Mi, 19:11 Uhr
19.01.2011
Den Blick ins Freie wagen
Nach dem Neujahrsempfang der Nordhäuser Sparkasse geht es mit dem Empfängen Schlag auf Schlag. Heute Abend stand der gemeinsame Empfang von Stadtverwaltung und Fachhochschule im Terminkalender vieler Menschen. Auch in dem der nnz...
Die Bläsergruppe Birkenmoor begrüßte die rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur mit einem frühlingshaften Gruß. Dies nahm Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zum Anlass, um auf ein grünes Highlight in diesem Jahr hinzuweisen: Der offiziellen Ausweisung des Südharzes als Naturpark, was Anfang Februar erfolgen wird. Und die Musik passte auch hervorragend zum Jahr des Waldes und zum Harzfest, das in diesem Jahr im Juli auf dem Nordhäuser Petersberg ausgerichtet wird.
Barbara Rinke (Foto: nnz)
Weitere Themen der Neujahrsbotschaft waren in der Bundespolitik angesiedelt, aber Rinke ging auch auf das Erstarken der Basisdemokratie ein. Stuttgart 21 – steht dafür als Synonym und für das – aus ihrer Sicht – verloren gegangene Vertrauen der Menschen in die Politik. Das hat das zurückliegende Jahr gezeigt von Berlin über Hamburg nach Stuttgart und bis hierher nach Nordhausen. Konflikte, die in ihrer Schärfe und der Art der Austragung den Rand des Erträglichen erreichten. Streit ist in einer Demokratie nötig, um zum Schluss zu guten ausgewogenen Entscheidungen zu kommen. Doch wenn sich Regierungsmitglieder als Gurkentruppe beschimpfen, wenn Wasserwerfer gegen demonstrierende Bürger eingesetzt werden oder wenn kommunale Verantwortungsträger bei einer Bürgerversammlung krakelend herabgewürdigt werden, ist Vieles durcheinandergeraten, so das Stadtoberhaupt.
Nordhausen habe sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, sei attraktiver geworden, rund 1000 neue Erdenbürger hätten im vergangenen Jahr das Licht der Welt in Nordhausen erblickt. Und wie immer äußerte Barbara Rinke drei Wünsche: Wenn ich für 2011 so wie im Märchen drei Wünsche frei hätte, dann würden sie lauten: den Blick ins Freie nicht vergessen, mehr Vertrauen wagen und Wutbürger werdet zu Mutbürgern. Das bringt uns als Stadt und Region voran.
Auch in diesem Jahr werde in Nordhausen weiter investiert. Das Einkaufszentrum am Pferdemarkt werde kommen und mit dem Bau der Tiefgarage hinter dem Rathaus soll begonnen werden. Insgesamt sind das Investitionen von mehr als 35 Millionen Euro.
Jörg Wagner (Foto: nnz)
Nach Rinke ergrifff der Hausherr des Audimax und der Fachhochschule, Prof. Dr. Jörg Wagner, das Wort. Der stellte die FH als eine leistungsfähige innovationsfreudige und gut in der Region verankerte Bildungs- und Forschungsstätte dar. Kritik übte Wagner an der Landesregierung: Nach wie vor ist die Fachhochschule Nordhausen trotz ihrer sehr hohen Leistung und ihres sehr guten Rufes im Vergleich zu den anderen Thüringer Hochschulen finanziell deutlich schlechter ausgestattet. Diese Situation muss sich ändern und ich rufe die Landesregierung auf, diese erfolgreiche Hochschule im Norden Thüringens stärker zu fördern.
Worte, die in diesem Jahr von keinem hochrangigen Vertreter der Thüringer Landesregierung gehört werden konnten. Sowohl wirtschaftsminister Machnig als auch Kultusminister Matschie (beide SPD) hatten sich entschuldigen lassen.
Die vollständigen Reden veröffentlicht die nnz innerhalb ihrer doku-Reihe
Autor: nnzDie Bläsergruppe Birkenmoor begrüßte die rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur mit einem frühlingshaften Gruß. Dies nahm Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zum Anlass, um auf ein grünes Highlight in diesem Jahr hinzuweisen: Der offiziellen Ausweisung des Südharzes als Naturpark, was Anfang Februar erfolgen wird. Und die Musik passte auch hervorragend zum Jahr des Waldes und zum Harzfest, das in diesem Jahr im Juli auf dem Nordhäuser Petersberg ausgerichtet wird.
Barbara Rinke (Foto: nnz)
Weitere Themen der Neujahrsbotschaft waren in der Bundespolitik angesiedelt, aber Rinke ging auch auf das Erstarken der Basisdemokratie ein. Stuttgart 21 – steht dafür als Synonym und für das – aus ihrer Sicht – verloren gegangene Vertrauen der Menschen in die Politik. Das hat das zurückliegende Jahr gezeigt von Berlin über Hamburg nach Stuttgart und bis hierher nach Nordhausen. Konflikte, die in ihrer Schärfe und der Art der Austragung den Rand des Erträglichen erreichten. Streit ist in einer Demokratie nötig, um zum Schluss zu guten ausgewogenen Entscheidungen zu kommen. Doch wenn sich Regierungsmitglieder als Gurkentruppe beschimpfen, wenn Wasserwerfer gegen demonstrierende Bürger eingesetzt werden oder wenn kommunale Verantwortungsträger bei einer Bürgerversammlung krakelend herabgewürdigt werden, ist Vieles durcheinandergeraten, so das Stadtoberhaupt.Nordhausen habe sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, sei attraktiver geworden, rund 1000 neue Erdenbürger hätten im vergangenen Jahr das Licht der Welt in Nordhausen erblickt. Und wie immer äußerte Barbara Rinke drei Wünsche: Wenn ich für 2011 so wie im Märchen drei Wünsche frei hätte, dann würden sie lauten: den Blick ins Freie nicht vergessen, mehr Vertrauen wagen und Wutbürger werdet zu Mutbürgern. Das bringt uns als Stadt und Region voran.
Auch in diesem Jahr werde in Nordhausen weiter investiert. Das Einkaufszentrum am Pferdemarkt werde kommen und mit dem Bau der Tiefgarage hinter dem Rathaus soll begonnen werden. Insgesamt sind das Investitionen von mehr als 35 Millionen Euro.
Jörg Wagner (Foto: nnz)
Nach Rinke ergrifff der Hausherr des Audimax und der Fachhochschule, Prof. Dr. Jörg Wagner, das Wort. Der stellte die FH als eine leistungsfähige innovationsfreudige und gut in der Region verankerte Bildungs- und Forschungsstätte dar. Kritik übte Wagner an der Landesregierung: Nach wie vor ist die Fachhochschule Nordhausen trotz ihrer sehr hohen Leistung und ihres sehr guten Rufes im Vergleich zu den anderen Thüringer Hochschulen finanziell deutlich schlechter ausgestattet. Diese Situation muss sich ändern und ich rufe die Landesregierung auf, diese erfolgreiche Hochschule im Norden Thüringens stärker zu fördern. Worte, die in diesem Jahr von keinem hochrangigen Vertreter der Thüringer Landesregierung gehört werden konnten. Sowohl wirtschaftsminister Machnig als auch Kultusminister Matschie (beide SPD) hatten sich entschuldigen lassen.
Die vollständigen Reden veröffentlicht die nnz innerhalb ihrer doku-Reihe



