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Mi, 13:24 Uhr
09.02.2011

It don’t mean a thing if it ain’t got that swing!

Am Freitag kehrt die Ära des Swing Sound zurück. Und zwar im neuen Gewand. Aus der Mottenkiste der Musikgeschichte herausgeholt und verfeinert mit deftigen Beats und modernen Elektroanleihen verführt der Swing auch im 21. Jahrhundert zum Tanzen...


„It don’t mean a thing if it ain’t got that swing“ - es bedeutet nichts wenn es nicht swingt. Diese Worte stammen von Irving Mills. Vertont hatte sie Duke Ellington mit seinem Orchester Anno 1932. Mit dem Erfolg kam die große Ära des „Swing“, die sich bereits im Dixieland und Chicago Jazz der 20er Jahre angekündigt hatte. Duke Ellington, Count Basie, Glenn Miller und Benny Goodman, die Brüder Tommy und Jimmy Dorsey: viele altehrwürdige Namen großer Jazzmusiker gehören zu den unvergessenen Stars dieser Zeit. Erst in den späten 40er Jahren schwand die Popularität der Big Bands und Orchester.

Alles olle Kamellen, könnte man nun meinen, aus und vorbei, altbacken, langweilig. Schließlich haben schon die (Ur-)Großeltern geswingt (Oder auch nicht: Swing, ob getanzt oder gespielt, wurde im dritten Reich als „Entartete Musik“ diffamiert und letztlich verboten). Alt mag Swing inzwischen sein, aber eingängig und tanzbar bleibt die lebhafteste Variante des Jazz immer noch. Und sie erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit. Neben dem klassischen Swing tut sich inzwischen auch eine neue Form besonders hervor.

„Electro-Swing“ nennt sich die moderne Variation und bringt die Clubs von London bis Berlin zum kochen. Combos und Bands wie „Caravan Palace“, „dunkelbunt“, „AlgoRythmik oder „Swing Republic“ vermischen die treibende Musik der 20er und 30er mit modernen Beats und Scratching und auch Einzelkünstler wie „Parov Stelar“ geben ihrer Musik mit Swinganleihen das gewisse Extra. Selbst die Kunst des „Scat“ – Gesangs, das rhytmische Aneinanderreihen von ansonsten zusammenhangslosen Silben, lebt im Electro-Swing des 21. Jahrhunderts wieder auf.

DJ OneDrop (Transglobalsound) kennt sie alle, die alten wie die neuen Swing Größen. Wenn er ab 22 Uhr am kommenden Freitag die Destille mit dem Sound von Big Bands und Beats beschallt wird es heißen: „ Ladies and Gents, Hepcats and Kittys: It’s Swingtime!“
Autor: agl

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Kommentare
L.J.
10.02.2011, 14:01 Uhr
Swing in Nordhausen!
Hallo
Also das klingt ja mal sehr interessant und hebt sich anscheinend von dem üblichen "Party"-Programm ab.

Mensch hat ja das Vergnügen ab und an, auch Dank der Existenz eines Jazz-Club und dessen Wirken, Jazz-/Swing-/Free-Jazz-Konzerte und mehr in Nordhausen erleben zu dürfen. Die hier beschriebene Kombination scheint ja das Alte wie das Neue recht erfolgreich, auf musikalischen Wege, zu vereinen. Somit dürfte für Jung und Alt Tanzfreude oder zumindest der mit-wippende Fuß garantiert sein.

Ich, als nicht mehr ganz so junger aber auch noch nicht alter Mensch, wünschte mir mehr solch Abwechslung in Musik und Kultur ...und die Destille scheint das Feld bedienen zu wollen und zu können, das (er)freut.

Denn dort, wo Vielfalt an Kultur/Musik gelebt wird, kann Kultur/Musik weiter existieren und sich aus sich heraus immer wieder neu (er)finden.

Wir sehen uns auf jeden Fall am Freitag bei der Electro-/Swingparty. Ich freu mich!

L.J.
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