Di, 07:03 Uhr
12.04.2011
Sterne, Hits und Kosmonauten
Juri Gagarin war heute vor 50 Jahren der erste Mensch, der zu einem "Trip" ins Weltall startete. An diese historisch-technische Leistung erinnert ein Leser der nnz in unserem Forum...
Seit geraumer Zeit nimmt das Wort Sterne in deutschen Schlagertexten einen gewichtigen Platz ein. Ob nun D.J. Ötzi bzw. Nik P. in dem Riesenhit Ein Stern der Angetrauten versprechen, ihr einen Stern zu schenken, der natürlich auch ihren Namen trägt, oder Jürgen Drews seiner Geliebten glaubhaft zu machen versucht, ihr ein Schloss bauen zu wollen, dass wie könnte es anders sein selbstverständlich in den Wolken liegt. Oder zu alledem nun auch der Superstar des deutschen Schlagers, Andrea Berg, nahezu täglich ihren vertonten Wunsch der Welt wissen lässt, dass ihr Freund ihr doch einen Stern schenken möge. Doch nicht genug, sie möchte mit ihm gar zum Mond fliegen, um mal zu sehn, wer da so wohnt. Ja, warum denn nicht?
Ich weiß nicht , ob es Zufall ist, dass diese Sternen-Hits mit dem 50. Jahrestag des ersten bemannten Raumfluges zusammen fallen. Oder ist es möglicherweise der verständliche Wunsch, dieser manchmal grausam wirkenden Erde mit ihren vielen Katastrophen und kriegerischen Konflikten wenigstens für kurze Zeit zu entfliehen und sei es auch nur für die Dauer eines Schlagers? Oder bricht sich schlichtweg bei dem einen oder anderen von uns der Wunsch bahn, unseren Blauen Planeten mal von oben sehen oder gar in die Tiefen des unendlichen Weltalls vorstoßen zu wollen?
Wie auch immer - die Sehnsucht nach der Ferne hat die Menschheit schon Jahrtausende begleitet und wird dies auch künftig tun. Dazu gehört nicht nur die Erkundung der Erde sondern auch der nähere und weitere Weltraum. Wir sind nun mal neugierig und möchten gerne wissen, was sich bildlich gesprochen hinter einer geschlossenen Tür befindet. Erst eine gesunde Neugier, gepaart mit einer großen Portion Mut und Tatkraft, haben die Menschheit bei ihrer Erkundung nach neuem Lebensraum stets auch zu neuen Erkenntnissen geführt.
Und was mag den damals 27jährigen sowjetischen Armeeflieger Juri Gagarin angetrieben haben, sich zum Kosmonaten ausbilden zu lassen? Was mag ihm nach Absolvierung einer harten Ausbildung durch den Kopf gegangen sein, als er aus 19 weiteren Mitbewerbern auserkoren wurde, als erster Mensch ins Weltall zu fliegen? Vieles wissen wir heute, wenn auch nicht alles. Eines ist sicher: Es war mutig und waagemutig zugleich, sich am 12. April 1961 um 9.07 Uhr mit einer Rakete mit der Stärke von 20 Millionen PS ins Weltall schießen zu lassen und für anderthalb Stunden in einer Entfernung von rund 300 km unsere Erde zu umkreisen.
Gagarin überwandt die Angst und wurde mit dem wunderbaren Anblick auf den aus dieser Entfernung so friedlich wirkenden Blauen Planeten belohnt. Er, der Sohn eines Zimmermanns, war der Erste unserer Spezies, der in eine unbekannte Welt aufbrach, wohl wissend, dass diese Mission auch tödlich hätte enden können. Doch sie gelangt. Und die Sowjetunion nein die Menschheit hatte einen neuen Helden: Juri Gagarin.
Kurze Zeit später konnte ich als damals Neunjähriger Gagarin persönlich sehen. Auf der Fahrt ins Kaliwerk Merkers in der Rhön kam er auch durch meine Heimatstadt Eisenach. Wir hatten alle schulfrei, standen an den Straßenrändern und warteten auf den sowjetischen Helden, der auch unser war. Und er kam schließlich in einem Riesentross von Wolgas und Tschaikas. Sein Wagen war besonders gekennzeichnet und wir konnten ihn sehen, winkten ihm zu und er winkte zurück. Für uns Schüler ein tolles Erlebnis.
Doch Gagarin ereilte schon sieben Jahre nach seinem spektakulären Raumflug ein bedrückendes Schicksal. Während eines Testfluges mit einer Militärmaschine vom Typ MIG stürzte er ab und erlitt tödliche Verletzungen. Als erster Mensch im All ist er bereits in den Geschichts-büchern präsent. Dass in diesen Tagen in besonderer Weise an sein Heldenmut erinnert wird, sollte uns alle freuen.
