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Do, 07:01 Uhr
10.03.2011

nnz-Forum: Noch einmal prüfen?

Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Egon Primas, möchte die Einführung von E10 noch einmal überprüfen lassen. Damit ist ein Leser der nnz schon einverstanden, aber dann kommen die "wenn's und aber`s" - und das Statement im Forum der nnz.


Herr Primas sagt: „Die Produktion von Biokraftstoffen ginge in unserer Region nicht zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion, dass sei eine LEGENDE“. Im nächsten Satz heißt es dann. „Es ist möglich, dass die Herstellung von Biokraftstoffen in anderen Erdteilen dazu führen könnte, dass die Preise für Nahrungsmittel steigen.“

Herr Primas, glauben Sie mir, den Verbrauchern ist es völlig egal, ob die Preissteigerung von einen Herrn Meyer oder einen Herrn Müller betrieben wird. Sie sehen nur, dass man ihnen wieder einmal in die Taschen greift, für die Unfähigkeit der Politiker, und das nicht zu knapp. Wir werden uns noch die Haare raufen, wenn dem Unfug nicht Einhalt geboten wird. Es muss nach anderen Alternativen gesucht werden, wie es Herr Primas im letzten Absatz selber vorschlägt.

Herr Primas, können Sie mir erklären, warum die Kraftfahrzeughersteller nicht müde werden zu erklären, dass alle Autos, die E10 vertragen, auf einer Liste abzurufen seien. Wenn es aber um die Garantiegewährung geht hält man sich bedeckt, da kann man nichts Genaues sagen, man beruft sich auf die Einzelfallreglung. Das heißt, der Kunde muss nachweisen, dass sein Fahrzeug durch den Biokraftstoff Schaden genommen hat. Was das heißt, darüber muss ich nicht noch mit Ihnen streiten, oder?

Man führt hier Bespiele aus den USA und anderen Ländern an, aber weigert sich eine Garantiegewährung zu geben. Bei solchen Aussagen merkt doch jeder, wie faul das Ei ist, welches uns Frau Merkel in das Nest legen will. Aber was ist von solch einer Regierung schon zu erwarten?

Weiter sagt Herr Primas: „Die Bauern unserer Region könnten durch den Biosprit nur profitieren.“ Das glaube ich gern, denn wie mir zu Ohren gekommen ist, kann jeder Bauer, der Pflanzen für die Spritgewinnung anbaut, mit Fördermitteln rechnen, stimmt das? Was ist mit den Bauern, die Pflanzen für die Nahrungsmittelgewinnung anbauen, gehen die leer aus?

Da wäre noch eine Sache, die mir mächtig aufstößt, wenn der Anbau von Pflanzen für den Biosprit erst richtig angelaufen ist, dann werden plötzlich Stimmen laut, die nach dem Anbau von genmanipulierten Pflanze rufen. Die Begründung könnte lauten, so können wir mehr Biokraftstoff herstellen. Aber es würde nicht sehr lange dauern und die ersten Gen verseuchten Nahrungsmittel erscheinen im Handel. Manche werden sagen ich male den Teufel an die Wand, ist das so? Schauen sie sich einmal die kriminelle Energie vieler Wirtschaftsbosse an. (Dioxin)

Nun wie immer ein Zitat am Ende: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man ein Schaf sein.“ (Albert Einstein)
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Luftikus
10.03.2011, 14:44 Uhr
Biosprit das Aus für unsere Regierung?
Lieber Herr Buntfuß, da übertreiben Sie nicht! Wir alle werden hier vorgeführt. Und vermutlich zum ersten Mal in der Geschichte rächt sich die Einführung. Vorerst wird es keiner Tanken, und spätestens bei der nächsten Wahl werden die überzogenen Bezinpreise den Politikern auf die Füsse fallen. Fragt man sich nur, wen man noch glauben und wählen will, verstrickt sind da alle Parteien.
TeeEff
10.03.2011, 16:41 Uhr
8-12 Wochen Haltbarkeit
hat laut Hotline dieser Sprit nur...besonders schlecht für Gelegenheitsfahrer, Mopeds, Rasenmäher, Kettensägen...

Aber die kurze Haltbarkeit hat auch einen Vorteil: man kann es einfach aussitzen... ;)
Eckenblitz
10.03.2011, 17:05 Uhr
Antwort??
wo bleibt ihre antwort herr primas. es reicht nicht aus, etwas zu schreiben und dann auf anfragen nicht zu antworten. aber hier zeigt sich wieder einmal, wie politiker ticken, oder?
dlareg
10.03.2011, 17:43 Uhr
Bio Ist nicht immer sinnvoll
Sicher hat es die jetzige Regierung richtig schwer diesen sinnlosen E10 Benzin einzuführen.Den braucht kein Mensch geschweige dann ein Auto,schon garnicht braucht unsere Umwelt dieses Bioprodukt.Weil es ganz einfach der Umwelt schadet.Herstellung und Transport erzeugen mehr CO2.Die einzigen die auf diesen "Bio-sinnlos-Zug" aufspringen ist der Bauernverband.Denn jetzt verdienen die Bauern bei jeder Katastrophe auf der Welt. Außerdem hat der Bauer eh vier Feinde, den Frühling, Sommer, Herbst und Winter.Somit gibt es dann auch genügend Gründe den Bio-Rohstoff(auf der Welt verhungern täglich Kinder) teuer zu verkaufen.
Um noch einmal auf die Politik zurück zukommen. Die ach so Biofreundlichen Grünen wollten schon vor 15 Jahren,dass der Liter 5 Mark kostet. Wir sind bald da.
Mister X
10.03.2011, 19:51 Uhr
Wo sind sie?
Ja, so sind sie unsere Politiker in den Medien, zelebrieren sie sich dort mit großen Sprüchen. Wenn es dann um ehrliche Antworten geht verkriechen sie sich in ihren Löchern.

Unvergessen ist Altkanzler Schröders Credo, zum Regieren reichten ihm „Bild, BamS und Glotze.“ Und damit steht er nicht allein da, die Politiker nutzen immer öfter die Medien, um sich zur Schau zu stellen. Die Politik ist nur noch ein Nebeneffekt.

Nur so nebenbei, ein Politiker der ein ganzes Volk belogen hat, wird heute mit einen „GROßEN ZAPFENSTREICH“ verabschiedet. Wenn das nicht ein HOHN für das Volk ist, was dann? Noch schlimmer ist es, das sich öffentliche Medien für so etwas hergeben, oder glauben sie, dass sie etwas Gutes tun?
Alex Gösel
10.03.2011, 21:20 Uhr
Man glaubt es nicht
Sogar der Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt kritisiert die Einführung des Bio-Kraftstoffes und das will schon etwas heißen. Sagt man diesen Mann nicht nach, er habe einen großen Sachverstand. Aber mir scheint Verstand ist hier nicht von Nöten, hier geht es um sein und nicht sein der Regierung Merkel. Dieser Clan sollte es machen wie Guttenbergt, einfach abdanken, oder?
H.Buntfuß
10.03.2011, 21:24 Uhr
Herr Primas,
trifft es zu das öffentliche Fahrzeuge wie Feuerwehr, Polizei, Krankenwagen, Müllabfuhr und vor allem die noblen Dienstwagen der Politiker und Staatsdiener nicht mit E10 betankt werden dürfen?

Wenn ja, können Sie uns erklären warum das so ist?
Retupmoc
11.03.2011, 08:01 Uhr
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