Keine Privatisierung geplant
Die nnz hatte heute über einen anstehenden Wechsel in der Geschäftsführung des Nordhäuser Südharz-Krankenhauses berichtet. Dazu geben jetzt die beiden Gesellschafter eine Stellungnahme ab...
Zum anstehenden Wechsel in der Geschäftsführung der Südharzkrankenhaus Nordhausen gGmbH erklären Joachim Claus, Landrat des Landkreises Nordhausen und Barbara Rinke, Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen, als Vertreter der Gesellschafter der gGmbH:
Die kommunalen Gesellschafter des Krankenhauses sind sich der hohen Verantwortung bewusst, die die Trägerschaft für eine derart wichtige medizinische Einrichtung mit sich bringt. Deshalb wird klargestellt:
Die Krankenhaus gGmbH arbeitet sehr erfolgreich und steht auf finanziell sicherem Fundament... Es gibt keinen Grund angesichts des anstehenden Geschäftsführerwechsels eine Neuausrichtung der Grundphilosophie des Krankenhauses vorzunehmen.
Joachim Claus, Barbara Rinke
Autor: nnz
Kommentare
Nordhäuserin
13.10.2010, 14:49 Uhr
Was Politiker schon sagen...
... ist Monate später keinen Pfifferling mehr wert. In einigen Fraktionen des Kreistages weiß ich 100prozentig von diesem Trend des bevorstehenden Outcoursings. Dort wird auch offen darüber erzählt, dass nun endlich die Chefärzte mehr Geld bekommen, damit mehr deutschsprechende hierbleiben. Das Geld wird im Pflegebereich weggenommen, wetten dass?
Nur einer störte eben: Herr Pille. Aber das Problem ist ja Gott sei Dank durch den Beauftragten Herrn Markgraf ausgeräumt worden.
WR-NDH
13.10.2010, 15:14 Uhr
Privatisierung
Natürlich kenne ich die Hintergründe des Wechsels in der Geschäftsführung des Krankenhauses nicht, habe aber eine böse Vermutung: die durch das Südharzkrankenhaus unter Führung des Herrn Pille erwirtschafteten Gewinne, die man im elektronischen Bundesanzeiger nachlesen kann, sind wohl noch nicht ausreichend.
Die vorstehende Versicherung der Gesellschafter könnte möglicherweise in ein zwei Jahren nicht mehr gelten und man privatisiert dann, wenn keiner mehr an diese Versicherung denkt, unter stichhaltigen Begründungen diese Gesundheitseinrichtung.
Ich werde daher diesen Beitrag aufbewahren und mich, falls meine Befürchtung zutreffen sollte, zu gegebener Zeit bemerkbar machen.
Gallo
13.10.2010, 15:33 Uhr
pläne ändern sich
es ist vollbracht !.....pille wird vertrieben, der bisher einer privatisierung im wege stand....eine gute gelegenheit für einen bürgermeister, der bestimmt nicht wieder gewählt wird, sich einen posten im privatisierten krankenhaus zu schaffen und der frau pape "die brücke" zu überlassen
76er
13.10.2010, 18:42 Uhr
Privatisierung , Geschäftsführerwechsel
Sicherlich gibt es Gründe für einen Wechsel der Geschäftsführung, die erwirtschafteten Gewinne sind dafür bestimmt nicht der Grund. Das Nordhäuser Krankenhaus kann nicht gewinnorientiert arbeiten, da es eine gGmbh ist also gemeinnützig Gesellschaft. Sicherlich fällt dabei was ab, aber nie soviel wie in einem Privatisierten.
Privatisierung, da gibt es Vor- und Nachteile.
Betriebswirtschaftlich haben es die KH der öffentlichen Hand etwas besser, sie bekommen für die jährlichen Kosten (Personal, Betriebskosten, Material usw) Finanzen von den Krankenkassen.
Für große Investitionen wie Medizinische Geräte z.B. CT, MRT, Bestrahlungsgeräte usw, für Neubauten und Umbauten bekommen sie das Geld vom Land - das dauert zwar z T lange und kommt auch nicht immer alles sofort ,sondern über mehrere Jahre verteilt.
Private Kliniken bekommen kein Geld vom Land, sie müssen alle Investitionen aus dem erwirtschafteten Gewinn bestreiten. Jedes Jahr müssen die Privaten Kliniksbetreiber dafür mit den Krankenkassen verhandeln.
Schon beim Personal gibt es Unterschiede. Der Bruttoverdienst im öffentlichen KH ist höher als bei den Privaten, macht bei manchen 200 € pro Monat auf die Hand aus. Deswegen versuchen die Privaten mit weniger Personal das gleiche zu leisten wie die öffentlichen, meist zu lasten der Schwestern und Pfleger.
Und die Privaten Betreiber kämpfen um jeden Cent den sie nicht ausgeben müssen. Ich drücke den Nordhäuser KH die Daumen, daß sie weiter öffentlich bleiben.
Nervensäge
13.10.2010, 21:49 Uhr
Der Klügere gibt nach
Es war ja schon in der nnz zu lesen, dass die Zusammenarbeit zwischen Herrn Pille und Herrn Markgraf nich die Beste ist. Für mich hat Herr Pille das Krankenhaus seit 20 Jahren zu einer Erfolgsgeschichte in Thüringen gemacht.
Ob hier der "Richtige" gegangen wurde darf bezweifelt werden. Zur Stellungnahme von Frau Rinke und Herrn Claus kann man nur sagen, dass es sich gehört hätte. zumindest Herrn Pille für seine Leistung zu danken und nicht Herrn Jendricke den Weg als Geschäftsführer zum Südharzkrankenhaus zu ebnen.
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