Di, 19:36 Uhr
12.04.2011
Finger weg von der Doppik
Für die Verwalter der Kreisstadt ist sie ein Segen, für anderen Kommunen in diesem Thüringer Land eher ein Fluch - die doppelte Buchführung in Konten, die Doppik. Erst im Februar wollte auch die Kreisverwaltung modern sein und sich dieser Herausforderung stellen. Jetzt aber wurde ein Rückzieher gemacht...
Die LINKE hatte die Vorlage mit der Aussetzung eingebracht und deren Fraktionsvorsitzende Birgit Keller hatte ausgeführt, dass sich die Beschlussvorlage einreihe in die Überlegungen, wie sich die Ressourcen effizienter einsetzen lassen. Die Einführung der Doppik binde zu viele Ressourcen, deshalb solle man damit warten. Sie ergänzte, die Aussetzung solle bis zur Haushaltsdiskussion 2012 gelten.
Diese Ergänzung war notwendig, nachdem Matthias Jendricke (SPD) sich für die Doppik ausgesprochen hatte, denn die Einführung dieser liefere Zahlen, die im Konsolidierungsprozess und für die Erarbeitung von Gebührensatzungen wichtig seien.
Vielleicht aber auch hatten einige Mitglieder des Kreistages, die auch im Nordhäuser Stadtrat sitzen einfach das Gefühl, dass die Zahlenkolonnen in einem doppischen Haushalt nicht so leicht zu durchschauen seien. Und ob Stefan Nüßle (CDU) in seiner Funktion als Stadtrat je schon mal die Auskunft erhalten hatte, was die Einführung der Doppik gekostet hatte, konnte heute nicht beantwortet werden.
Noch eines zur Transparenz: Der doppische Haushalt der Nordhäuser Stadtverwaltung ist rund 1.400 Seite stark. Die kameralen Haushalte davor umfasten nicht einmal 400 Seiten.
Für den Antrag der LINKE-Fraktion stimmten 38 Kreistagsmitglieder, zwei votierten dagegen, Matthias Jendricke enthielt sich seiner Stimme.
Autor: nnzDie LINKE hatte die Vorlage mit der Aussetzung eingebracht und deren Fraktionsvorsitzende Birgit Keller hatte ausgeführt, dass sich die Beschlussvorlage einreihe in die Überlegungen, wie sich die Ressourcen effizienter einsetzen lassen. Die Einführung der Doppik binde zu viele Ressourcen, deshalb solle man damit warten. Sie ergänzte, die Aussetzung solle bis zur Haushaltsdiskussion 2012 gelten.
Diese Ergänzung war notwendig, nachdem Matthias Jendricke (SPD) sich für die Doppik ausgesprochen hatte, denn die Einführung dieser liefere Zahlen, die im Konsolidierungsprozess und für die Erarbeitung von Gebührensatzungen wichtig seien.
Vielleicht aber auch hatten einige Mitglieder des Kreistages, die auch im Nordhäuser Stadtrat sitzen einfach das Gefühl, dass die Zahlenkolonnen in einem doppischen Haushalt nicht so leicht zu durchschauen seien. Und ob Stefan Nüßle (CDU) in seiner Funktion als Stadtrat je schon mal die Auskunft erhalten hatte, was die Einführung der Doppik gekostet hatte, konnte heute nicht beantwortet werden.
Noch eines zur Transparenz: Der doppische Haushalt der Nordhäuser Stadtverwaltung ist rund 1.400 Seite stark. Die kameralen Haushalte davor umfasten nicht einmal 400 Seiten.
Für den Antrag der LINKE-Fraktion stimmten 38 Kreistagsmitglieder, zwei votierten dagegen, Matthias Jendricke enthielt sich seiner Stimme.

