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So, 11:12 Uhr
03.04.2011

Wieder biss Kampfhund zu

In Niederorschel im Landkreis Eichsfeld ist am Samstagabend ein 9-jähriger Junge durch Bisse eines Staffordshireterrier-Mischlings schwer verletzt worden. Hier die Einzelheiten...


Der aus Mühlhausen stammende Junge hielt sich zu Besuch bei seiner Tante. Als er gegen 20.30 Uhr mit seinem Cousin vom Spielen wieder ins Haus kam und sich im Flur auf eine Stufe setzte, fiel das Tier über ihn her und biss ihm ins Gesicht. In der Gesichtschirurgie des Südharzkrankenhauses Nordhausen mussten die Oberlippe des Kindes operativ rekonstruiert und weitere Verletzungen im Gesicht genäht werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren die beiden Kinder während der Beißattacke allein mit dem Hund im Flur des Hauses. Der 38-jährige Hundehalter hielt sich zu diesem Zeitpunkt im Bad der Wohnung auf. Die Familie hält außer dem Staffordshireterrier-Mischlingsrüden noch eine Viszla-Hündin.

Am heutigen Sonntag soll nach einer Begutachtung und Wesensprüfung durch einen Tierarzt und das Ordnungsamt über den weiteren Verbleib des Hundes entschieden werden.
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
03.04.2011, 12:48 Uhr
Die Hunde
können ja nichts dafür, dass sie in ihrer Rasse angeschafft und die Rasse ursprünglich mal für Hundekämpfe gezüchtet wurde. Aber muss das denn wirklich sein, dass man sich solche Rassen anschafft? Ich bin mit Jagdhunden groß geworden und da stand niemals zur Debatte, dass man sich solche Beißmaschienen anschafft. Man sollte hier wirklich langsam mal darüber nachdenken, dass man mit bestimmten Rassen nicht mehr weiterzüchtet.
sandlatscher
03.04.2011, 16:14 Uhr
Bevormundung
Ich lasse mir bestimmt nicht vorschreiben was ich mir für einen Hund anschaffe. Wenn ich mir dann einen sogenannten Kategoriehund anschaffe dann liegt das in meiner Verantwortung diesen zu erziehen und da hapert es meistens.
Bodo Schwarzberg
03.04.2011, 16:53 Uhr
"Kampfhunde"
Sandlatscher hat recht. Ich habe mehrere ausgebildete Hundetrainer (auch welche für Polizeihunde) interviewt. Alle bestätigten mir, dass das Problem "am anderen Ende der Leine" liegt. Der Mensch hat den Hund zu dem gemacht, was er ist. Er hat ihn seinen Wünschen angepasst und Rassen gezüchtet. Aber man darf nicht vergessen, dass in jedem Hund Gene des Beutegreifers Wolf schlummern. Bestimmte Verhaltensweisen, wie z.B. das Revierverhalten, sind nicht wegzuzüchten. Der Mensch kann die Auswirkungen der Gene nur steuern, z.B. in dem er dem Hund eindeutig klar macht, dass nicht er, sondern bestimmte Bezugspersonen das Sagen haben, im Rudel Familie also über ihm stehen. Es ist schon vorgekommen, dass ein kleiner Foxterrier ein Baby getötet hat, weil dieses im Kinderwagen lag. Dort aber hatte er vor der Geburt des Kindes seinen Platz. Er hat aus seiner Sicht sein Revier gegen den "Eindringling" Baby "verteidigt", so schlimm dies ist. (aus: Grimek, Bernhard: Zwanzig Tiere und ein Mensch, Berlin 1980)
Peppone
03.04.2011, 17:20 Uhr
Erfahrungsaustausch,
wäre hier sehr Öffentlichkeitswirksam und bestimmt gar nicht schlecht. Wer Hunde abführt, muss auch wissen, auf was er sich da einläßt und wozu er sie braucht. Die lapidare Bemerkung, ich lasse mir die Rasse nicht vorschreiben ist gesetzlich bei der Anschaffung zwar gedeckelt, aber irgendwann kommt die Stunde der Wahrheit.

Ich habe in meinem Leben Terrier, Deutsche Wachtel, und einen Deutsch Drahthaar mit Prüfung abgeführt. Bullterrier z.B. (werden auch jagdlich geführt) kamen für mich nie in Betracht, da sie als Kampfhund (von mir aus auch Kategoriehund) grundsätzlich schwierig sind und ich mir die Abrichtung eines solchen Hundes nicht zutraue.

Grundsätzlich akzeptiere ich aber auch Meinungen, wie zum Beispiel von Sandlatscher oder Schwarzberg, die sich nicht vorschreiben lassen möchten, was sie sich für einen Hund anschaffen. Solch ein Kampfhund(Kategoriehund) gehört aber in professionelle Hände und darüber muss diskutiert werden, wenn die Rasse nicht aus der Zucht genommen werden soll.

Und wir sind uns offensichtlich einig, dass es an der Abführung oftmals scheitert. Frage an alle Kynologen: Was also tun? Alle Hunde verbieten geht nicht. Bei bestimmten Rassen mit Merkmalen wäre ich mir da nicht so sicher.
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