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Do, 07:01 Uhr
27.01.2011

nnz-Forum: Kein Recht auf Hilfe?

Sollen Hartz-IV-Empfänger künftig keinen Anspruch mehr auf Prozesskostenbeihilfe haben. Mit dieser Frage setzt sich ein Leser der nnz auseinander...

Karikatur (Foto: H. Buntfuß) Karikatur (Foto: H. Buntfuß)

Genau so könnte man die Aussage von den Nordhäuser Sozialgerichtsdirektor Jürgen Fuchs auslegen, oder? Wie sagte er doch in einen Interview: „Solange Hartz-IV-Empfänger fast immer Prozesskostenhilfe bekommen, ist keine Eindämmung der Klagen in Sicht“. Was soll man davon halten. Soll das heißen, dass die Hartz-IV-Empfänger auf das ihnen gesetzlich zustehende Geld verzichten sollen?

Da gibt es einen Anwalt aus Mühlhausen, der zieht für die Hartz-IV-Empfänger vor Gericht und hat eine Gewinnquote von 90 Prozent. Die Jobcenter müssen den Klägenr das vorenthaltene Geld nachzahlen. Nicht nur das, sie müssen auch noch für Anwalt und Gerichtskosten aufkommen. Dieses Geld, welches hier mit vollen Händen zum Fenster hinaus geworfen wird, fehlt dann den Bedürftigen. Und unsere „schlauen Politiker“ stöhnen über zu hohe „Sozialkosten,“ die zum großen Teil von den Jobcentern verursacht werden.

Nun denken unsere Regierenden darüber nach, wie sie den Hartz-IV-Empfänger den Weg zu den Sozialgerichten erschweren können. Wie sagte Herr Fuchs: „Ein normaler Bürger würde für einen Euro kaum vor Gericht gehen.“ Ein normaler Bürger sicher nicht, aber denken sie mal an die vielen Politiker, die da sagen, dass ist mein Recht, dass Geld steht mir zu und deshalb will ich es haben,wenn nicht entscheidet das Gericht. (Ulla Schmidt). Lassen sie mich einmal spekulieren. Ein Hartz-IV-Empfänger soll auf einen Euro verzichten,bei dem wenigen was er hat. Auf was müsste dann ein Minister ohne zu murren verzichten, was glauben sie wieviel hunderte Euro das wären?

Wenn die Regierenden den Hartz-IV-Empfängern den Weg vor die Gerichte dermaßen erschweren wollen, muss man annehmen, sie unterstützen den Betrug. Oder wie soll man es sonst nennen? Herr Fuchs spricht von einen Euro pro Hartz-IV-Empfänger.

Nun machen wir mal ein kleines Zahlenspiel. Allein in Thüringen gibt es 219 231 Personen die Hartz-IV beziehen. Wenn jedem dieser Personen ein Euro fehlt ist das für den einzelnen nicht so schlimm, was ist schon ein Euro. Wobei man nicht vergessen darf, das es vom Gesetz nicht erlaubt ist. Rechnet man aber mit der oben genannten Zahl und das übers Jahr, dann spart Thüringen mal nur so nebenbei 2 630 772 Millionen Euro ein. Das wäre doch ein schöner Gewinn.

Gehen wir weiter. Deutschland hat 16 Länder mit den Stadtstaaten und es handelt sich nicht immer nur um einen Euro, der da fehlt. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, was der Staat bei dieser nicht legalen Angelegenheit spart. Und so etwas tolerieren Viele unsere Politiker und zwar auf allen Ebenen. Solche Anwälte, wie jener aus Mühlhausen, ist den Regierenden natürlich ein Dorn im Auge.

Genau deshalb müssen die Bürger auf die Straße gehen und friedlich für ihr Recht zu kämpfen, denn es heißt „Wer nicht kämpft, der hat schon verloren“. Oder gehen sie zur Wahl und jagen sie durch ihr Kreuz an der richtigen Stelle, die Falschspieler zum Teufel.

