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Fr, 15:55 Uhr
28.01.2011

Mehr Druck für die Umwelt

Vertreter führender europäischer Unternehmen aus dem Automotive Sektor trafen sich heute in den Räumen der MAXIMATOR GmbH in Nordhausen. Sie alle arbeiten im so genannten Autofrettagekreis zusammen...

Standort in Nordhausen (Foto: Maximator) Standort in Nordhausen (Foto: Maximator)

Unter Autofrettage verstehen Experten die Verbesserung der Lebens von Bauteilen aus Stahl, die wiederkehrenden hohen Drücken ausgesetzt sind, zum Beispiel in der Dieseleinspritztechnik. Im Kern geht es darum, dass durch das einmalige Einbringen eines enorm hohen Drucks in das Bauteil (bis zu 15.000 bar) Eigenspannungen erzeugt werden, die dessen längere Lebens- und Betriebsdauer ermöglichen. Der Bau von derartigen Autofrettageanlagen und das Autofrettieren als Dienstleistung zählen seit Jahren zu den Kernkompetenzen der MAXIMATOR GmbH.

Einer der vielversprechendsten Ansätze, um sparsame und umweltfreundliche Dieselmotoren zu entwickeln, ist die Steigerung der Einspritzdrücke. Zur Zeit liegen die Einspritzdrücke bei bis zu 2000 bar. Einspritzsysteme mit Drücken von 2500 bar und mehr sind derzeit in der Entwicklung. Im Mittelpunkt des Treffen in Nordhausen stand daher der Erfahrungsaustausch zu einem aktuellen Forschungsvorhabens, das insbesondere für die Hersteller von von Komponenten der Dieseleinspritztechnik von Bedeutung ist.

Wie kann mit Hilfe der Autofrettage die Betriebsfestigkeit dieser Komponenten erhöht werden, lautet die zentrale Fragestellung. Dabei wird der Blick der Fachleute aus Praxis und Forschung zum Beispiel auch immer mehr auf das Thema der „Green Mobility“ gerichtet. Dazu gehört, dass die Dieseltechnologie künftig noch „sauberer“, noch umweltfreundlicher sein wird. Im konkreten Fall: Höhere Drücke beim Einspritzen von Diesel sind vor allem gut für die Umwelt.

Wie immens wichtig die Erarbeitung von Lösungen in diesem Bereich ist, zeigt nicht nur die Zusammenarbeit renommierter Unternehmen wie Bosch, Continental, MAN, MAXIMATOR oder Siemens VDO, sondern auch die Förderung des Forschungsvorhabens durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Neben der Anwendung der Autofrettage in der Dieseleinspritztechnik ist diese Technologie auch zukunftsweisend für die Chemieindustrie.

An der Zusammenkunft am MAXIMATOR-Standort Nordhausen nahmen auch Wissenschaftler der Technischen Universität Darmstadt sowie Mitarbeiter der Materialforschungs- und Püfanstalt Weimar teil.
Autor: nnz

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