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen
Autor: nnzSeit geraumer Zeit nimmt das Wort Sterne in deutschen Schlagertexten einen gewichtigen Platz ein. Ob nun D.J. Ötzi bzw. Nik P. in dem Riesenhit Ein Stern der Angetrauten versprechen, ihr einen Stern zu schenken, der natürlich auch ihren Namen trägt, oder Jürgen Drews seiner Geliebten glaubhaft zu machen versucht, ihr ein Schloss bauen zu wollen, dass wie könnte es anders sein selbstverständlich in den Wolken liegt. Oder zu alledem nun auch der Superstar des deutschen Schlagers, Andrea Berg, nahezu täglich ihren vertonten Wunsch der Welt wissen lässt, dass ihr Freund ihr doch einen Stern schenken möge. Doch nicht genug, sie möchte mit ihm gar zum Mond fliegen, um mal zu sehn, wer da so wohnt. Ja, warum denn nicht?
Ich weiß nicht , ob es Zufall ist, dass diese Sternen-Hits mit dem 50. Jahrestag des ersten bemannten Raumfluges zusammen fallen. Oder ist es möglicherweise der verständliche Wunsch, dieser manchmal grausam wirkenden Erde mit ihren vielen Katastrophen und kriegerischen Konflikten wenigstens für kurze Zeit zu entfliehen und sei es auch nur für die Dauer eines Schlagers? Oder bricht sich schlichtweg bei dem einen oder anderen von uns der Wunsch bahn, unseren Blauen Planeten mal von oben sehen oder gar in die Tiefen des unendlichen Weltalls vorstoßen zu wollen?
Wie auch immer - die Sehnsucht nach der Ferne hat die Menschheit schon Jahrtausende begleitet und wird dies auch künftig tun. Dazu gehört nicht nur die Erkundung der Erde sondern auch der nähere und weitere Weltraum. Wir sind nun mal neugierig und möchten gerne wissen, was sich bildlich gesprochen hinter einer geschlossenen Tür befindet. Erst eine gesunde Neugier, gepaart mit einer großen Portion Mut und Tatkraft, haben die Menschheit bei ihrer Erkundung nach neuem Lebensraum stets auch zu neuen Erkenntnissen geführt.
Und was mag den damals 27jährigen sowjetischen Armeeflieger Juri Gagarin angetrieben haben, sich zum Kosmonaten ausbilden zu lassen? Was mag ihm nach Absolvierung einer harten Ausbildung durch den Kopf gegangen sein, als er aus 19 weiteren Mitbewerbern auserkoren wurde, als erster Mensch ins Weltall zu fliegen? Vieles wissen wir heute, wenn auch nicht alles. Eines ist sicher: Es war mutig und waagemutig zugleich, sich am 12. April 1961 um 9.07 Uhr mit einer Rakete mit der Stärke von 20 Millionen PS ins Weltall schießen zu lassen und für anderthalb Stunden in einer Entfernung von rund 300 km unsere Erde zu umkreisen.
Gagarin überwandt die Angst und wurde mit dem wunderbaren Anblick auf den aus dieser Entfernung so friedlich wirkenden Blauen Planeten belohnt. Er, der Sohn eines Zimmermanns, war der Erste unserer Spezies, der in eine unbekannte Welt aufbrach, wohl wissend, dass diese Mission auch tödlich hätte enden können. Doch sie gelangt. Und die Sowjetunion nein die Menschheit hatte einen neuen Helden: Juri Gagarin.
Kurze Zeit später konnte ich als damals Neunjähriger Gagarin persönlich sehen. Auf der Fahrt ins Kaliwerk Merkers in der Rhön kam er auch durch meine Heimatstadt Eisenach. Wir hatten alle schulfrei, standen an den Straßenrändern und warteten auf den sowjetischen Helden, der auch unser war. Und er kam schließlich in einem Riesentross von Wolgas und Tschaikas. Sein Wagen war besonders gekennzeichnet und wir konnten ihn sehen, winkten ihm zu und er winkte zurück. Für uns Schüler ein tolles Erlebnis.
Doch Gagarin ereilte schon sieben Jahre nach seinem spektakulären Raumflug ein bedrückendes Schicksal. Während eines Testfluges mit einer Militärmaschine vom Typ MIG stürzte er ab und erlitt tödliche Verletzungen. Als erster Mensch im All ist er bereits in den Geschichts-büchern präsent. Dass in diesen Tagen in besonderer Weise an sein Heldenmut erinnert wird, sollte uns alle freuen.
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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