Das kleine Sundhausen zeigt uns, welch eine Macht die Bürger haben,wenn sie nur den Mut haben, zu ihren Forderungen zu stehen. Etwas positives hat das ganze, durch die vielen Fehlentscheidungen haben die Jobcenter unbewusst Arbeitsplätze geschaffen. Der Anwalt hat inzwischen 19 Mitarbeiter und wie Herr Fuchs sagte, die Flut der Klagen kann man nicht eindämmen.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Retupmoc
27.01.2011, 07:37 Uhr
Heute passt es dann zum Thema
Herr Fuchs sollte nach so einer Aussage sofort seinen Hut nehmen und gehen. Das ist pure Menschenverachtung. Da der Anwalt ja 90 Prozent seiner Fälle zumindest teilweise gewinnt scheinen die Argen Ihren Job nicht richtig zu machen. Und dann noch die Dunkelziffer der Leute, die nicht vor Gericht gehen.

Und wenn es nur ein Euro im Monat ist, Herr Fuchs - auch dann wird der Almosengeldempfänger betrogen. Ich hatte in der ehem. DDR auh mit Finanzen zu tun, und glauben Sie mir, da hat die Abteilung bei der Abrechnung manchmal einen Pfennig gesucht. Pfui Teufel
geloescht.otto
27.01.2011, 08:42 Uhr
Dieser Anspruch
muss bleiben!! Jeder Hartz-IV- Empfänger sollte kostenlos für sein Recht kämpfen dürfen! Leider machen das noch nicht alle, viele sehen es als Gott gewollt an, was Ihnen die jetzt so genannten "Jobcenter" vormachen!
Leute kämpft um Euer Euch zustehendes Recht - es lohnt sich!!!
Ostdeutscher
27.01.2011, 08:45 Uhr
Diktatur
Wir steuern geradewegs auf eine Diktatur zu. Dem kleinen Mann werden nach und nach immer mehr Rechte entzogen,bis er irgendwann gar keine mehr hat.Das die Kosten vom Jobcenter verursacht werden sieht man ja an der Erfolgsquote von 90% des Anwalts Scot Möbius aus Mühlhausen.Wenn man im Jobcenter einiges unqualifiziertes Personal durch qualifiziertes austauschen würde,damit nicht jeder 2.Beschei fehlerhaft ist würde man damit die Klagen deutlich eindämmen.

Fals es dazu kommen sollte das keine Gerichtskostenbeihilfe mehr gezahlt wird kann ich jeden Hartz4 Empfänger nur raten eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen.Die kostet nur ein paar Euro im Monat,aber so lange wie die Hartz4 Bescheide noch fehlerhaft sind macht sie sich bezahlt.
Der Roland
27.01.2011, 09:21 Uhr
Nur mal so
am Rande bemerkt: Wer sich lediglich auf die reißerische Darstellung einer Boulevard-Zeitung verlässt, ist auf einem Auge blind. In der überwiegenden Zahl dieser Fälle geht es um Rundungsprobleme, also um das Fehlen von 2 Cent oder 24 Cent. Ich, der ich jeden Tag zehn Stunden arbeiten (inklusive Fahrzeit) würde mir überlegen, ob ich gegen meinen Steuerbescheid klage, nur weil 2 oder 24 Cent fehlen. Ich bekäme keine Beihilfe, muss also den Anwalt bezahlen.

Die H4-Leute sind abgesichert, ich zahlen also deren Beihilfe für den Anwalt. Der ist der einzige, der sich dumm und nämlich verdient.Der überschwemmt das Gericht mit banalen 2-Cent-Klagen, von denen er weiß, dass diese nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit behandelt werden können. Die Frist ist um, der Staat und damit ich muss wieder zahlen. Für den H4-Menschen bleiben dann aber wieder nur 2 Cent oder 24 Cent.

Vielleicht sollten die H4-Leute, die sich stundenlang im Büro des Anwaltes aufhalten, diese Zeit lieber für eine Jobsuche nutzen, ohne auf Arbeitsagentur oder Jobcenter zu warten.

