Do, 13:39 Uhr
14.10.2010
Schöneres Ortsbild und Hochwasserschutz
In Nordhausens Ortsteil Leimbach hat der Gewässerunterhaltungsverband (GUV) Harzvorland jetzt den zweiten Abschnitt der Re-Naturierung des Leim- und Weningenbaches abgeschlossen – und damit zugleich die Neugestaltung eines Teils des Leimbacher Zentrums zwischen der Alten Bauernstraße und der Brauhausstraße...
OB Rinke, Ortsbürgermeister König und Kerstin Windisch (von vorn) am Ufer des frei gelegten Weningenbachs im Zentrum von Leimbach. Foto: Patrick Grabe
Die Freilegung und Sanierung des Bachs durch den GUV und die begleitenden Arbeiten durch die Stadtverwaltung, den Wasserverband und die Energieversorgung Nordhausen haben zu einer gelungen Neugestaltung in diesem Bereich geführt, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Ortsteilbürgermeister Manfred König sprach von einem mehr als optischen Gewinn für das gesamte Ortsbild. Bereits im Vorjahr war der Leimbach renaturiert worden.
Seit dem Frühjahr wurde die Verrohrung des Weningenbachs saniert. Der Weningenbach ist im Oberlauf offen und durch eine gewässertypische Struktur geprägt. Im Siedlungsbereich hatte er durch seine Verrohrung die gesamte Natürlichkeit verloren. Wir haben den Bach auf 100 Meter Länge - über 50 Prozent seiner Länge – nun geöffnet und die gesamten Uferbereiche neu gestaltet, so Kerstin Windisch vom GUV.
Bei der Neugestaltung des Baches habe man die Struktur im Gewässer beispielsweise durch den Aufbau einer Gewässersohle mit Störsteinen verbessert. Mit der Anpflanzung von Gehölzen im Uferbereich werden weitere ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt. Der Einbau einer dreidimensionalen Erosionsschutzmatte aus Polyamidgewebe, verfüllt mit einem Mineralstoff- Bitumengemisch war aufgrund der örtlichen Gegebenheit zwingend geboten, um die Hänge vor dem Abrutschen zu schützen. Trotz anfänglicher Skepsis: Diese Matten sind inzwischen prima bewachsen und erfüllen ihren Zweck, so Frau Windisch.
In den Bereichen, in denen eine Öffnung des Wenigenbachs, z. B. auf Grund von Straßen oder Grundstückzufahrten nicht möglich waren, wurde die Verrohrung durch einen neuen Kanal ersetzt. Die Abwassereinleitung in den Bach gehört nun der Vergangenheit an. Entlang des Weningenbachs wurde durch den Stadtentwässerungsbetrieb ein neuer Abwasserkanal zur städtischen Kläranlage verlegt. Auch andere Versorgungsträger sanierten im Zuge des Vorhabens ihr Leitungsnetz, z. B. der Wasserverband Nordhausen, die Energieversorgung Nordhausen (Gas und Strom), Stadtbeleuchtung.
Nur durch die Kooperation der angrenzenden Grundstückseigentümer bei der Öffnung des Weningenbachs und den damit verbundenen Grundstücksverkäufen war es möglich, mitten in der Ortslage ein Gewässer wieder zu öffnen. Vielen Dank dafür, sagte Ortsteilbürgermeister König. Das Vorhaben wurde vom Land Thüringen bzw. der EU mit 70 Prozent gefördert.
Autor: nnzOB Rinke, Ortsbürgermeister König und Kerstin Windisch (von vorn) am Ufer des frei gelegten Weningenbachs im Zentrum von Leimbach. Foto: Patrick Grabe
Die Freilegung und Sanierung des Bachs durch den GUV und die begleitenden Arbeiten durch die Stadtverwaltung, den Wasserverband und die Energieversorgung Nordhausen haben zu einer gelungen Neugestaltung in diesem Bereich geführt, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Ortsteilbürgermeister Manfred König sprach von einem mehr als optischen Gewinn für das gesamte Ortsbild. Bereits im Vorjahr war der Leimbach renaturiert worden.
Seit dem Frühjahr wurde die Verrohrung des Weningenbachs saniert. Der Weningenbach ist im Oberlauf offen und durch eine gewässertypische Struktur geprägt. Im Siedlungsbereich hatte er durch seine Verrohrung die gesamte Natürlichkeit verloren. Wir haben den Bach auf 100 Meter Länge - über 50 Prozent seiner Länge – nun geöffnet und die gesamten Uferbereiche neu gestaltet, so Kerstin Windisch vom GUV.
Bei der Neugestaltung des Baches habe man die Struktur im Gewässer beispielsweise durch den Aufbau einer Gewässersohle mit Störsteinen verbessert. Mit der Anpflanzung von Gehölzen im Uferbereich werden weitere ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt. Der Einbau einer dreidimensionalen Erosionsschutzmatte aus Polyamidgewebe, verfüllt mit einem Mineralstoff- Bitumengemisch war aufgrund der örtlichen Gegebenheit zwingend geboten, um die Hänge vor dem Abrutschen zu schützen. Trotz anfänglicher Skepsis: Diese Matten sind inzwischen prima bewachsen und erfüllen ihren Zweck, so Frau Windisch.
In den Bereichen, in denen eine Öffnung des Wenigenbachs, z. B. auf Grund von Straßen oder Grundstückzufahrten nicht möglich waren, wurde die Verrohrung durch einen neuen Kanal ersetzt. Die Abwassereinleitung in den Bach gehört nun der Vergangenheit an. Entlang des Weningenbachs wurde durch den Stadtentwässerungsbetrieb ein neuer Abwasserkanal zur städtischen Kläranlage verlegt. Auch andere Versorgungsträger sanierten im Zuge des Vorhabens ihr Leitungsnetz, z. B. der Wasserverband Nordhausen, die Energieversorgung Nordhausen (Gas und Strom), Stadtbeleuchtung.
Nur durch die Kooperation der angrenzenden Grundstückseigentümer bei der Öffnung des Weningenbachs und den damit verbundenen Grundstücksverkäufen war es möglich, mitten in der Ortslage ein Gewässer wieder zu öffnen. Vielen Dank dafür, sagte Ortsteilbürgermeister König. Das Vorhaben wurde vom Land Thüringen bzw. der EU mit 70 Prozent gefördert.


