuser Schulen und Kindergärten entstand eine Bildersammlung rund um das Thema Regenwald, die am vergangenen Donnerstag in der Blasii-Kirche der Öffentlichkeit vorgestellt worden war. Während am Donnerstagabend noch die vornehmlich Erwachsenen Besucher bei südamerikanischen Klängen manch interessantes zu Umwelt, Einwohnern und Ausbeutung des Regenwaldes erfahren konnten, waren es am vergangenen Freitag die beteiligten Kinder, die Unterricht abseits der ausgetretenen Schulbuchpfade genießen konnten.

Wenn sich der Oktober seinem Ende entgegen neigt, wird mit den letzten „Vielfalt tut gut“- Projekten auch das Bundesprogramm selbst seinen Abschluss finden. Inzwischen ist aber klar, dass es ein Nachfolgeprogramm geben wird. „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ soll, wahrscheinlich ab 2011, an den Erfolg von „Vielfalt tut gut“ anknüpfen. Noch steht nicht eindeutig fest, ob sich die Stadt Nordhausen auch an diesem Programm wird beteiligen können, man hat jedoch das Interessenbekundungsverfahren eingeleitet, wie aus dem Kulturamt zu erfahren war.

Beide Ausstellungen, die „Bunten Wege“ und das Regenwaldprojekt, werden noch zwei Wochen, bis zum 22. Oktober, im Bürgersaal im neuen Rathaus zu sehen sein. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.
Autor: nnz

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