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Do, 13:16 Uhr
20.01.2011

Kennzeichen mitnehmen

Die Thüringer Autofahrer können ab März an bei einem Wohnortwechsel innerhalb des Freistaats ihr bisheriges KFZ-Kennzeichen mitnehmen. Das sagte heute Verkehrsminister Christian Carius zur KFZ-Kennzeichen-Liberalisierung in Thüringen. Einzelheiten mit nur einem Klick...


„Nummernschilder“, so der Minister weiter, „haben einen hohen identitätsstiftenden Regionalbezug für die Fahrzeugbesitzer. Das erklärt auch die starke Zwei-Drittel-Zustimmung aus unserer Internet-Umfrage für die Mitnahme von KFZ-Kennzeichen bei einem Wohnortwechsel.“

Allerdings müssen die Thüringer KFZ-Halter bei der neuen Zulassungsstelle wie bisher eine Zulassungsbescheinigung für den neuen Wohnort beantragen. Die Mitteilungspflicht hinsichtlich der Änderung der Anschrift und die Berichtigung der Zulassungsbescheinigung sind in der Thüringer Fahrzeug-Zulassungsverordnung geregelt. Zurzeit machen von der Option der landesweiten Kennzeichen-Mitnahme bereits die Bundesländer Sachsen, Brandenburg, Hessen und Schleswig-Holstein Gebrauch.

„Auch das Thema Wiedereinführung von KFZ-Kennzeichen aus den 90er Jahren kommt in Bewegung“, erklärte Carius. „Zurzeit liegen uns Anträge von sieben Kommunen vor, die die Wiedereinführung ihrer alten KFZ-Kennzeichen aus den 90er Jahren fordern. Das sind die Städte Mühlhausen, Rudolstadt, Artern, Stadtroda, Bad Langensalza, Meiningen und Schleiz. Deshalb habe ich jetzt den Thüringer Gemeinde- und Städtebund gebeten, mir seine Stellungnahme zur Wiedereinführung von 90er-Jahre-Kennzeichen zu erläutern, um dazu eine gemeinsame Position abzustimmen.“

Grundsätzlich können die betroffenen Kommunen über ihre KFZ-Zulassungsstelle und das Landesverwaltungsamt einen entsprechenden Antrag beim Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr einreichen. Die Entscheidung über den Antrag liegt schließlich beim Bundesgesetzgeber, der dafür die Fahrzeug-Zulassungsverordnung des Bundes ändern muss.

„Eine klare Mehrheit von über 70 Prozent der befragten Thüringer in sieben Städten befürwortet die Wiedereinführung ihrer KFZ-Kennzeichen aus den 90er Jahren“, sagte Professor Dr. Ralf Bochert von der Hochschule Heilbronn, der heute gemeinsam mit Minister Carius die Ergebnisse einer Thüringen-Umfrage zur KFZ-Kennzeichen-Liberalisierung in Erfurt vorstellte.

Die Umfrage der Hochschule Heilbronn fand in Mühlhausen (MHL), Rudolstadt (RU), Meiningen (MGN), Bad Langensalza (LSZ), Zeulenroda-Triebes (ZR), Schmölln (SLN) und Bad Lobenstein (LBS) statt. Insgesamt wurden in 2010 in 80 deutschen Städten über 17.000 Bürger zu ihren Kennzeichenwünschen befragt.

Bei einer Internet-Umfrage des Thüringer Verkehrsministeriums zur KFZ-Kennzeichen-Liberalisierung gaben im September/Oktober 2010 über 8500 Teilnehmer ihre Stimme ab. Danach votierten insgesamt 65 Prozent der Teilnehmer für die Mitnahme ihres KFZ-Kennzeichens bei Wohnortwechsel. Rund 39 Prozent plädierten für die Wiedereinführung der alten KFZ-Kennzeichen aus den 90er Jahren und 58 Prozent wünschten sich ein Wechselkennzeichen, um mit einem Nummernschild abwechselnd mehrere Fahrzeuge bewegen zu können.
Autor: nnz

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