Ich habe für solche Argumentationen wie hier kein Verständnis mehr und viele meiner Bekannten auch nicht. Die sind nämlich nicht H4 betroffen, sondern "von Arbeit"...
Sonntagsradler 2
27.01.2011, 09:27 Uhr
Prozeskosten
Sollen Hartz-IV-Empfänger künftig keinen Anspruch mehr auf Prozesskostenbeihilfe haben. Nein mit welchen Recht?
Sonntagsradler 2
27.01.2011, 09:51 Uhr
Roland
Steuerrückzahlungen sollte es auch nicht mehr geben. Mit welchem Recht werden Steuerrückzahlungen vorgenommen. Da bekommt so manche einer anständig zurück. Das Geld geht dem Staat auch verloren. Es könnte dazu genutzt werden m die Staatsverschuldung langsam einhalt zu gewähren.
Harzer_Wolf
27.01.2011, 09:53 Uhr
Rundungsregeln?
Lieber@ Roland: Rundungsregeln lernt man in der 4. Klasse einer guten Schule. Also was bitte hindert Mitarbeiter einer Behörde (ausgestattet mit moderner Technik) - also man muss nicht im Kopf runden - einfache Mathematikaufgaben sauber auszuführen? Ich habe früher in einem Finanzbüro gearbeitet und konnte mir es nicht leisten mich einfach mal um 24 Cent zu verrechnen. Mein Chef wäre zur Furie geworden.

Das Problem ist ein anderes! Zu einem Gerichtsverfahren gehören immer zwei Parteien. Wieso sagt denn die Arge nicht: Ok, wir haben uns verrechnet, entschuldigen Sie lieber Kunde, das Geld wird umgehend überwiesen? Dann gebe es auch kein Verfahren. Das Problem ist, das einige bei dieser Behörde denken, sie sind Gott.

Ich frage mich jeden Tag besorgt, was diese Leute in der freien Wirtschaft machen, wenn es wirklich mal keine Arbeitslosen mehr gibt. In einem Finanzbüro kommen die nicht unter!
Georg66
27.01.2011, 11:03 Uhr
...Recht und Freiheit
Für wen in diesen Land soll denn der Satz aus der Nationalhymmne noch gelten? Für die Besserverdienenden, oder für die Bürgerinnen und Bürger, bei denen das Gespenst der Arbeitslosigkeit noch nicht zugeschlagen hat?

Rechtlos der Willkür einiger Ämter ausgesetzt zu sein, ist kein Schicksal, sondern ein unhaltbarer Zustand, dem sich keiner aussetzen braucht. Es wird versucht, dem Bürger nach und nach alle sozialen "Errungenschaften" wieder zu entreißen.
Diesem Zustand kann man nur den politischen Kampf ansagen.
Eckenblitz
27.01.2011, 12:27 Uhr
DAS HAUT REIN !!
wieder einmal ein gelungener artikel von ihnen. sie scheinen sich politisch und sozial sehr zu arrangieren. mich würde interessieren welcher partei sie angehören, oder sind sie parteilos? ich glaube jede partei wäre froh, so jemanden, wie sie für ihre Pressearbeit zu haben.

da werden äußerungen laut, man soll den zahlen der zeitung mit den vier buchstaben nicht trauen.

soll das heißen, was FRAU MERKEL; FRAU VON DER LEYEN; HERR SCHÄUBLE; HERR GUTTENBERG und viele andere hochgestellte persönlichkeiten in dieser zeitung äußern, IST GELOGEN?
Retupmoc
27.01.2011, 13:02 Uhr
Sie haben es erfasst !
Sie haben es erfasst Engelchen! Dieser Staat besteht nur noch aus einem Lügengebäude, das kurz oder lang in einer Inflation auseinanderbricht. Dann interessieren keine 24 Cent vor Sozialgerichten mehr, dann werden Leute die am Existenzminimum leben, nicht mehr die 20.000 Euro für ein Brot aufbringen.

PS: Die lügen nicht nur in dieser besagten Zeitung, sondern auch im TV, im Radio und im Parlament.
Knuddel89
27.01.2011, 14:11 Uhr
Na prost mahlzeit
also meine lieben

ich habe eine ausbildung in diesem bereich absolviert und mit mit den gesetzlichkeiten grundlegend vertraut....daher empfinde ich es als eine schweinerei....
jetz wollen sie die beihilfe der h4-empfänger kürzen und wann kürzen sie die derer, die sich mit einem geringen verhalt solch eine verhandlung nciht leisten können...
dieser staat ist nur geld geil...aber wie es den menschen in diesem land geht, dass ist doch egal...egal was in berlin abgeht, es ist unrechtens und vorn a****...
die leiben miniter erlassen doch unsere gesetze, als sind sie doch auch die, die sich am besten damit auskennen müssten...aber nein, die rühmen sich im rampenlicht und lassen die kleinen unter sich arbeiten.....
ey politiker, geht doch mal allein ohne eure bodyguards auf die straße und sprecht die bürger an...da haben sie schiss vor....

