Mo, 07:00 Uhr
14.03.2011
Pflege für den Artenschutz
Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Nordhausen haben am gestrigen Sonntag einen Pflegeeinsatz zugunsten eines Halbtrockenrasens zwischen Mühlberg und Himmelsberg nordwestlich von Niedersachswerfen durchgeführt. Der Bericht in der nnz von Bodo Schwarzberg...
Die Fläche, die der Umweltverband vor einigern Jahren u.a. zum Schutz vor einer unbegrenzten Erweiterung des Steinbruches Rüsselsee erwarb, beherbergt eine größere Zahl bedrohter Pflanzenarten. Mittels Harken erfolgte eine Entfilzung auf etwa 100 Quadratmetern in dem seit Jahren nicht mehr beweideten, und an Erdfällen reichen Gebietes. Damit soll jener Nährstoffentzug erreicht werden, der einst durch die Schafe bewerkstelligt wurde. Außerdem führt die Entfilzung zu Bodenverwundungen, die die Samenkeimung vieler Arten, und damit deren Ausbreitung, erleichtern.
Perspektivisch hofft die BUND-Kreisgruppe auf neue Finanzierungsmöglichkeiten für diese zum Teil sehr kleinflächigen Pflege- und Schutzmaßnahmen, weil die bisherigen Finanzierungsmodelle entweder nicht ausreichend sind, kleinflächige Einsätze grundsätzlich nicht finanziell honoriert werden, oder weil gar einstige Varianten des Mittelbezuges nicht mehr gegeben sind. Der Widerspruch zwischen bestehenden EU-Richtlininien, UN-Beschlüssen und der nationalen Gesetzgebung zum Arten- und Biotopschutz einerseits, und der Realität andererseits, macht neue, und zumindest vorübergehend auch verbreitet ehrenamtliche Initiativen ununmänglich. Seit der Wende hat sich der Zustand der artenreichen und einst extensiv genutzten Offenlandbiotope verbreitet dramatisch verschlechtert.
In Kürze erwartet die BUND-Kreisgruppe Zuwendungen aus Stiftungsmitteln, um sich einen moderneren Gerätepark für ihre Pflegeeinsätze zulegen zu können. Mit ihrem Projekt "Referenzkreis Artenschutz", der in den nächsten Monaten auf tragfähige Füße gestellt werden soll, wird die Gruppe auch früher extensiv genutzte Flächen wieder versuchen, in Nutzung zu bringen.
Die Einsätze sind zudem nicht nur eine tolle Möglichkeit, sich in entsopannender Athmosphäre über dies und das auszutauschen, sondern auch der körperlichen Erholung in Zeiten krassierender Bewegungsarmut. Für Abwechslung sorgte diesmal auch die überraschende Bereitstellung eines Imbisses durch den Ehepartnet einer Teilnehmerin.
Wer sich z.B. an den regelmäßig durchgeführten Pflegeeinsätzen, an Exkursionen, oder an der Gestaltung des im Aufbau befindlichen Erhaltungsgarten für bedrohte Pflanzenarten beteiligen möchte, der ist jederzeit herzlich wollkommen. Meldungen sind an bodo_schwarzberg@yahoo zu richten. Die Vereinsabende finden stets am zweiten Dienstag im Monat, das nächste Mal also am 12.04.2011 um 18:30 im Thomas-Mann-Haus statt.
Bodo Schwarzberg
Autor: nnzDie Fläche, die der Umweltverband vor einigern Jahren u.a. zum Schutz vor einer unbegrenzten Erweiterung des Steinbruches Rüsselsee erwarb, beherbergt eine größere Zahl bedrohter Pflanzenarten. Mittels Harken erfolgte eine Entfilzung auf etwa 100 Quadratmetern in dem seit Jahren nicht mehr beweideten, und an Erdfällen reichen Gebietes. Damit soll jener Nährstoffentzug erreicht werden, der einst durch die Schafe bewerkstelligt wurde. Außerdem führt die Entfilzung zu Bodenverwundungen, die die Samenkeimung vieler Arten, und damit deren Ausbreitung, erleichtern.
Perspektivisch hofft die BUND-Kreisgruppe auf neue Finanzierungsmöglichkeiten für diese zum Teil sehr kleinflächigen Pflege- und Schutzmaßnahmen, weil die bisherigen Finanzierungsmodelle entweder nicht ausreichend sind, kleinflächige Einsätze grundsätzlich nicht finanziell honoriert werden, oder weil gar einstige Varianten des Mittelbezuges nicht mehr gegeben sind. Der Widerspruch zwischen bestehenden EU-Richtlininien, UN-Beschlüssen und der nationalen Gesetzgebung zum Arten- und Biotopschutz einerseits, und der Realität andererseits, macht neue, und zumindest vorübergehend auch verbreitet ehrenamtliche Initiativen ununmänglich. Seit der Wende hat sich der Zustand der artenreichen und einst extensiv genutzten Offenlandbiotope verbreitet dramatisch verschlechtert.
In Kürze erwartet die BUND-Kreisgruppe Zuwendungen aus Stiftungsmitteln, um sich einen moderneren Gerätepark für ihre Pflegeeinsätze zulegen zu können. Mit ihrem Projekt "Referenzkreis Artenschutz", der in den nächsten Monaten auf tragfähige Füße gestellt werden soll, wird die Gruppe auch früher extensiv genutzte Flächen wieder versuchen, in Nutzung zu bringen.
Die Einsätze sind zudem nicht nur eine tolle Möglichkeit, sich in entsopannender Athmosphäre über dies und das auszutauschen, sondern auch der körperlichen Erholung in Zeiten krassierender Bewegungsarmut. Für Abwechslung sorgte diesmal auch die überraschende Bereitstellung eines Imbisses durch den Ehepartnet einer Teilnehmerin.
Wer sich z.B. an den regelmäßig durchgeführten Pflegeeinsätzen, an Exkursionen, oder an der Gestaltung des im Aufbau befindlichen Erhaltungsgarten für bedrohte Pflanzenarten beteiligen möchte, der ist jederzeit herzlich wollkommen. Meldungen sind an bodo_schwarzberg@yahoo zu richten. Die Vereinsabende finden stets am zweiten Dienstag im Monat, das nächste Mal also am 12.04.2011 um 18:30 im Thomas-Mann-Haus statt.
Bodo Schwarzberg


