Mi, 19:37 Uhr
15.12.2010
Wie sieht das neue Konzept aus?
Der Bau eines Einkaufszentrums am Nordhäuser Pferdemarkt beschäftigte am Abend den Nordhäuser Stadtrat. Wieder mal - heute wurde eine Änderung des Konzepts vorgestellt. Wurde dem aber auch zugestimmt?
Und wieder einmal war es Investorenvertreter Rüdiger Weitzel, der den Stadträten die Investition schmackhaft machen sollte. Zuvor tat Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) die Historie des Pferdemarktes kund. nnz-Leser können das im Archiv dieser Zeitung nachlesen.
Letztlich sei es die Finanzkrise gewesen, die fast alles zunichte gemacht hatte. Jetzt, wo sich vieles am globalen Finanzhimmel aufhellt, soll ein abgeändertes Konzept vorgestellt werden. Das sieht im Wesentlichen eine Verringerung der Bruttogeschossfläche von 24.auf 19.900 Quadratmeter vor. Auch die Nutzfläche ändert von 10.500 auf 9.200 Quadratmeter.
Weitzel sprach auch die sich in den vergangenen zwei Jahren veränderten Bedingungen an. So habe die Südharz-Galerie deutlich an Qualität zugelegt, auch seien die Flächen am Roland-Tor hinzugekommen. Also wollen die Pferdemarkt-Planer mehr Flexibilität und die Parkplatzsituation verbessern. Bereits im Obergeschoss wird es – wie von eventuellen Mietern nachgefragt - Parkflächen geben, die bislang nur im Dachgeschoss geplant war. Diese wird es auch weiterhin geben.
Jetzt muss allerdings wieder ein Bauantrag gestellt werden, sechs Wochen nach der Baugenehmigung und mit einer Vermietungsquote von 80 Prozent soll mit dem Bau begonnen werden. Ende 2012 sollte das Einkaufszentrum dann endlich geöffnet sein.
Claus-Peter Roßberg (FDP) fragte Herrn Weitzel, ob es denn auch einen Fassadenwettbewerb noch geben könne, da dieser Standort von zentraler Bedeutung für die Stadt sei. Das sagte Weitzel zu. Gisela Hartmann mahnte mehr Verantwortung für das Zentrum an und wolle die Bürgerschaft ausführlich informieren und an einer Entscheidungsfindung beteiligen. Außerdem verlangte Hartmann eine Einbeziehung der Planungen zum Blasiikirchplatz. Hier insbesondere der Siegerin des damaligen Wettbewerbs.
Martin Höfer (FDP) erinnerte daran, dass die Stadträte langsam ungeduldig werden. Ihm fehle die Glaubwürdigkeit, dass der Investor jetzt in die Pötte kommen würde.
Die CDU-Fraktion wolle keine erste Lesung, sondern einen Beschluss und hatte keine Probleme mit der Glaubwürdigkeit des Investors. Für die LINKE sagte Alexander Scharff, dass die Hoffnung zuletzt sterben würde und jetzt abgestimmt werden soll. Volker Fütterer fand, dass der Investor die Verwaltung und den Stadtrat über Jahre hinweg lächerlich mache und wünschte sich, dass jetzt endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ich stimme dem Projekt zu, glaube aber nicht, dass sie, Herr Weitzel, das schaffen. Für mich sind sie nicht mehr glaubwürdig.
Rüdiger Weitzel wollte das nicht so stehen lassen, der Investor habe mehr als 2,5 Millionen Euro und die Vorwürfe von Fütterer seien auch deshalb unangemessen.
Schließlich wurde abgestimmt. Zuerst über eine erste Lesung: die wurde abgelehnt, ebenso abgelehnt wurde ein zusätzlicher Fassadenwettbewerb. Angenommen wurde dann mit großer Mehrheit das neue Konzept für das Einkaufszentrum.
Autor: nnzUnd wieder einmal war es Investorenvertreter Rüdiger Weitzel, der den Stadträten die Investition schmackhaft machen sollte. Zuvor tat Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) die Historie des Pferdemarktes kund. nnz-Leser können das im Archiv dieser Zeitung nachlesen.
Letztlich sei es die Finanzkrise gewesen, die fast alles zunichte gemacht hatte. Jetzt, wo sich vieles am globalen Finanzhimmel aufhellt, soll ein abgeändertes Konzept vorgestellt werden. Das sieht im Wesentlichen eine Verringerung der Bruttogeschossfläche von 24.auf 19.900 Quadratmeter vor. Auch die Nutzfläche ändert von 10.500 auf 9.200 Quadratmeter.
Weitzel sprach auch die sich in den vergangenen zwei Jahren veränderten Bedingungen an. So habe die Südharz-Galerie deutlich an Qualität zugelegt, auch seien die Flächen am Roland-Tor hinzugekommen. Also wollen die Pferdemarkt-Planer mehr Flexibilität und die Parkplatzsituation verbessern. Bereits im Obergeschoss wird es – wie von eventuellen Mietern nachgefragt - Parkflächen geben, die bislang nur im Dachgeschoss geplant war. Diese wird es auch weiterhin geben.
Jetzt muss allerdings wieder ein Bauantrag gestellt werden, sechs Wochen nach der Baugenehmigung und mit einer Vermietungsquote von 80 Prozent soll mit dem Bau begonnen werden. Ende 2012 sollte das Einkaufszentrum dann endlich geöffnet sein.
Claus-Peter Roßberg (FDP) fragte Herrn Weitzel, ob es denn auch einen Fassadenwettbewerb noch geben könne, da dieser Standort von zentraler Bedeutung für die Stadt sei. Das sagte Weitzel zu. Gisela Hartmann mahnte mehr Verantwortung für das Zentrum an und wolle die Bürgerschaft ausführlich informieren und an einer Entscheidungsfindung beteiligen. Außerdem verlangte Hartmann eine Einbeziehung der Planungen zum Blasiikirchplatz. Hier insbesondere der Siegerin des damaligen Wettbewerbs.
Martin Höfer (FDP) erinnerte daran, dass die Stadträte langsam ungeduldig werden. Ihm fehle die Glaubwürdigkeit, dass der Investor jetzt in die Pötte kommen würde.
Die CDU-Fraktion wolle keine erste Lesung, sondern einen Beschluss und hatte keine Probleme mit der Glaubwürdigkeit des Investors. Für die LINKE sagte Alexander Scharff, dass die Hoffnung zuletzt sterben würde und jetzt abgestimmt werden soll. Volker Fütterer fand, dass der Investor die Verwaltung und den Stadtrat über Jahre hinweg lächerlich mache und wünschte sich, dass jetzt endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ich stimme dem Projekt zu, glaube aber nicht, dass sie, Herr Weitzel, das schaffen. Für mich sind sie nicht mehr glaubwürdig.
Rüdiger Weitzel wollte das nicht so stehen lassen, der Investor habe mehr als 2,5 Millionen Euro und die Vorwürfe von Fütterer seien auch deshalb unangemessen.
Schließlich wurde abgestimmt. Zuerst über eine erste Lesung: die wurde abgelehnt, ebenso abgelehnt wurde ein zusätzlicher Fassadenwettbewerb. Angenommen wurde dann mit großer Mehrheit das neue Konzept für das Einkaufszentrum.