ich bin dafür, dass h4-empfänger weiterhin unterstützungen erhalteen sollten, den sie erhalten ja schon keine unterstützung bei der jobsuche....beispiel eines bekannten, das amt schuldet ihm 5 t€ (kürzlich durch zufall erfahren) und jobvermittlungen erhält er in den falschen berufsbildern vom amt...

man sollte die struktur dort überdenken und dann erst mit solchen dämlichen ideen kommen....
Mister X
27.01.2011, 15:11 Uhr
Prozesskosten???
Ihr Artikel kommt gut an, wie es die vielen Kommentare ja auch zeigen. Ich selber halte es für eine Diskriminierung der armen Bevölkerung, sollte die Regierung zu solch einem skandalösen Mittel greifen.

Damit wird einen großen Bevölkerungsteil verweigert, dass sie das bekommen, was ihnen von Rechtswegen zusteht. Das ist keine Frage von Recht oder Unrecht, dass ist eine Frage sozialer Verantwortung, die der Staat nun mal hat. In diesen Staat scheint das nicht der Fall zu sein, oder irre ich da?
Werniman0606
27.01.2011, 22:11 Uhr
Kürzungen oft nur Schikane
Ich denke,jeder kennt einen ALG2-Empfänger,bei dem nicht schon versucht wurde,unrechtmäßig Geld zu sparen bzw zu sperren. Ich selbst bin übrigens auch betroffen: Wie viele ALG2-Empfänger räume ich das Konto am Monatsanfang komplett leer und zahle meine Miete und die KdU am Monatsende in bar (geht alles an Vermieter).Ergebnis: Die Arge stellte willkürlich die Zahlung der Miete ein,weil aus meinen Kontoauszügen keine Mietzahlungen an den Vermieter zu entnehmen ist. Daß Quittungen vom Vermieter vorliegen und sogar ein Urteil des BSG existiert, wonach es die Arge nichts angeht, ob (!),wann und die Miete gezahlt wird, ignoriert die Arge absichtlich. Ein Widerspruch läuft seit 4 Monaten (!) und mittlerweile ist mein Vermieter nur noch eine Unterschrift davon entfernt,mir die Bude zu kündigen.
Luftikus
27.01.2011, 22:57 Uhr
Vermutlich falsch ausgelegt
wurde diese Äusserung. Prozesskostenhilfe streichen geht gar nicht. Sozialschwachen Mitbürgern muß die Möglichkeit eingeräumt werden, nach ihren Mitteln zu ihrem Recht zu kommen. ABER was wirklich eingedämmt werden sollte, sind die vielen kleinen Zaunstreiterein und Nichtigkeiten, die gerade von den HarzIV-Empfägern vor Gericht getragen werden, gerade weil Sie keinen Cent zahlen müssen. Fälle wie die ehemalige Freundin verklagen, weil man dort noch 100 Euro bekommt, oder die Nachbarin, weil die einen ständig böse ansieht und ma ihr vorwirft dass nur diese die Tomaten gklaut haben könnte usw. Also Fälle, die ein Normalverdiener nie vor Gericht bringen würde, gerade weil er die Beratung und Klage selber zahlen müsste.
Hier muß wirklich eine Regelung getroffen werden, nur Fälle zuzulassen deren Aufwand auch den Nutzen gegenüberstehn.
Denn eines darf man auch nicht vergessen, wir alle zahlen die teilweisen Luiftnummern wenn es heißt, die Kosten trägt die Staatskasse.
Eckenblitz
28.01.2011, 14:34 Uhr
Prozesskosten für wen??
Natürlich werden die Prozesskosten nicht im allgemeinen gestrichen, dass gilt nur für die Bedürftigen. WO KOMMEN WIR DEN HIN, WEN DER STAAT ERLAUBEN WÜRDE, DAS JEDER SEIN RECHT VOR GERICHT ERSTREITEN DARF, NOCH DAZU EIN HARZI!!! So scheinen manche Bürger und viele Politiker zu denken,oder?

Im übrigen bekommen Harzis auch nur Prozesskostenhilfe, wenn das Verfahren Aussicht auf Erfolg hat. Hätten die Jobcenter qualifizierte Mitarbeiter, ich möchte hier ja nicht unterstellen, dass die Fehler mit Bedacht gemacht werden,dann hätten die Anwälte nicht eine so HOHE Erfolgsquote, oder?
-Insider-
28.01.2011, 15:14 Uhr
nun
ja, ich muss dem einen oder anderen schon recht geben: wer bezahlt einem normal arbeitenden bitte die prozesskosten? wenn ich klagen will, dann muss auch ich zahlen.

dementsprechend habe ich als normalbürger schon eine gewisse hemmschwelle zu klagen. die alg2 empfänger hingegen können ja quasi klagen wie sie lustig sind..find ich schon ein bisschen verkehrte welt, auch wenn und das möchte ich ausdrücklich betonen, ich es richtig finde das jeder das bekommt was einem gesetzlich zu steht.
Der Roland
28.01.2011, 15:23 Uhr
Genau das meine ich
Welcher Mensch, der keine Prozesskostenbeihilfe bekommt, klagt schon wegen 24 Cent? Wenn ich für Nichtstun alles vom Steuerzahler erstattet bekomme, würde sich nur mein Anwalt freuen.

Und genau der Mühlhäuser Advokat ist der einzige, der an diesem Rundungsdilemma verdient. Und der Klagen einreicht und einreicht und einreicht.

Fragt doch mal seine Klienten, was für die rauskommt?
Georg66
29.01.2011, 07:40 Uhr
Ach Engelchen!
Die Harz 4 Empfänger sind auch Menschen.
Die Abwertende Bezeichnung Harzi ist sehr bedauerlich.
Ich schreibe ja auch nicht als Harz 4 Empfänger und Wohnungseigentümer zu den Mietern einer Wohnung "Mietis"!
Aber wenn Sie das in Zukunft wollen, soll es so sein.
TeeEff
01.02.2011, 01:22 Uhr
Qualitätskontrolle abgewälzt!
Es ist doch bekannt, daß eine innerbetriebliche Qualitätskontrolle der Behörde die die Bescheide erstellt nicht oder nur sehr unzureichend stattfindet.
Da zusätzlich der Paragraphen-Dschungel riesig ist und es dauernd kleine Änderungen, Neuerungen und Ausnahmeregelungen gibt, denen kaum jemand je noch nachkommen kann, wird dieses Problem einfach nach außen verlagert.
Dort verursacht es keine Ausgaben auf der Kostenstelle der Agentur, sondern an ganz anderem Ort, für den man selbst nicht zuständig ist.

Statt also eine handvoll Personal zur nachhaltigen QS und zum QM (Qualitätsmanagement) einzusetzen, läßt man dieses Problem - mit all seinen Verunsicherungsfaktoren exponentiell vergrößert einfach auf die Gerichte los.
Dafür ist man ja nicht zuständig - sollen die halt zusehen!

Die Abschaffung der Prozesskostenhilfe kommt einem Ausgeliefertsein gegenüber Behördenwillkür gleich. Wer immer das beantragt hat sollte für sein Verfassungs- und menschenfeindliches Denken zur Verantwortung gezogen werden! Ebenso für die daraus resultierende - MINDESTENS fahrlässige - Gefährdung der öffentlichen Ordnung und des sozialen Friedens in diesem Land.
wirflöha
07.02.2011, 15:09 Uhr
Wirflöha Luntemann´s aber NICHTIGKEITEN
Schön gesagt, weil nicht ALLEIN auf dieser Welt, in dieser Republik, Frau Luntemann. Was oder wieviel sind /ist denn sooo IHRER Meinung nach für einen Harzi/Proleten eine Nichtigkeit? Für Herrn Vorstandchef der Deutschen Bank waren mal 50 Mio DM - also nur noch 25.000.000€ - Kleie Nüsse! Und, da diese Oberschicht (nur 5-10 Prozent der Bevölkerung ausmacht, welche aber Frau Merkel jeden Tag sagt, was SIE machen soll oder NICHT)) nicht zu den Prozeßkostenhilfeempfängern zählt, weil sie Herrscharen von Anwälten BESCHÄFTIGEN, und sie Frau Luntemann auch diese nicht nötig zu haben scheinen, frage ich sie noch einmal, bei 3,68 € / Tag für Hartzi´s, wann Beginnt eigentlich Nichtigkeit, welche man ... zu Recht im Rechtsstaat einklagen darf??

Und genau auf dieser Wellenlänge hat zu seinerzeit aus der Partei,... die haben uns Verraten haben, die Sozialen Demokraten..., ein Arbeitsminister unter Kanzler Schröder in Form eines "Schwarzbuches" ALLE Harzi´s unter Generalverdacht des Betrug´s gestellt, auch wegen Nichtigkeiten. Er hat alle Eingeschüchtert , so das sich heute nur ein geriger Teil überhaupt noch wehrt, und WIDERSPRUCH gegen einen falschen Bescheid einlegt.

Welche von diesem pfiffigen W-Advokaten verteidigt werden. Und die "paar" Widersacher werden jetzt schon wieder verleumdet, auch jetzt durch sie.
Alles um letzt endlich von tausenden Steuerbetrügern abzulenken, welche diesen Staat um mehrere Milliarden jährlich prellen. Diese Mrd.,die sie dann aufbringen müssen. Dazu haben sie ja schon mal vom Sozialen Schröter seinerzeit fast Amnestie erhalten.

Dieses Geld fehlt dann im Sozialetat, man muß es wieder einsparen, worauf sich der Artikelschmierer -so die Lesart bei den vier Buchstaben - Medien -Schreibern und Lesern -, bezieht.

Immer wieder Montag´s ...jetzt Do,... kommt die Erinnerung ... und tschüß auf ein Wort!
Retupmoc
07.02.2011, 15:44 Uhr
Immer wieder Sonntags...
hieß der Schlager. Der war niveauvoller als die gesamte H4-Gesetzgebung. Es gibt halt Leute wie Luntemann die nicht verstehen wollen, das es für manche Leute schon wertvoll ist, wenn Sie am Tag 50 Cent mehr haben, um ihr Leben zu leben.

Damit stellt man sich allerdings auf eine Stufe mit solch unfähigen Politikern wie Hartz, Schröder, Westerwelle und von der Laien. Und der Direx des Sozialgerichtes jammert dann noch über die bösen Kläger. Es ist ganz einfach:

Schafft Hartz 4 ab
und schreibt das RECHT und die PFLICHT auf Arbeit ins Grundgesetz...und siehe da alle Probleme sind auf einen Schlag beseitigt!

Ach das geht auch wieder nicht? Wo sollen die 7 Millionen Arbeitslosen denn arbeiten, wenn Sie ein Recht drauf hätten? Mmh, vielleicht als Politiker?
Alex Gösel
08.02.2011, 19:38 Uhr
Sehr schön gesagt,
wirflöha!

Aber was möchten Sie mit diesem Kommentar zum Ausdruck bringen? Ihr Kommentar enthält viel Text, welche jedoch leere Worte in meinen Augen sind!

Und, gehört es sich, obwohl man sich für die Sozial Schwächeren einzusetzen scheint, diese als "Hartzi's" zu beleidigen / beschimpfen?

Anbei gesagt schreiben Sie "Harzi´s", richtigerweise müsste es allerdings "Hartzi's" heißen, der Reformname kommt vom Entwickler der Reform, Peter Hartz.
TeeEff
08.02.2011, 23:13 Uhr
Peter Hartz...
ein wegen Untreue (Nicht im ehelichen Sinne, sondern Veruntreuung von Geldern) und wegen verbotener Begünstigung eines Betriebsrats, in 44 Fällen angeklagter und verurteilter SPD-Mann und IG-Metaller. Der u.a. 576.000 Euro Strafe zahlen musste (und 2 Jahre Haft - netterweise ausgesetzt zur Bewährung bekam.
Die Geldstrafe übrigens in Form von 360 TAGESSÄTZEN a 1600 €...(DAS MUSS MAN SICH MAL VORSTELLEN!) Dazu noch die Verstrickungen in dem Fall mit allerlei Prostituierten.

Die damit zusammenhängenden 2,6 Mio Euro Bonuszahlungen wurden von VW übrigend bis heute nicht zurückgefordert...

UND; Was wohl ein Normalbürger erhalten hätte?

Jedenfalls: Ein Vorbild!
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